
In
den letzten 4 Wochen hat sich einiges getan, das leider auch mit Krankheit zu
tun hat. Erstmal bin ich ca eine Woche ausgefallen da ich mir einen Nerv am
Rücken eingeklemmt habe. Wie ich das geschafft habe, weiß ich nicht aber 2 Tage
war ich quasi komplett außer Betrieb.

Zum Glück hat mich mein Physiotherapeut
und meine Hausärztin wieder ganz gut hinbekommen und nun muss ich einfach daran
denken, fleißig Dehnungsübungen zu machen. Damit Flip trotzdem bewegt ist,
haben meine Reitbeteiligungen und Marie Flip übernommen. Da Nick zurzeit auch
nicht gut zu Fuß ist und wegen seiner Sehne nur ausgeritten werden darf, haben
sie Flip als Begleitung mitgenommen. Schön zu wissen, dass sie sich auch immer
freuen, wenn sie ihn versorgen können.

Im Stall
fehlen zurzeit 2 Pferde, weil sie nach Kirchheim in die Pferdeklinik mussten.
Bei Carry müssen Knochenchips entfernt werden, so dass 2 OPs nötig sind und
unser Neuzugang, Fandango hat plötzlich eine starke Kolik bekommen und musste
zur OP auch in die Klinik. Leider ist er wohl noch nicht über den Berg und wir
drücken alle die Daumen, dass er es schafft. Das führt einen wieder vor Augen
wie schnell es gehen kann, dass man sein Pferd verliert. Floyd, der sich in
seinem neuen Stall verletzt hatte, war wohl auch 5 Wochen in der Klinik und es
stand auch für ihn sehr kritisch, ob er es packt. Jetzt ist er wieder daheim
und erholt sich.

Was
ist das nur gerade für eine Zeit?
Im
Raum steht auch wie es wohl mit Cheyenne weitergeht. Dem alten Herrn geht es
wohl zurzeit auch nicht gut und ich mag mir gar nicht vorstellen, dass auch er
uns womöglich bald über die Regenbogenbrücke verlassen muss. Er ist eines der
Pferde, das ich wirklich sehr sehr gerne mag auch wenn ich mit ihm wenig zu tun
habe.
Manchmal
haben Pferde ja so einen siebten Sinn. Ich frage mich, ob Flip auch weiß, dass
es Cheyenne zur Zeit nicht so gut geht. Neulich als wir in die Halle wollten,
zog er zu ihm, wollte schnuppern und dann nicht mehr weiter laufen.


Hoffentlich
erholt sich Cheyenne nochmal. Das ist eine Entscheidung die ich auch fürchte
und ich denke, man sollte es jedem Pferdebesitzer alleine überlassen wie und
wann es sich entscheidet, auch wenn es für Außenstehende vielleicht alles etwas
klarer aussieht.


Auch
Flip ist nicht ganz fit. Neulich hatte er eine walnussgroße Verhärtung am
Unterkiefer und die Backe war etwas geschwollen. Ich habe den Tierarzt
daraufhin angerufen, der meinte, dass der Lymphknoten angeschwollen wäre und
Blut genommen hat. Seine Blutwerte waren aber ganz gut also haben wir Flip erst
einmal nur beobachtet: Die Stelle sieht jetzt auch besser aus, dafür fing nun
sein rechtes Auge an zu tränen und Carina meinte, er hätte eine leichte
Bindehautentzündung. Das heißt er bekommt jetzt paar Mal am Tag Augensalbe. Ich
hoffe, damit ist es dann getan und auch er ist schnell wieder putzmunter.


Er
sollte nämlich auch fit sein, denn dadurch, dass die beide Pferde aus der
Klinik dieses Jahr wohl nicht mehr in die Herde können, ist kurzfristig am
Anfang der Woche Hypnos eingezogen und gestern haben wir zu fünft das neueste
Pferd, Chris, in der Nähe des Hundeplatz ist in Ditzingen abgeholt. Bei ihm war
gar nicht klar, ob er dieses Jahr noch kommen kann oder erst im März. Jetzt
ging alles hopplahopp und beide Pferde werden eingewöhnt. Auch das wird für
Flip sicherlich wieder etwas stressig.


Er
ist ja auch nicht mehr der Jüngste und wie ich gehört habe, scheint sich die
Ordnung in der Herde durch die vielen Wechsel zu verändern. Auch der kleine
Chex, scheint an Flips Stuhl zu sägen. Erstaunlich denn bei Ausritten versteckt
er sich gerne hinter ihm und sucht Schutz. Wir haben aber die Hoffnung, dass
wenn wir viel zusammen ausreiten gehen, die zwei zu einem richtig guten Team
werden und vielleicht gemeinsam die Herde leiten können.

Irgendwann muss sich Flip
wohl an den Gedanken gewöhnen, dass er den Chefposten an einen Jüngeren abgeben
sollte. Vielleicht beruhigt sich dann auch sein Darm etwas und er kann alles
entspannter angehen. Klar, andererseits fände ich das schon schade, denn ich
denke Flip ist ein wirklich guter Chef.
Wir
werden sehen wie es kommt, ändern können wir es ja doch nicht.
Bitte alle die Daumen drücken, dass es den Pferden weiterhin gut geht
bzw. die Kranken wieder schnell auf die Füße kommen.