

Es hat zwar am Wochenende immer wieder stark geregnet aber
ich hatte zum Glück zum Ausreiten immer trockene Wetterlücken und auch der
Boden trocknete mit der Wärme und dem Wind schnell wieder ab.
Am Freitag war ich nachmittags mit Nick ausreiten und wir
haben das erste Stoppelfeld dieses Jahr zum Traben genutzt. Flip ist kein
großer Fan von Stoppelfeldern aber man kann so mal andere Wege gehen und teilweise
den Weg in den Wald etwas abkürzen. Die
Jungs liefen ganz entspannt und Sina freute sich, dass sie jemanden gefunden
hat, mit dem sie raus konnte.


Am Samstag habe ich
dann (nach langer Zeit mal wieder) einen Ausritt alleine gemacht. Das ist nicht
so unser Ding. Nicht nur dass es öde ist, Flip mag alleine nicht recht vom
Stall weg und wenn es dann heim geht, wird er ziemlich eilig. Auch sind seine
Nerven alleine nicht so gut und schon Fahrräder, die er ja zur Genüge kennen
müsste, werden dann Auslöser um sich zu verspannen. Ich versuchte das zu
ignorieren und wir trabten und galoppierten gemütlich über die Wiesenwege. Vermutlich ist das einfach Übungssache.


Heute waren wir dann morgens mit Luke und Nick ausreiten. Die
drei Jungs passen einfach gut zusammen. Sie sehen nicht nur ähnlich aus (wie die
3 Musketiere kommen sie daher), sondern sind auch vom Tempo ähnlich. Vor allem die
beiden Fribis, könnten vermutlich wirklich gut zusammen vor der Kutsche laufen.
Vielleicht probieren wir das doch mal.
Am Abend wollten Anja und ich eigentlich die Abendsonne für
ein paar Stoppelfeld-Fotos nutzen. Da aber bis wir im Stall waren, die Sonne nicht
mehr raus kam, blieb Rainer aber zu Hause und wir ritten zu dritt (Flip, Gayana
und Püppi) Richtung Wald.

Den Wald findet Püppi wohl gruselig und so freute sich
Daggi, dass sie den Waldritt mit Bodyguard üben konnte. Als ich gerade dachte „entspannt
geht aber anders“ sagte sie tatsächlich, dass sie noch nie so entspannt draußen
waren.
Oha, da bin ich doch anderes gewöhnt und froh wie zuverlässig und ruhig
Flip ist.

Auf dem Heimweg hat er sich aber dann doch auch erschreckt. Die vermeintlichen Kühe am Lehrbauernhof sind Jungbullen und als sie uns herlaufen sahen, schauten sie erst nur, dann galoppierten sie aber ein paar Meter auf uns zu. Das fand Flip auch nicht so lustig und machte einen Satz, Gayana bevorzugte die Flucht auf ein Feld und Püppi war schon vorbei und hat es zum Glück gar nicht gleich verstanden was los war.

Flip schaute sich die beiden Bullen dann an und entschied, dass sie doch nicht sooo gefährlich sind und als er bei ihnen Gras fressen durfte, waren sie total uninteressant.

Gras ist ja eh am wichtigsten, daher durfte er dann auch noch etwas Grasen als wir heim kamen.
Immerhin hat er mich heute 2x 1,5 Stunden brav durchs Gelände getragen.