Oha!
Ich sehe gerade, dass ich seit Ende August gar nichts mehr geschrieben habe: Jetzt
ist schon Mitte Oktober ohne, dass es ein Lebenszeichen von Flip gab. Okay, ich
war im September auch 2 Wochen im Urlaub und es ist auch nicht sooo arg viel
passiert, aber hier mal ein kurzer Rückblick:
Wir
hatten z.B. mittlerweile unser 20-jähriges Stalljubiläum, bei dem es bis zum
Schluss noch eine Überraschung blieb wo wir dieses feiern würden. Wir wussten nur,
dass wir gemeinsam eine Wanderung machen würden, bei der auch geklettert wird. Es
hieß, es würde, wie in den 20 Jahren Stallgeschichte, mal bergauf und mal
bergab gehen. Am Abend bevor es losging, haben wir dann das Ziel für den
nächsten Morgen genannt bekommen.
Es ging Richtung Calw/Nagold zur
Xanderklinge. Gemeinsam sind wir am Bach entlang über Stock und Stein
geklettert, was richtig Spaß gemacht hat.
Es ging übrigens auf dem Weg nur
anfangs bergab und danach ziemlich steil bergauf. So wie in der Geschichte vom
Stall auch? Ich weiß es nicht, aber ich kann sagen, dass ich mich in den 13
Jahren dort auf jeden Fall wohlgefühlt habe.
Nach der Wanderung sind wir dann
im „Krabba-Neschd“ eingekehrt. Eine richtig tolle Location, in der wir Anni
und Walter hochleben haben lassen. Die Stallgeschichte wurde erzählt wobei Tränen der Rührung flossen und wir haben ihnen unsere Geschenke als Dankeschön für
deren große Arbeit, Geduld, ihr offenes Ohr, ihre Bemühungen für uns und die Pferde immer alles zu geben damit wir uns wohlfühlen ...übergeben. Auch das Fotobuch, an dem ich ein Jahr
gearbeitet hatte und in das unzählige Stunden eingeflossen sind, wurde ihnen
übergeben. Ich finde es ist richtig schön geworden und habe mir auch ein
Exemplar zur Erinnerung gegönnt.
Es
war ein toller Ausflug, hat riesig Spaß gemacht und wurde mit einem leckeren
Kuchenbuffet im Stall beendet bevor wir dann unsere Pferde noch bewegten.
Ich hoffe, Flip kann noch lange bei Gehrings im Stall wohnen und fühlt sich dort wohl.
Da sind wir schon bei dem nächsten Punkt. Ich habe zur Zeit bzw. hatte ja auch schon, wie ich gerade lese, im August das Gefühl, dass Flip zurzeit sehr schlapp und unmotiviert ist. Woran das liegt, kann ich nicht sicher sagen, aber ich vermute mal, es liegt auch daran, dass er nun etwas älter ist (20 Jahre), seine Chefposition doch ab uns an hinterfragt wird (vor Funky und teilwise auch vor Chex geht er) und, wie mir leider immer wieder bewusst und gesagt wird, er mich wohl auch spiegelt. Das wurde mir erst wieder am Sonntag bei einem Kurs gesagt. Ich habe uns zu einem Geitner-Kurs angemeldet weil ich dachte, wir könnten da etwas Neues lernen und Flip und ich könnten beide Motivation und gute Laune über die neuen Übungen tanken. 
Es
ist aber offensichtlich so, dass ich meine zurzeit nicht gerade optimistische
und gute Stimmung auf ihn übertrage. Wir haben daher als Aufgabe bekommen, dass
ich ihm die Last, dass er überall Chef sein muss, etwas abnehme. Nun soll ich
schauen, dass wir uns entspannen und ich bei uns etwas mehr Führung übernehme. Zukünftig
soll nicht er mich bewegen sondern ich ihn. Leichter gesagt als getan.
Ich
hätte ja eigentlich auch gerne Handarbeit oder Langzügel gemacht so wie die
anderen, aber für unser Thema benötigen wir eigentlich nicht unbedingt blaue
und gelbe Stangen, sondern können/sollen das eigentlich immer und überall üben.
Ich soll Flip beim Loslaufen den ersten Schritt machen lassen und dafür sorgen,
dass er auch vorne bleibt. Das Loslaufen ist nicht das Thema, aber, die
Führposition zu halten, ist schon schwieriger, denn seit 15 Jahren
eingespielt.
Die Kursleiterin war total nett und auch sie wurde von Flip getestet. Er ist eben eine Chefpersönlichkeit und so hat er auch versucht, bei ihr sein Ding durchzuziehen. Ganz unspektakulär und ruhig. Er ist ein schlauer Bursche, aber wir müssen beide lernen mal fünfe gerade sein zu lassen und mal die Führung abzugeben.
Gestern
lief es als wir in der Halle waren schon viel besser und wenn ich, wie
geraten, kürzere „Arbeitsphasen“ mit mehr Pausen und Loben kombiniere, klappt
alles auch viel besser. Was sollen wir uns denn so stressen? Dann machen wir eben
mehr Pausen.
Für
die bessere Stimmung habe ich uns beiden auch eine jeweils passende Bachblüten-Mischung
machen lassen. Wartet mal ab wie das dann wird, wenn wir beide unsere neuen
Bachblüten nehmen ;-).
Ansonsten
hoffe ich auf einen goldenen Herbst mit schönen Ausritten und, dass Flip die Koppel noch ein wenig genießen kann. Diesen
Sommer war ja keine wirklich tolle Koppelsaison, da es ja so viel geregnet hat.
Der
Winter steht nun aber vor der Türe und nun müssen wir uns auch wieder daran
gewöhnen, dass es abends dunkel ist bis ich aus dem Büro komme. Neulich mussten
wir schon Leuchtsachen anziehen damit wir in der Dämmerung draußen gesehen
werden.
Da heißt es dann an den Wochenenden Sonne tanken
und die Zeit für längere Ausritte nutzen. Das hebt dann hoffentlich auch die Stimmung wieder und wir strahlen dann so wie mein Pferdeanhänger, den ich neulich reinigen habe
lassen.
Vor der Reinigung war er nämlich von der Linde neben der ich ihn
geparkt hatte, klebrig und schwarz und danach sah er wieder aus wie neu.
Eigentlich könnten wir den Anhänger auch mal wieder nutzen um einen Ausflug zu
machen?! Das wäre doch auch ein guter Vorsatz!
Flip in der strahlenden Abendsonne:

Die Herde: "Warum so weit gehen, wir könnten doch schon hier fressen!"

Letzte Koppeltage geniessen:
Im Notfalls schmeckt das Gras in der Dämmerung:
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen