Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Mittwoch, 27. September 2023

Wir sind umgezogen


Am Samstag, 23.09.23 sind wir dann nach einem gemeinsamen Spaziergang mit Basti umgezogen. Flip lief ohne zu stocken in den Anhänger, Carina hat ihn mir gefahren und er ist auch recht gelassen ausgestiegen und hat sich in Ruhe den Stall angeschaut. Natürlich war er auch aufgeregt, aber deutlich weniger als ich befürchtet hatte. 

Er stieg, untypisch für ihn, ruhig aus und schaute sich erst einmal in Ruhe um. Dann liefen wir Richtung Paddock, er schnupperte an einer Kaltblutstute und lief aufmerksam weiter.

Die box begutachtete er und schien nicht sonderlich aufgeregt. Ich dachte ja, er würde evtl. rein und raus traben und hatte daher Vorkehrungen getroffen notfalls die Box zum Paddock zu mit einer Kette zu schließen.   

Wir beobachteten ihn etwas und ließen ihn dann unter Aufsicht von Jenny und anfangs Marie, später dann Nici, während ich mit Carina den Koppelzaun weiter bearbeitet habe.


Da Flip in der Box so brav war, durfte er dann auch den Nachmittag, während wir am Zaun gearbeitet haben mit auf die Koppel. Auch das hat total entspannt geklappt. Er lief gemütlich grasend rum, während teilweise der Zaun gar nicht richtig zu war, mal abgesehen davon, dass der Strom für die Arbeiten aus war. Alles ganz entspannt und unter den Augen von Carina, Jenny, Nici, Hugo und mir.   





Abends kamen dann auch noch die restlichen 2 der 4 isländischen Nachbarn in deren Stall und er konnte auch diese durch den Zaun kennenlernen. Das lief auch alles richtig gut und gab nur ein klein wenig Gequietsche mit dem kleinen Isländer-Hengst. Alles aber total ruhig. 

Als ich Sonntag früh zu ihm kam, habe ich schon gesehen, dass die Nacht wohl etwas unruhiger war. Die Gummimatten auf dem Paddock waren ziemlich verschoben und Flip hat doch ziemlich Dünnschiss gehabt. Der Stallbetreiber und seine Tochter waren aber total zufrieden und sagten er wäre eigentlich recht ruhig und auch das Misten war gar kein Problem. 

Ich habe ihn dann mit Jenny zusammen auf die Koppel gebracht und wir haben ohne ihn mal den Wald auf der anderen Straßenseite erkundet. Richtig klasse Wege und ich freue mich schon darauf mit ihm dort unterwegs zu sein. 

Als wir nach einer Stunde zurückkamen, hatte Flip genug von der Koppel und wollte in die Box. Dort ist er dann doch immer wieder hin und her gelaufen und war etwas unruhig. Erst als ich ihn angebunden habe, geputzt habe und etwas Ruhe eingekehrt ist, entspannte er sich wieder und hat dann auch ein Nickerchen gemacht. 

Am Nachmittag habe ich mich mit Steffi von Hyps und deren Welpen getroffen, denn wir wollten gemeinsam einen Spaziergang mit Flip machen. Gesagt getan, aber recht schnell wieder zum Stall zurückgelaufen. 

Flip war ziemlich aufgeregt und seine Nerven lagen blank. Er zog, riss den Kopf runter zum Gras, bockte etwas und trabte an der Hand. Wir sind dann zurück zum Hof und haben ihn im Roundpen etwas laufen lassen damit er seinen Frust und seine aufgestaute Energie loswerden konnte. Nachdem er sich genau umgeguckt hat, etwas rumgebockt und ein paar Runden galoppiert ist, trabte er auch etwas und siehe da, er lahmte nicht. Toll!

Wir haben dann nochmals einen Anlauf gemacht mit ihm ein Stückchen spazieren zu gehen, aber auch da war er ziemlich angespannt. Wir sind also wieder umgedreht und haben ihn zurück in die Box gebracht.

Im frischen Stroh und mit Heu hat er sich dann wieder beruhigt und einen zufriedenen Eindruck gemacht. Ich denke, er braucht jetzt einfach noch Zeit bzw wir brauchen beide Zeit, aber da ich jetzt eine Woche frei habe, können wir uns hoffentlich im neuen Stall gut einleben.

Am Montag bin ich am Vormittag im Stall gewesen und habe meinen neuen Schrank eingeräumt während Flip auf der Koppel war. Ruck zuck wurde der Schrank noch am Sonntag gebaut und nun kann ich alle meine Sachen gut unterbringen und habe richtig schön Platz. 

Am Nachmittag kamen dann Alina und Simone vorbei und wir haben einen gemeinsamen Spaziergang in Sichtnähe zum Stall gemacht. Flip war zwar relativ flott aber brav und selbst als die Isis auf der Koppel losgaloppierten, blieb er ruhig. Das war eine Beruhigung und stimmte optimistisch.

Um mir ein besseres bzw sichereres Gefühl zu geben, hat mit Carina für die ersten Spaziergänge ein Steigergebiss geliehen. Ist er brav, ist alles easy, wenn er aber blöd tut, kann ich ihn besser halten und mir "Gehör verschaffen". Muss man zwar nicht nutzen, aber es beruhigte mich und so machte ich mich am Dienstag schon mutig auf den Weg Richtung Wald auf. 
Wir sind 40 Minuten unterwegs gewesen und es lief klasse. Er war zu Beginn so ruhig, dass ich mich schon wunderte. Wir liefen den Weg, den ich am Vortag mit Alina erkundete duch den Wald, an einer Lichtung vorbei und dann wieder auf einem Trampelpfad im Wald. 

Heimzus wurde er flotter, aber durch eine 10-minütige Gras-Pause legte sich die Unruhe und wir kamen auch recht entspannt wieder zurück in den Stall, wo die obligatorische Begrüßung von Freya wartete.
Ich war sooo happy!    




Heute, am Mittwoch stand Flip schon auf der Koppel als ich vormittags in den Stall kam. Er machte einen entspannten Eindruck, kam aber als er mich sah und wir sind zur Box gegangen. Dort habe ich mit Freude die Mistflecken rausgeputzt, denn das zeigte, dass er sich nachts hingelegt hat und sich wohl sicher genug fühlte. Schön! 
Wir sind dann heute mal Richtung Hemmingen gelaufen und haben dann über einen Bogen den Rückweg Richtung Stall und dann noch zur Bahnlinie gemacht. Auch heute war er brav und ich freue mich schon, dass wir morgen die Chance haben mit zwei anderen raus zu können. Hoffentlich klappt das auch so gut.
Hier mal noch die Aussichten aus Flips Box/Paddock. 
Hintenraus sieht er zu den Koppeln der Nachbarstallgasse, in deren Stallgasse, rüber Richtung Reitplatz und Koppelgang und von innen kann er in die Sattelkammer gucken und beobachten wer vorne in den Hof kommt. Er hat also alles im Blick und es wird nicht langweilig, auch wenn es dort angenehm ruhig ist.   




Neuen Stall gefunden

Ich habe im Internet und in der Umgebung alle möglichen Ställe angeschaut, aber irgendwie nirgends eine Unterbringung finden können, die für seine Bedürfnisse passend gewesen wäre.

Viel war auch voll, einfach überteuert, weit weg, so dass wir uns sicherlich nicht wohl gefühlt hätten... echt frustig.  

Letztlich habe ich aber über meinen Aufruf im Bekanntenkreis die Augen und Ohren offen zu halten, doch noch einen Stall gefunden, in dem wir jetzt unser Glück versuchen.

In Hemmingen wurde uns eine riesige Box mit 10m x 3m und einem  Paddock von 7m x 3m ab sofort angeboten. Ich habe erst gar nicht so richtig gecheckt was die Box ist, da ich sie erst mal für eine Art Stallgasse gehalten hatte.

Die Box war zwar riesig groß, aber sah noch nicht wirklich schön aus. Da man aber freie Hand bei der Gestaltung der Box hat und ich auch etwas Fantasie habe, habe ich zugesagt und die letzten Wochen mit Hilfe vieler Freunde die Box verschönert. 

Ganz herzlichen Dank auch von hier aus an die zahlreichen helfenden Hände. Ohne euch hätte ich es nicht geschafft!

Wir haben Gummimatten verlegt, damit Flip auch auf dem unebenen Boden sicher laufen kann, eine Plane an die hässliche Wand zu den Nachbarn befestigt, ich habe die Zugänge gesichert, Anbindehaken aufgehängt eine Heubox gekauft.... und mit Carinas Hilfe hat Flip nun auch eine richtig gut und neu eingezäunte, eigene Koppel mit 65m x10m Größe.

Auf die Koppel wird er vormittags rausgebracht und ansonsten ist man selber für die Koppel zuständig.

Nebenbei erwähnt, ist der Stall deutlich günstiger obwohl wir dort auch Vollversorgung haben. Schön ist auch, dass man aber trotzdem selber Stroh und Heu nehmen kann, sofern man es  nicht übertreibt. Das gibt doch ein gutes Gefühl.


bei der Koppel werde ich es, wie die anderen machen und das vordere Drittel der Koppel als Schlechtwetterauslauf oder für den Winter mit Hackschnitzeln richten. Einen LKW Hackschnitzel bestellt die Stallgemeinschaft wohl und da kann ich mich anschließen. 

So ist also gesichert, dass Flip halbtags rauskommt und ansonsten in einer großen Box wohnen kann. Ja, und Wasser kann ich ihm selber auf die Koppel stellen. Dazu habe ich einen Wassersack und einen neuen Gartenwagen gekauft.

Es gibt natürlich auch einen Haken. In dem Stall haben wir leider (außer keinem WC - ja echt!) keine Halle und müssen dann zukünftig Wind und Wetter trotzen. 

Ja klar, und wir können unsere Freunde nicht mitnehmen. Sowohl die Zweibeiner als auch die Vierbeiner werden uns fehlen. Ich hoffe aber, wir schaffen es engen Kontakt zu halten. 

Auf der Anlage gibt es aber einen Reitplatz  und ein Roundpen mit Teppichbodenschnitzel-Boden  der wohl die meiste Zeit im Jahr gut zu benutzen ist. Licht gibt es auch und so werden wir uns wohl damit arrangieren wenn wir nicht gerade in das tolle Ausreitgelände gehen.

Alles doch nicht ganz so cool, wie gedacht

Ich weiß, ich habe jetzt sehr lange nicht mehr geschrieben, aber nach dem Ende letzter Woche  ein neues Kapitel im Leben von Flip begonnen hat, möchte ich euch noch kurz erzählen wie es uns in letzter Zeit ergangen ist. 

Ich dachte ja eigentlich, wenn Flip zu der Rentner- und Kita-Gruppe darf, ist alles gut und ich kann mich entspannen.

Also grundsätzlich hat das mit den Rentnern und den beiden fast zweijährigen, jungen Stuten nach und nach immer besser geklappt und die Gruppe hat sich ganz gut verstanden. Ich denke, Flip hat sich da auch ganz wohl und verantwortlich gefühlt, auch wenn er ganz offensichtlich die Anwesenheit seiner Kumpels Basti und Pick oder der, seiner früheren Herdenkumpel (besonders Nick) klar bevorzugt. 

An den Jungs hing er doch sehr und es tut mir auch leid, dass er mit ihnen nicht oder auch nicht mehr zusammen wohnen kann.

Mit Basti und Pick waren wir doch öfters draußen und seine Rolle als "Onkel" kam er, wie es schien sehr gerne nach. 

Etwas Aufregung gab es, als noch ein weiterer Wallach zur Gruppe kam. Das hat Flip dann doch etwas aufgeregt und er meinte, er müsste seine neue Herde verteidigen. Auch das hat sich aber nach 2-3 Tagen gelegt. 

Immer wieder gab es zwar unruhigere Tage an denen nicht nur Flip nach den Herdenmitgliedern gerufen hat, weil ja nicht alle hinter der Halle ihre Boxen hatten, aber im Großen und Ganzen hat das mit der Pferdegesellschaft für Flip funktioniert.

Mehr Probleme hatte dafür aber leider ich. Ich habe mir doch immer wieder Sorgen um ihn gemacht, denn es gab schon einige Themen, die mich beunruhigt haben und immerhin habe ich ja die Verantwortung dafür, dass es Flip gut geht.

Eigentlich, wie ich dachte, selbstverständliche Dinge, raubten mir den Schlaf.  Wie z.B, dass Flip eben doch häufiger, wenn es geregnet hat in einer nassen Box schlafen musste, es immer unsicherer wurde, ob er über den Winter eine andere Box bekommen kann, abends oftmals nach der Koppel kein Heu gefüttert wurde (die Pferde warteten hungrig, da die Koppel zunehmend abgegrast war), Wurmkur und Abäpfeln nicht ganz so wichtig gesehen wurden (wie ich es sehe) …  

Der Haupt-Ausschlaggrund war aber, dass die Pferde eben nicht nur halbtags sondern teilweise 5 bis 11 Stunden auf der Koppel waren. Das wäre ja auch okay, aber bei um die 30 Grad ohne Schatten und auch ohne Wasser, finde ich schon nicht mehr nur grenzwertig. Das mit dem Wasser war für mich der gravierendste Punkt (neben dem Heu).

Abends war er nach der Koppel oftmals so müde, dass er auf der Stallgasse eingeschlafen ist und ich ihn dort erst einmal etwas stehen gelassen habe, damit er sich ausruhen kann.

Wir Einsteller wollten daraufhin gerne in Eigenregie dafür sorgen, dass die Pferde in Bottichen immer Wasser zur Verfügung gestellt bekommen, aber das wurde abgelehnt. Die Aussage, wem das nicht passt, der könnte gehen, hat mir dann doch eine schlaflose Nacht bereitet, denn ich hatte keinen Einstellvertrag und somit beidseitig auch keine Kündigungsfrist.

Wenn die Pferde aber ja schon im Sommer „nicht so schnell verdursten“ wie oft würden sie dann im Winter, wenn die Tränken einfrieren, Wasser bekommen?

Ich habe mich also, schweren Herzens erneut auf die Suche nach einem neuen Stall gemacht. 

Für Flip ist es aber gar nicht so einfach etwas Passendes zu finden, da ich ihn weder in eine normale Box stellen kann, da er darin zu wenig Bewegung hat, 24 Stunden Koppel für ihn nicht geeignet ist wegen Kolik- und Rehegefahr, er aber auch nicht fit genug ist in eine größere Laufstallgruppe zu ziehen. Mal abgesehen davon, dsas es dort oft Futterständer gibt oder die Pferde teilweise keine Hufeisen tragen dürfen. 

Alles Punkte, die die Stallsuche nicht gerade leichter gemacht haben.  

Sonntag, 6. August 2023

Neuer Versuch

So, nachdem jetzt die erste Versuchswoche rum ist, kann ich euch hier mal berichten was sich im Stall getan hat. 

Nachdem unser neuer Stallbetreiber gehört hat, dass sich Flip tagsüber mehr bewegen sollte,  weil er steif wurde, hat er versprochen "was zu überlegen". Paar Tage später habe ich dann das Angebot bekommen auszuprobieren, ob Flip mit der Gruppe von Rentnern und den 2 Jährlingen halbtags auf die Koppel gehen kann. 

Ich habe mich über dieses Angebot sehr gefreut, denn die Alternative wäre gewesen weiter nach einem anderen Stall zu suchen der mehr Bewegung ermöglicht. Die Stallsuche gestaltet sich allerdings ziemlich schwierig und ich habe bisher noch keinen Stall gefunden, der eine gute Alternative wäre.


Als ich letzte Woche Sonntag Abend im Stall war, fragte er, ob ich ihn gleich mal zu den anderen dazu tun möchte. An dem Abend waren allerdings auch seine "4 aktiven Stuten" mit in der Gruppe, was die Integration nicht unbedingt erleichtert hat. Das waren dann 9 Stuten, 1 Wallach und Flip als Neuzugang. 
Vor allem die eine Stute verteidigte die Herde und er wurde immer wieder verjagt und schien irgendwie nicht so recht zu wissen was das ganze Theater soll und warum alles so garstig zu ihm sind.

Irgendwann ist mit ihm dann im wahrsten Sinne des Wortes der Gaul durchgegangen. Noch dazu hat er dann in der Ferne Basti entdeckt. Seine ganze Anspannung entludt sich daraufhin in einem wilden Galopp kreuz und quer über die Koppel. 
So viel zu unserer Anweisung Flip nur in kontrollierter Schrittbewegung zu bewegen :-(. 
Er schien so, als würde er eine Lücke im Zaun suchen, durch die er sich verdrücken könnte. Zum Glück ist die Koppel aber sehr groß und er merkte dann bald, dass er sich, wenn er sich nur weit genug von der Gruppe entfernt und bei mir am Tor bleibt, einigermaßen seine Ruhe hat. 

Das war schon alles sehr nervenaufreibend und unschön. Die Stuten reagieren natürlich auch anders als es Flip von Wallachen gewöhnt ist. 

Mal abgesehen davon, dass die letzte Integration in eine ganz neue Herde bei ihm schon 15 Jahre her ist und er damals nicht auf sich alleine gestellt war sondern seinen Beschützer, Aquino, dabei hatte. Mir hat es wirklich sehr leid getan wie er angegriffen wurde, allerdings muss ich sagen, hat er es eigentlich ganz gut gemacht. Meist ist er einfach stehen geblieben und hat signalisiert, dass er keinen Streit sucht und einfach nur seine Ruhe haben möchte. Mein Guter!

Ein paar Tage später hieß es zwar, es wird von Tag zu Tag ruhiger, aber ich habe eine Situation beobachtet, die mir nicht so richtig gefallen hat. Die erwachsenen Aufpasserinnen waren nicht dabei und da wurde er tatsächlich von einem der Jährlinge angegangen. Das kleine, freche Ding, kam mit dem anderen Fohlen als Verstärkung an, rosste ihn an und weil er darauf nicht reagierte, wurde sie ärgerlich und trabte in engen Kreisen um ihn rum und schlug aus. Sie hat ihn auch erwischt, zum Glück aber nicht schlimm. Flip und ich waren schon erstaunt (und ich schockiert) wie respektlos so ein Jährling sein kann. 




Ich bin mir schon sehr sicher, dass er eine Wallachherde bevorzugen würde, aber ich bin sehr froh, dass wir überhaupt die Chance bekommen haben zu versuchen, ob er sich in dieser Gruppe einfinden kann. 

Dies wäre eine gute Chance, dass er wenigstens halbtags Bewegung hat und wir nicht schon wieder einen Stallwechsel mit Wechsel der Umgebung und allem, was dazu gehört, mitmachen müssten.

Die ersten Wochen sind sicherlich immer schwieriger, aber ich habe die Hoffnung, dass er, so selbstbewusst wie er ist, auch mit dieser Situation klar kommt. 

Damit das Heraus- und Reinführen der verschiedenen Herdenmitglieder nicht ganz so aufwendig ist, wurde ich gebeten Flip zu 3 der anderen Gruppenmitglieder hinter die Halle in eine Box zu stellen. Das sind große Gitterboxen, von denen aus er zum Teil über die Koppeln und Richtung Wohngebiet schauen kann. Sie sind unter dem Hallendach und luftig. 

Wie das im Winter läuft, müssen wir noch schauen und es wird schon überlegt, ob er dann vielleicht über den Winter doch etwas geschützter d.h. in einer anderen Box untergebracht werden könnte. Das hängt aber davon ab, ob irgendwas anderes frei wird. 

Ich hoffe, für den Winter finden wir noch eine gute Lösung, denn wenn das Wetter von Osten kommt, weiß ich ja aus Erfahrung, dass es dann dort auch in die Box schneien wird. Decken haben wir Dank Carina für Notfälle auch bekommen, das heißt irgendwie bekommen wir das hin.



Heute hat Flip einen Regen-Vormittag auf der Koppel verbracht. Ich dachte, als ich gegen 14 Uhr kam, würde er sich freuen, dass ich ihn wieder reinhole, aber Pustekuchen. Er streckte den Hintern Richtung Wind und Regen und hätte gerne noch weiter gegrast. Auf dem Weg zum Tor wollten sich dann die anderen Herdenmitglieder doch auch anschließen. 
So richtig nett wirkten sie nicht, nichtsdestotrotz war Flip irritiert, dass die anderen draußen bleiben und wollte sich nicht trennen. Er war etwas aufgeregt, wieherte und hat mich stark an Aquino erinnert, den Jenny und ich nach 2 Monaten Koppelleben bei Hannover besucht haben. Auch er schien damals in seiner Rolle als Koppelpferd voll aufzugehen und wollte sich nur sehr ungern von der Herde entfernen.
Irgendwann hat sich Flip dann aber beruhigt, später gesehen, dass die anderen auch reingeholt werden und wir konnten erst in der Halle und dann draußen im Sturm etwas spazieren gehen. 



Jetzt hoffe ich einfach, die Gruppe wächst gut zusammen und er fühlt sich wohl.
Ich könnte mir auch schon einbilden, dass er mittlerweile wieder etwas besser zu Fuß ist und ihm die Bewegung draußen gut tut. 
Ich versuche ihm jedenfalls weiter zusätzlich zur Koppel Abwechslung zu bieten, mit verschiedenen Pferden spazieren zu gehen, Bodenarbeit zu machen, den Kontakt zu seinen alten Freunden zu halten, auszureiten und ihn wieder fitter zu bekommen. 



Weiter die Daumen zu drücken, kann sicher nicht schaden!