Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Montag, 27. März 2023

Großes Pferd = große Sorgen!?!

Tja mein Wunsch, dass ich Flip jetzt, nachdem ich auch wieder reiten kann, langsam auftrainieren kann, ist erstmal verschoben.

Vorletzte Woche Samstag wollte ich mit Nicole und Simone eine schöne Seewald-Runde drehen, aber leider lahmte Flip im Trab im Wald schon wieder. Und das schon nach 4 Wochen seit der Cortisonspritze. Das ist definitiv viel zu schnell und kann auch nicht gleich wiederholt werden, weil wohl von dem Cortison die Sehnenstruktur angegriffen werden kann. 

Ich bin daraufhin mit ihm eine Woche nur spazieren gegangen und habe geschaut, dass er etwas mehr zur Ruhe kommt. Das hat aber leider auch nicht viel gebracht, denn er lahmte weiter, bis auf Freitag Nachmittag....als Dr B. ihn noch mal angeschaut hat. Der klassische Vorführeffekt! 

Da sind wir in strömenden Regen vorgetrabt und Flip hat sich offensichtlich mehr auf den Regen als auf seinen schmerzenden Fuß konzentriert. Eigentlich hätte Dr. B. die Stelle gern noch mal abgespritzt um sicher zu gehen, dass dabei die gleiche Lahmheitsursache herauskommt, aber das ging dann eben nicht. 

2 Stunden später als unser Physio da war, lahmte Flip aber schon wieder und nach einer Beugeprobe, war er dann ziemlich krass schlecht zu Fuß.

Herr H. rät mir mit Flip für eine zweite Meinung und umfassendere Untersuchungen in eine Klinik zu fahren. Diesen Gedanken hatte ich auch schon, aber welche? Und dann schaue ich noch dazu an Fahrerei mit Pferd ziemlich ran und möchte ihn auch eigentlich nicht in einer großen unpersönlichen Klinik abladen und von der er möglich dann mit schlechten Erfahrungen wieder zurückkommt. 

Das Thema hatte ich mit Libelle zur Genüge. Sie hatte bei allen möglichen Dingen (Tierarzt, Hufschmied, fahren ...) schlechte Erfahrungen gesammelt und ich bin froh, dass Flip noch ziemlich unvoreingenommen ist und doch recht brav ist, wenn man ihm etwas Zeit gibt und freundlich mit ihm umgeht. 

Wenn es aber nötig ist, fahre ich auch in eine Klinik. Es ist allerdings für mich gar nicht so einfach herauszufinden welche Klinik dann wohl die richtige wäre.

Mit Dr B habe ich heute mittag darüber auch gesprochen. Er denkt aber, ein Klinikaufenthalt bringt uns im Moment auch noch nicht weiter und wir sollten nochmlas die ganz genaue Stelle der Sehnenverkalkung per Leitungsanästhesie  eingrenzen. 

Dass dies die Ursache für das Lahmen ist, ist er sich wohl ziemlich sicher. Er versprach sich mit seiner Kollegin abzustimmen und vielleicht auch andere Kollegen zu kontaktieren und zu Behandlungsmöglichkeiten befragen.

Heute abend wollte er eigentlich noch bei mir anzurufen um mir mitzuteilen, ob er morgen Mittag wieder zu uns kommt und nach der Leitungsanästesie dann gegebenenfalls gleich eine andere Art der Behandlung ausprobiert. Es gibt evtl. auch eine Möglichkeit der Eigenblutbehandlung, allerdings hat er eine Sehnenverkalkung an dieser Stelle bisher wohl noch nie gehabt und so behandelt. 

Ob vielleicht auch Stoßwelle funktioniert, ist auch nicht sicher, wird aber bei Menschen angewandt. Auf jeden Fall gibt es in der Gegend Kliniken, die Stoßwellenbehandlung durchführen würden. Das habe ich schon herausgefunden. 

Wir sind uns auf jeden Fall einig, dass wir nicht einfach nur zu warten können, sondern schnellstmöglich die passende Behandlung für Flip finden müssen.  

Dienstag, 14. März 2023

Happy Birthday, mein Großer!

Heute ist Flips 22. Geburtstag!

Ich hoffe, wir haben noch viele schöne gemeinsame und gesunde Jahre vor uns.

Stellt euch vor, Libelle wäre gestern 40. Jahre alt geworden.

9 Jahre hat sie mich begleitet bis ich sie mit 23 Jahren gehen lassen musste. Auch Aquino wurde "nur" 23 Jahre alt ... das habe ich leider auch im Hinterkopf, aber versuche optmistisch nach vorne zu schauen.


Libelle hatte ja eine andere Vorgeschichte. Sie ging M-Springen und viele Jahre Schulbetrieb, wo sie,  bis sie zu mir kam, nicht gerade geschont wurde. Damals als ich sie mit Daniela kaufte, wusssten wir nicht, ob sie mit ihren 14 Jahren überhaupt noch geritten werden kann. Gut, wir wussten damals eh nicht viel und sind ziemlich blauäugig in den Pferdekauf geraten.... Sie hatte trotzdem 9 schöne Jahre und erholte sich nach und nach, so gut, dass wir ganz erstaunt waren, wie viel Leben und Vollblut in ihr steckt. Die Hufrollenentzündung konnten wir aber leider eben nicht stoppen, weshalb sie dann von ihren Schmerzen erlöst werden musste.   

Ich versuche (auch) bei Flip so gut es geht, zu schauen, dass es ihm gut geht und tue mein Möglichstes, dass er noch lange fit bleibt. 

Heute hat Flip erstmal am Morgen neue Hufeisen bekommen und im Moment warte ich auf den Anruf der Sattlerin, wann sie vorbeikommt um unseren Sattel anzupassen. Da sie die Uhrzeit noch nicht genau sagen konnte, habe ich für heute frei genommen und stehe also quasi nur für Flip bereit. 

Gestern habe ich ihm noch aus Mash, Leinsamen, Sonnenblumenkernen, etwas Banane und Apfel Leckerlies und für uns Zweibeiner einen Geburtstags-Schokokuchen gebacken.

Von unserem gemeinsamen Sturz erhole auch ich mich so langsam, war aber sehr froh, dass Simone heute morgen den Hufschmiedtermin für mich übernommen hat. Beim Röntgen wurde zwar bestätigt, dass ich zum Glück nichts gebrochen habe, aber die Rippenprellung, die von hinter dem Schulterblatt nun so langsam nach vorne wandert, spüre ich schon noch. 

Mal schauen, ob ich nachher den Sattel überhaupt testreiten kann, denn dadurch, dass ich vor dem Asphaltkontakt auch etwas unsanften Sattelkontakt hatte, bin ich noch nicht so ganz sicher. 

Aber wie gesagt, Hauptsache Flip hat dabei nichts abbekommen! 

Es wäre schön, wenn wir dann mit frischen Eisen und passendem Sattel langsam aber sicher wieder durchstarten und auch die Muskulatur bei Flip auftrainieren könnten. Derweil sind wir halt viel spazieren gegangen und ich hatte das Gefühl, er merkt, dass ich zur Zeit nicht so fit bin und hat darauf auch Rücksicht genommen.


Für den kleinen Offenstall habe ich übrigens erst einmal abgesagt. Da Flip sich nicht als Rentner fühlt, wie bei der Tierkommunikation herauskam, werde ich ihn erst mal in der großen Gruppe lassen. Ich hoffe, die Entscheidung ist richtig und er fühlt sich dort noch lange wohl. 

Von Anni habe ich dieses Foto geschickt bekommen, auf dem man ihn ganz links in der Weidehütte liegen sieht. 


Wäre schön, wenn er wie Sierra, bis zum Schluss in seiner gewohnten Gruppe bleiben könnte und dort auch nicht gemobbt oder sonst wie gestresst werden würde. Im Moment denke ich, ein Umzug in eine kleine Rentner-WG wäre für ihn noch zu früh. Zu sehr genießt er Kumpels um sich rum zu haben, wird noch respektiert und ist auch noch ziemlich weit oben in der Herdenhirarchie.

Klopfen wir auf Holz, dass auch seine Füße (oder Gesundheit allgemein) das mitmachen.

Sonntag, 5. März 2023

Zwischenbericht, Muskelaufbau und Glück gehabt

Hier kommt mal wieder ein Zwischenbericht wie es Flip mittlerweile geht. 

Klopfen wir mal auf Holz! 

Im Moment läuft er lahmfrei und ich versuche ihn vorsichtig aufzutrainieren. Ich lasse mir dazu lieber etwas mehr Zeit und hoffe, dass ich es irgendwie schaffe die Muskulatur an der linken Schulter und Brust wieder aufzubauen.

Wie ich das genau hinbekommen soll, weiß ich zwar noch nicht, aber neulich habe ich ihn dazu nochmal wippen lassen. Er hat tatsächlich eine Viertelstunde brav gewippt und es offensichtlich genossen keine Kumpels drauf lassen zu müssen. Dabei muss er ja das Gewicht dann auch immer wieder anders verlagern, was bestimmt guttut. Da ihm das Spaß macht, nutze ich das gerne.

Ähnlich funktioniert das mit den Balance-Pads, die ich neulich ausgeliehen habe. Marie hat es als erste probiert, ob Flip darauf steht und paar Tage später habe ich es auch getestet, denn sie sollen die Muskulatur in der Tiefe aufbauen. Gar nicht so einfach die kleinen Dinge zu treffen. Vielleicht wäre eine richtig stabile, kleine Hundematratze, auf die er mit beiden Vorderfüßen stehen könnte, doch geschickter.

Ansonsten bin ich, wie uns aufgetragen wurde, weiter öfters mal geritten und, da Nick ein ähnliches Aufbauprogramm hat wie Flip, ist es praktisch und schön, dass wir zusammen ausreiten können.

Marie ist ja mutiger als ich und hat Flip dazu auch neulich gleich mal als Handpferd im Schritt und Trab dabei gehabt. Das findet Flip klasse…. und ich auch. 


Vorgestern habe ich das schöne, sonnige Wetter genutzt und bin das erste Mal nach langer Zeit mal wieder alleine über die Wiesenwege ausreiten gewesen. Er war total brav und wir haben die 3x 100 m im Trab auch völlig entspannt gemeistert. 

Gestern waren wir dann zusammen mit Simone und Lasse draußen. Von dem schönen sonnigen Wetter vom Freitag war nichts mehr zu sehen. Es war eisig kalt und windig.

Drüben beim Nachbarn haben die Pferde auf einem großen Wagen riesige, weiße, leere Säcke gesehen, die ihnen nicht so ganz geheuer waren. Wir sind daraufhin rübergeritten, haben die Pferde schnuppern lassen und wollten dann wieder weiterreiten. Als wir gerade bei der Straße ankamen, kam allerdings ein Windstoß, der einen der Säcke hochfliegen ließ.

Das hat Flip dann doch so erschreckt, dass er den kleinen Wall neben den Koppeln auf den Asphalt heruntergesprungen ist. Leider sind ihm dort aber die Füße weggerutscht, so dass wir einer Fußgängerin mit Pferd direkt vor die Füße geflogen sind und beide auf den Asphalt aufschlugen. Zum Glück lag ich nicht unter ihm und er hat sich auch schnell wieder aufrappeln können. So wie es aussieht hat er den Sturz unbeschadet überstanden. Uff, Glück gehabt! Das ist ja die Hauptsache! 

Ich hatte etwas unsanften Kontakt mit dem Zwiesel des Sattels, habe es unterm Schulterblatt gleich ziehen gemerkt und an der Wade einen großen blauen Fleck bekommen. Ich bin dann nachdem ich Flip etwas geführt und mich vergewissert habe, dass er okay ist, wieder aufgestiegen und wir sind dann weitergeritten. Trotz eisigem Wind waren die Pferde total brav und auch im Trab lief alles prima. Nach einer halben Stunde habe ich, weil ja unser Sattel noch nicht gerichtet ist (wir haben am 15.03. Termin) den Heimweg zu Fuß angetreten, war noch einkaufen und habe mich zur Entspannung der Knochen in die Badewanne gesetzt. 

Mit dem warmen Wasser begann allerdings der rechte Fuß zu rebellieren und ich konnte kaum mehr laufen. Weil ich mir ziemlich Sorgen gemacht habe, wie es Flip wohl geht, hat mich Jenny abends noch in den Stall gefahren. Wir haben uns vergewissert, dass er weiter wohlauf ist und ich konnte beruhigt, wenn auch nicht gemütlich schlafen. 


Den Fuß habe ich mit Voltaren eingesalbt und gekühlt und siehe da, er ist heute schon nahezu schmerzfrei. Leider kann ich das von meinem Rücken aber nicht behaupten. Ich glaube, ich habe mir eine Rippenprellung oder so zugezogen und vermeide tunlichst, zu niesen, die Nase zu putzen oder meinen Oberkörper mehr zu bewegen. 
Das wäre wirklich nicht notwendig gewesen! Flip, der zur Zeit unheimlich haart wurde daraufhin versucht mit der linken Hand zu putzen (mit links klappt nix richtig). Dass da dann weniger Haare rausgehen, schadet vielleicht nicht, denn so kalt wie es ist, kann er das Winterfell bestimmt noch gebrauchen. 

Wir haben dann einen gemütlichen Spaziergang gemacht und ich bin sehr froh, dass er sich wenigstens nicht verletzt hat!

Samstag, 18. Februar 2023

Dr. B. ist zufrieden

So, nun sind die 2 Wochen rum, in denen wir die Schrittphasen von 20 Minuten auf 40 Minuten steigern durften. Dr. B kam letzten Montag und hat eine Nachkontrolle gemacht.

Ich sagte ihm, ich wäre eigentlich ziemlich frustriert, denn ich sehe keinen Fortschritt, das heißt Flip entlastet weiter unverändert vorne links und die Flüssigkeit am Fesselgelenk an der Sehnenscheide ist auch nicht weniger geworden. Dr. B. fand es allerdings nicht schlecht, denn beim Vortraben lief Flip lahmfrei.

Lustig war, dass Flip bei mir beim Vortraben sehr flott gelaufen ist und bei der ersten Runde im Schritt schon antraben wollte. Danach ist Ursel mit ihm vorgetrabt und war etwas gefrustet, weil Flip mit ihr keineswegs so zügig laufen wollte. Tja, das Geheimnis ist eben, ein Leckerli in der Hand zu halten, so dass Flip mehr Motivation hat sich zu bewegen. Ich kenne Herrn Flip halt nun lange genug und für eine ordentliche Kontrolle wie er zu Fuß ist muss er einfach auch zügig vorangehen.

Bei dem Termin haben wir dann Hausaufgabe bekommen die Schrittphasen weiter zu verlängern und haben die Freigabe bekommen langsam auch mit 100 m Stücken anzufangen zu traben. Ich dürfte auch reiten, allerdings warte ich im Moment noch auf eine Rückmeldung der Sattlerin wann sie kommt, denn durch den Muskelabbau sitzt mein Sattel ja nicht mehr richtig. Wir erinnern uns, dass sie sich beim letzten Mal ja quasi geweigert hat den Sattel umzupolstern weil Flip so schlecht da stünde.

Auch wenn Dr. B. eigentlich ganz zufrieden war, möchte ich nichts überstürzen und bin lieber etwas vorsichtiger, denn ich weiß ja, dass wir die letzten 4 Monate zwischendurch auch Phasen hatten, in denen Flip besser zu Fuß war. Ich traue dem Frieden irgendwie nicht so ganz und mache lieber etwas langsamer.

Da kam es ganz geschickt, dass letztes Wochenende mal wieder ein gemeinsamer Pferdespielplatz-Termin ins Leben gerufen wurde. Das ist immer eine ganz schöne Abwechslung und Flip freut sich vor allem, wenn er wippen darf. Da das auch für den Muskelaufbau gut ist, habe ich da nichts dagegen, allerdings wollen die anderen Pferde eben auch ab und zu mal auf die Wippe, wogegen Flip eher was hat. Am liebsten würde er da eine Stunde stehen, vor und zurück wippen und zwischendurch natürlich kräftig gelobt werden wie toll er das macht und Leckerlis abstauben. Da die Wippe aber nicht alleine ausgebaut werden kann, kann ich ihm damit nicht so oft eine Freude machen.

Die anderen Sachen beim Pferdespielplatz sind für ihn jetzt nicht so wahnsinnig spannend. An der Rappeldose hüpfte er trotzdem mal los, ich denke aber eher, um zu schauen, ob nicht ein anderes Pferd mitmachen würde. 

Gestern habe ich mich mal nach unserer Asphaltrunde mit Westernpad draufgesetzt um zu schauen was Flip dazu sagt, wenn ich mal wieder reiten möchte. Mit Pad macht er das ganz brav (ohne hatte er mir ja neulich ziemlich schnell gezeigt, dass ich umgehend absteigen sollte). 

Da mir das Pad allerdings für Ausritte dann doch zu unsicher ist und leittraben ohne Bügel nicht geht (bin ich auch zu unsportlich), habe ich heute mal gesattelt und bin mit Lasse und Nick (er darf seinen Rehasport nun auch steigern), Richtung Wald gegangen.

Da Flip ja auch Rückenmuskulatur abgebaut hat, bin ich bis zum Wald und vom Wald wieder zurück gelaufen, aber im Wald habe ich mich etwas tragen lassen und wir haben das Freiberger-Reha-Programm mit 100 m Trab getestet.

Ich würde sagen, Flip ist schon besser gelaufen, hat aber nicht gelahmt. Beim zweiten Trab habe ich schon gemerkt, dass er wegen des aufkommenden Sturms etwas spannig wurde und er schien irgendwie eine Möglichkeit zu suchen seitlich vom Weg im Laub zu laufen. Da stolperte er allerdings, woraufhin er aus Lebensfreude oder Ärgernis über das Stolpern gleich mal bocken musste. Nicht schlimm, aber wir haben daraufhin das Traben eingestellt und ich habe ihn heimzus geführt.

Wir müssen ja nichts riskieren und ich finde, er ist dafür, dass er jetzt bald 4,5 Monate nicht mehr richtig bewegt wird, schon sehr brav.

Nun hoffe ich dass er weiter schmerzfrei bleibt und ich ihn tatsächlich wieder auftrainieren kann, so dass wir wenigstens gemütliche Ausritte im Schritt mit Trab- und Galoppeinlagen unternehmen können.

Gerne dürft ihr alle ganz fest die Daumen drücken, dass das klappt.

Sonntag, 5. Februar 2023

Der Tierarzt-Marathon geht weiter.

Hier der Bericht des aktuellen Standes der Untersuchungen und Behandlungen:

Am Montag war Dr. B. mal wieder da und hat seine Kollegin, die sich mit Ultraschall wohl besser auskennt, mitgebracht. Das heißt sie waren mit Helferinnen zu viert da und wir haben geschaut, ob man an der Sehnenscheide am Fesselgelenk links irgendetwas sehen kann.

Bei der Untersuchung, die Flip nicht so cool fand, weil eben cool d.h. kalter Glibber an rasierter Haut, kam heraus, dass wahrscheinlich die Sehnenscheide entzündet ist und Flip blöderweise dort auch Verkalkungen hat.
Das sind wohl wie so kleine Steinchen, die an den Sehnenfasern reiben, was wiederum bedeutet, dass uns das wahrscheinlich zukünftig begleiten wird.

Er wurde daraufhin mit Cortison an der Stelle gespritzt und hatte bis Donnerstag nach dem Frühstück wieder draußen in der Notbox Boxenruhe.

Solange er dort ein gefülltes Heunetz hat, ist für Flip die Welt so einigermaßen in Ordnung. Wenn allerdings kein Heu mehr vorhanden ist, der Wassertrog leer und noch dazu die Schiebetüre zum Putzplatz zu ist, sieht die ganze Sache dann schon etwas frustrierender aus.

Für Dienstag und Mittwoch hatte ich es so organisiert, dass mal Simone und mal Nici tagsüber mit ihm an die Tränke in den Laufstall gegangen sind, wo er immer lange und ausgiebig getrunken hat. Frühstück und Abendessen durfte er in den Fressstand gehen und auch zum Putzen habe ich ihn rausgeholt, sonst wäre es doch zu öde gewesen.

Jetzt haben wir die Aufgabe innerhalb von 2 Wochen von 20 bis 40 Minuten Schritt zu verlängern und Anfang übernächste Woche möchte Dr. B. dann noch mal vorbeikommen um zu schauen, ob die Spritze gewirkt hat.

Da es ja was an der Sehne ist, sollten wir sicherlich auch wenn wir dazu keine genaue Anweisung bekommen haben, auf hartem Boden laufen. Alleine findet Flip das Spazierengehen blöd, da ist es schön, wenn wir Begleitung finden … und wenn es wie heute regnet, verkneifen wir uns das auch und gehen in die Halle (gähn, langweilig).

Ich hoffe sehr, Flip läuft dann wieder, habe aber ehrlich gesagt vom Bauchgefühl her,die Vorahnung, dass unser Problem weiterhin noch unklar ist. Ich tippe weiter auf den Bereich Hals / Schulter, denn dort reagiert er auch auf Behandlung mit dem Novafon.

Jetzt versuche ich aber trotzdem optimistisch zu sein und hoffe, die Spritze schlägt gut an.

Scheinbar ist es durchaus möglich dass so eine Cortisonspritze auch 2 Jahre halten kann. Wenn wir also alle 2 Jahre die Behandlung vornehmen müssen, könnte ich damit gut leben.

Heute habe ich spaßeshalber mal nur allein die Tierarztrechnungen der letzten 4 Monate, in denen Blutbilder und Lahmheitsuntersuchungen gemacht wurden, zusammengerechnet.

Alleine durch diese Rechnungen komme ich auf einen Betrag über 3600 €. Da sind die Kosten für Osteopathen, Physios und so weiter noch gar nicht eingerechnet. Ganz schön heftig, dafür dass wir immer noch nicht ganz sicher sind, ob wir wissen was wirklich los ist.