Ich
weiß, ich habe jetzt sehr lange nicht mehr geschrieben, aber nach dem Ende letzter
Woche ein neues Kapitel im Leben von
Flip begonnen hat, möchte ich euch noch kurz erzählen wie es uns in letzter
Zeit ergangen ist.
Ich dachte
ja eigentlich, wenn Flip zu der Rentner- und Kita-Gruppe darf, ist alles gut
und ich kann mich entspannen.
Also
grundsätzlich hat das mit den Rentnern und den beiden fast zweijährigen, jungen
Stuten nach und nach immer besser geklappt und die Gruppe hat sich ganz gut
verstanden. Ich denke, Flip hat sich da auch ganz wohl und verantwortlich
gefühlt, auch wenn er ganz offensichtlich die Anwesenheit seiner Kumpels Basti
und Pick oder der, seiner früheren Herdenkumpel (besonders Nick) klar
bevorzugt.
An den Jungs hing er doch sehr und es tut mir auch leid, dass er mit
ihnen nicht oder auch nicht mehr zusammen wohnen kann.
Mit Basti und Pick waren wir doch öfters draußen und seine Rolle als "Onkel" kam er, wie es schien sehr gerne nach.
Etwas
Aufregung gab es, als noch ein weiterer Wallach zur Gruppe kam. Das hat Flip
dann doch etwas aufgeregt und er meinte, er müsste seine neue Herde verteidigen.
Auch das hat sich aber nach 2-3 Tagen gelegt.
Immer
wieder gab es zwar unruhigere Tage an denen nicht nur Flip nach den
Herdenmitgliedern gerufen hat, weil ja nicht alle hinter der Halle ihre Boxen
hatten, aber im Großen und Ganzen hat das mit der Pferdegesellschaft für Flip
funktioniert.
Mehr
Probleme hatte dafür aber leider ich. Ich habe mir doch immer wieder Sorgen um
ihn gemacht, denn es gab schon einige Themen, die mich beunruhigt haben und
immerhin habe ich ja die Verantwortung dafür, dass es Flip gut geht.
Eigentlich,
wie ich dachte, selbstverständliche Dinge, raubten mir den Schlaf. Wie z.B, dass Flip eben doch häufiger, wenn es
geregnet hat in einer nassen Box schlafen musste, es immer unsicherer wurde, ob
er über den Winter eine andere Box bekommen kann, abends oftmals nach der
Koppel kein Heu gefüttert wurde (die Pferde warteten hungrig, da die Koppel zunehmend
abgegrast war), Wurmkur und Abäpfeln nicht ganz so wichtig gesehen wurden (wie
ich es sehe) …
Der Haupt-Ausschlaggrund war aber, dass die Pferde eben nicht
nur halbtags sondern teilweise 5 bis 11 Stunden auf der Koppel waren. Das wäre
ja auch okay, aber bei um die 30 Grad ohne Schatten und auch ohne Wasser,
finde ich schon nicht mehr nur grenzwertig. Das mit dem Wasser war für mich der
gravierendste Punkt (neben dem Heu).
Abends war er nach der Koppel oftmals so müde, dass er auf der Stallgasse eingeschlafen ist und ich ihn dort erst einmal etwas stehen gelassen habe, damit er sich ausruhen kann.
Wir
Einsteller wollten daraufhin gerne in Eigenregie dafür sorgen, dass die Pferde
in Bottichen immer Wasser zur Verfügung gestellt bekommen, aber das wurde
abgelehnt. Die Aussage, wem das nicht passt, der könnte gehen, hat mir dann
doch eine schlaflose Nacht bereitet, denn ich hatte keinen Einstellvertrag und
somit beidseitig auch keine Kündigungsfrist.
Wenn
die Pferde aber ja schon im Sommer „nicht so schnell verdursten“ wie oft würden
sie dann im Winter, wenn die Tränken einfrieren, Wasser bekommen?
Ich
habe mich also, schweren Herzens erneut auf die Suche nach einem neuen Stall
gemacht.
Für
Flip ist es aber gar nicht so einfach etwas Passendes zu finden, da ich ihn
weder in eine normale Box stellen kann, da er darin zu wenig Bewegung hat, 24
Stunden Koppel für ihn nicht geeignet ist wegen Kolik- und Rehegefahr, er aber
auch nicht fit genug ist in eine größere Laufstallgruppe zu ziehen. Mal
abgesehen davon, dsas es dort oft Futterständer gibt oder die Pferde teilweise
keine Hufeisen tragen dürfen.
Alles
Punkte, die die Stallsuche nicht gerade leichter gemacht haben.

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