

Ich weiß ja, dass einige Blogleser sicher auf einen Bericht
über den heutigen Orientierungsritt warten also schreibe ich mal was bevor ich
mich erschöpft in die Badewanne setze und entspanne.
Wir haben uns morgens gegen kurz nach 7 Uhr im Stall
getroffen und haben die Fahrräder sowie die letzten Pferdesachen in die Autos
verteilt und dann unsere 3 Pferde verladen. Mit dabei waren Flip, Neeshi und
Diddle Mouse und an Zweibeinern Sandra, Meli, Jako, Armin, Kay und ich. Unterwegs
und zum Geschicklichkeitsparcours kamen dann als Fanclub sogar noch Anni,
Walter, Branka und Melis Oma.


Wir fuhren in ziemlichem Nebel gemütlich über Autobahn und
Bundesstraßen gen Ebnisee und kamen nach etwas mehr als einer Stunde d.h. sehr
zeitig am Zielort an, wo wir erfreulicher Weise die ersten Hänger waren und wir
die Parkplatzkoppel für uns hatten. Unsere Pferde standen brav bei der Fahrt
und waren dann auch (weil es alles noch ruhig war) beim Ausladen relativ
entspannt. Wir rannten alle schnell zum WC (aufgeregt war natürlich keiner!)
und marschierten pünktlich zur Startzeit um 9:50 Uhr los. Wie alles abläuft wussten
wir immer noch nicht so genau aber wir
hatten unsere Laufzettel und folgten den
Sägespänepfeilen zu den 6 Stationen, die unterwegs auf uns warteten.


Den Weg zu finden war nicht so schwer und wir haben an den
Stationen brav unsere gesammelten Gegenstände (Hahnenfuß, Brennnessel,
Kieselsteine…) abgegeben, Wissensfragen beantwortet und Geschicklichkeitsübungen
gemacht (mit Einweggummis Plastikfliegen versucht abzuschießen, mit Äpfeln
jongliert, Erste Hilfe-Maßnahmen erklärt…). Ich glaube, wir waren gar nicht so
schlecht. Welchen Platz wir insgesamt erreicht haben, wissen wir aber noch
nicht, denn wir haben die Pferde am Ende schnell verladen und heim gebracht
(das mal vorweg). Sandras Freundin wird es uns berichten. Lassen wir uns also
überraschen.
Nachtrag: Gestern Abend hat Sandra noch eine SMS geschrieben mit den Ergebnissen: Team Silvia/Kay Platz 17 (!!!!) , Meli Platz 46 und Sandra Platz 47. Wie ging das denn? Wir waren doch alle ziemlich gleich bei den Aufgaben? Hat die Verweigerung der Plane die beiden so viel Zeit und Punkte gekostet? Jedenfalls ist das ein Hammer Platz, wie auch immer das ging!


Na ja, was mir nicht so gut gefiel , war, dass Flip seine
Nervosität nicht ablegte sondern es eher schlechter wurde wenn er dann an den
Stationen länger warten sollte. Er begann dann rumzuzappeln, stand nicht mehr still und wieherte unentwegt wenn Pferde, die vor uns waren, gingen und andere erschienen. Er
wurde zwischendurch eher motzig weil es ihn z.B. anstrengte in ruhigem Tempo
einen sehr steilen Abstieg zu laufen und es nicht so nach seinem Kopf ging. Mag
schon sein, dass es auch damit zu tun hatte, dass ich auch nicht die Ruhe
selbst war aber auch mit Kay, der dann aufstiegt, legte es sich
nicht wirklich. Bis zum Schluss war Flip ziemlich angespannt und nicht wie der
coole Fribi, der er sonst ist. Die zwei
Pferdemädels waren dagegen sehr brav und vor allem Diddle war die Ruhe selbst.


Nach über 3 Stunden (nix mit 2 Stunden) kamen wir auf den
Hof zurück, wo dann der Geschicklichkeitsparcours zu reiten war. Das habe ich
dann auch Kay überlassen, denn dazu hatte ich dann keinen Nerv mehr und war
nebenbei erwähnt echt kaputt von der Fahrradfahrerei (man ist es dort steil und
war der Weg lang!!!!)
Als erstes starteten Neeshi und Diddle, die alles bis auf
das Über-die- Plane-laufen artig machten. Danach kam Flip, der auf Grund seiner
Körperfülle leider an einer Tonne beim Slalom hängen blieb aber den Rest auch
brav absolvierte. Hier hat unsere Gruppe eine gute Figur abgegeben (gut so,
denn wir sind alle mit unseren Stallshirts unterwegs gewesen).


Da wir, als wir durch waren, nicht mehr lange dort warten
wollten (ich war Starter Nr. 10 von über 80) und als wir fertig waren,
starteten noch Gruppen, haben wir uns nach bestimmt 4 Stunden Programm auf den Heimweg
gemacht. Diddle, die alles so cool mitgemacht
hat, fand gar nicht gut, dass sie von den beiden anderen getrennt wurde und tat
dies auch die ganze Heimfahrt lautstark kund. (Ich glaube, ich habe Flip aber
auch viel antworten hören)
Hauptsache ist aber, dass wir alles gut überstanden haben
und alle wieder heil zu Hause angekommen sind. Die Pferde kamen dann direkt zu
ihrer Herde auf die Koppel und wir waren noch eine Weile mit Anhängerputzen,
Aufräumen… beschäftigt. Das war ein langer und anstrengender Tag!
Danke an alle Helfer!!!