Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Mittwoch, 11. September 2024

Ist jetzt so plötzlich Herbst?

Gefühlt ist es von einem auf den anderen Tag plötzlich Herbst geworden.

Es hatte sich schon neulich bei meiner Abendrunde mit Flip angekündigt, dass die Tage kürzer werden als die Sonne unerwartet früh unterging.

Letzte Woche war es allerdings noch richtig heiß und wir hatten über 30 Grad. Flip genoss da noch die Abkühlung unter der alten Gartenbrause von Oma Wally, die ich noch im Gartenhaus gefunden und in den Stall mitgenommen habe.

(Ich konnte nicht glauben, dass sich dort echt jeder seine eigene Brause besorgt. Wo gibt´s denn sowas? Also habe ich Schlauch, Brause und Spitzdüse für die Allgemeinheit installiert und bin gespannt wie lange das hält)  

Mir macht der kommende Herbst und Winter Muffensausen, denn der letzte Herbst und Winter hat mich belastet und ist mir in keiner guten Erinnerung. Immer musste ich die Uhr und Wetter-App im Auge behalten und überlegen wie, wann und wo ich Flip am besten bewege. Das zerrt an den Nerven und wenn dann noch Regen, Schnee und Glatteis angesagt ist, stresst mich das ziemlich… um nicht zu sagen extrem mehr, als ich dachte.

Auch, dass Flip im Herbst und Winter lange nicht so gelassen ist wie im Sommer trägt nicht gerade zu meiner Begeisterung bei. Vorboten diese Launen haben wir jetzt schon. Dieses Bild hat mir z.B. Alicia vorgestern von ihrem Spaziergang geschickt, bei dem Flip meinte, er müsste sich wegen Traktoren aufregen. Wegen Traktoren! Ehrlich jetzt? Das kann doch echt nicht sein!

Er ist aber gerade vielleicht nicht nur wegen der kühleren Temperaturen besser drauf, sondern auch weil er seit ca. einer Woche einmal am Tag eine Tablette gegen Schmerzen und Entzündungen bekommt. Er war nämlich nicht nur wegen der Hitze schlapp, sondern lief leider auch nicht ganz klar. Komischerweise trat er vorne rechts kürzer, wo er doch eigentlich vorne links das Problem hat.

Nach einer Woche sollen wir die Tabletten wieder absetzen und mal schauen wie sich sein Gangbild dann verändert. Ich hoffe, er läuft dann weiter klar und beginnt nicht wieder zu lahmen.

Auch wenn ich mit dem Gras auf unsere Koppel eigentlich gut der haushaltet habe und Flip täglich nur ein Stück frisches Gras freigegeben habe, hat er nun doch so ziemlich alles ordentlichst abgegrast.

Ich habe daher Maier gefragt, ob Flip ihm beim Mähen der Baumwiese, die sich hinten beim Auslauf befindet, behilflich sein darf und er hat tatsächlich zugesagt. Sehr cool!

Da ich die Wiese auch einzäunen durfte, habe ich mir bei Ebay Kleinanzeigen noch Zaunpfosten geholt. Da es kurze und lange Pfosten waren, habe ich die Abtrennung in der Mitte der „normalen Koppel“ durch die kürzeren Pfosten ersetzt und mit Katrin zusammen die komplette Wiese eingezäunt. Sie hatte auch noch Pfosten, viel Litze und ein übriges Zaungerät, also legten wir abends bis es dunkel wurde los.

Wir haben ausgemacht einen Bereich für Flip und einen für die Isländer abzustecken, da die Wiese sehr groß ist und viel Gras drauf steht.

Der Plan war, dass Alvar und Skjoni tagsüber auf den rechten, größeren Bereich dürfen und dann Flip vormittags links grasen könnte oder Flip die komplette Koppel nutzen kann, wenn die Isländer im Stall sind. So groß wie die Wiese ist, wäre für alle ausreichend Platz, allerdings wollten wir sie lieber nicht zusammen auf eine Koppel rauslassen. 

Herr Maier ist gerade eine Woche im Urlaub und das Rausstellen der Pferde wird von Einstellern in einer Gruppe in Eigenregie organisiert. Wie man auf dem Foto, das mir Katrin geschickt hat, sieht, wäre Flip immer bereit und wartete brav abgeholt zu werden.

Ihn den ganzen Vormittag auf das viele Gras zu lassen, war mir dann aber doch zu lang, so dass Flip die neue Koppel abends nutzen durfte, was er super fand.

Leider waren das aber nur ein paar Abende, denn seit ein paar Tagen schüttelt es nun so, dass er nicht mal auf den Auslauf ging. An Koppelgang gar nicht zu denken, denn wir wollen ja die Wiese nicht kaputt machen.

Schade, dass wir nicht schon früher gefragt haben und die Jungs die Sommerabende nutzen konnten. Hoffentlich hört der Regen nochmals auf und der Herbst gibt uns noch trockene Phasen, die Koppelgang erlauben!


Mittwoch, 28. August 2024

Bodenarbeitskurs

Nachdem mir Margit neulich den Tipp gegeben hat für Bodenarbeitstraining mal Judith Mauss zu googeln und nach einem Kurs zu schauen, habe ich tatsächlich für letzten Sonntag einen Kurs in der Nähe gefunden.

Da ich darin nicht so geübt bin mit Flip durch die Gegend zu fahren, habe ich Marie gefragt, ob sie uns (mit oder ohne Nick) begleiten würde. Da sie zugesagt hat und sogar anbot uns zu fahren, habe ich uns also mutig angemeldet.

Wir waren anfangs etwas verunsichert, denn keiner (auch nicht die Veranstalter) wussten wie das Kurs ablaufen würde oder was wir lernen werden. Die Videos, die ich im Netz gefunden habe, fand ich aber gut und so ließen wir uns überraschen.

Es hat sich in der E-Mail 2 Tage vor Kursbeginn so angehört, als wäre jeder nur 1x mit Pferd dran, daher hatte ich kurz überlegt, ob ich Flip dann überhaupt den ganzen Tag mitnehmen möchte.

Uns wurde dann aber netter Weise zugesagt, dass wir auch in der erster Gruppe mitmachen könnten, damit wir ihn (notfalls in der Mittagspause) nach Hause fahren könnten, falls er unruhig werden würde und nicht guttut.

Wir haben also alles, was wir so an Bodenarbeitsequipment haben (Kappzaum, Knotenhalfter, Trense, Stricke, Stick, Gerte…) in den Hänger geladen und sind Sonntagmorgen ins HPZ Hippo- und Physiotherapiezentrum Scharnhausen am Schlösschen in Ostfildern gefahren. 

Flip ist gut eingestiegen, ruhig gefahren, entspannt ausgestiegen und wir wurden sehr herzlich begrüßt.

Flip hat dann vor Ort ein großes Paddock auf dem Hof bezogen, von dem aus er alles gut überblicken konnte, und auch andere Pferde gesehen hat. Nachdem wir uns vergewissert haben, dass es für ihn dort in Ordnung ist, haben wir uns also zur Theoriestunde begeben.

Immer wieder habe ich in der Ferne aus der Richtung von Flips Paddock Ketten klappern hören, ansonsten schien es aber alles ruhig zu sein. Da das Paddock mit einer Kette verschlossen war, habe ich hin und wieder vergeblich versucht zu gucken, ob ich ihn sehe, aber außer mir schien keiner das Geräusch beunruhigend zu finden.

Nach der Theorie haben wir dann gesehen, was ich gehört habe. Derjenige, der die Boxen mistet, hat alle paar Minuten die Kette, mit der Flips Paddock verschlossen war, geöffnet, ist mit der Mistkarre reingefahren und hat dort über die Rampe den Mist in einen Anhänger abgeladen. Die beiden kamen gut miteinander klar und Flip hat sich wahrscheinlich gefreut, dass in der Schubkarre immer wieder quasi eine Pferdezeitung in Form von Mist vorbeikam.

Während Flip auf seinem Paddock noch gefrühstückt hat, haben wir bei der ersten Praxis-Gruppe mit Pferd zugeschaut und ich war schon positiv gestimmt, denn die Trainerin war unheimlich nett und hat Parelli-Übungen gemacht, die wir so auch schon kannten. Ich war also optimistisch, dass er ihre Hilfen verstehen würde und wir klarkommen würden.

Als ich dann mit ihm in der zweiten Gruppe gestartet bin, sind wir allerdings als erstes den unbekannten, neuen Platz abgelaufen damit sich Flip alles anschauen und beschnuppern konnte.

Da musste Flip aber ganz schön gucken und prusten, denn oberhalb des Platzes sind nach und nach 3 Schafe aufgetaucht, die sich noch dazu erdreistet haben „Määääähhhh!“ zu machen.

Das fand er ganz schön gruselig, denn sie waren immerhin auf Augenhöhe und wirkten somit viel größer. Ich habe ihn die Schafe in Ruhe anschauen lassen und ihn derweil bewundert, wie toll er aussieht, wenn er so aufmerksam da steht. Recht schnell merkte er, dass keine Gefahr besteht und wir konnten mit der ersten Praxisrunde starten.

Wie gesagt, kannte Flip die meisten Übungen schon, hat gut mitgemacht und auch Neues schnell verstanden. 

Nach der dritten Gruppe gab es dann superleckeres, vegetarisches Essen und wir haben in netter Gesellschaft Pause gemacht. 

Die anderen Teilnehmer waren alle von dort, arbeiten auf der Anlage als Physiotherapeuten, Therapeuten … oder waren Patienten, die ein Pferd dort betreuen. Alle waren total nett und es herrschte eine entspannte Stimmung im traumhaften Ambiente am Schlösschen.

Flip durfte derweil unten auf einem großen Auslauf die Mittagspause verbringen, grasen und in der Gegend herumschauen, was ihm offensichtlich gut gefallen hat. 

Am Nachmittag hatten alle dann eine zweite Praxiseinheit. Dieses Mal hat Marie mit Flip mitgemacht und es war interessant zuzuschauen, denn aus der Ferne kann man manches fast besser erkennen. Auch bei den beiden hat es klasse geklappt. Wir hatten also einen rundum tollen Tag.

Die Leute dort waren unheimlich nett, die Trainerin klasse und auf Flip bin ich echt stolz, denn er hat alles entspannt und gut mitgemacht.

Da es so Spaß gemacht hat, werde ich also die Augen und Ohren offenhalten, wann die Trainerin mal wieder in der Gegend einen Kurs gibt und schauen, dass wir wieder teilnehmen. 

Flip durfte vor der Abfahrt nochmal auf den Auslauf und hat mit den anderen Pferden, die mittlerweile daneben auf den Koppeln waren (Koppel hätte Flip auch gut gefallen) Kontakte am Zaun geknüpft. 

Währenddessen hat Marie unser Gespann durch den engen Hof manövriert und auf dem Reitplatz gewendet um uns wieder in Fahrtrichtung Heimat zubringen.

Würde es die Möglichkeit gegeben Flip dort im HPZ einzustellen und ein paar Tage die Woche versorgt zu bekommen, wäre das auf jeden Fall eine Option, die mir sehr zusagen würde. So eine entspannte Atmosphäre und ein Wohlfühlort findet man nicht so oft. Ich habe großen Respekt vor dieser Einrichtung, in der normalerweise Therapierreiten, Physiotherapie, Parasport … stattfindet. Die anderen 4-beinigen Kursteilnehmer, vom kleinen Mini-Shetty bis zum großen Warmblut, waren nämlich alles berufstätige Therapiepferde.

Toll, dass es solche Einrichtungen gibt und schön zu sehen, wie dort alle mit ganz viel Herzblut engagiert sind!

Sonntag, 18. August 2024

Flips Zähne

Seit wir umgezogen sind, beobachte ich immer wieder, dass Flip Heuknäule macht und ausspuckt. Nachdem mein normaler Pferdezahnarzt im November die Zähne etwas abgeschliffen hat und es sich aber nicht wirklich änderte, meinte er, Flip hätte bestimmt Magenprobleme. Ich hätte ja erzählt, dass er im letzten Jahr viel mitgemacht hat und innerhalb kurzer Zeit mehrfach umgezogen ist. Das würde Pferden Stress machen und auf den Magen schlagen, was sich wie Zahnprobleme äußern könnte. Er hat zu einer Gastroskopie in der Klink geraten, was ich Flip aber nicht zumuten wollte, solange mich diese Vermutung nicht überzeugt. 

Auch die Kollegin von Dr. B. hatte nichts sehen/feststellen können. Ich habe Flip daher erstmal weiter beobachtet, denn das mit dem Magen, konnte ich nicht glauben und auch Dr. B. riet es zu beobachten und notfalls den Kopf erst mal im Stall zu röntgen.

Also habe ich beobachtet. An manchen Tagen ist es besser, an manchen aber schlechter und ich habe das Gefühl, er spuckt hauptsächlich struppiges, langes Heu wieder aus. Wenn Dornen … drin sind, macht das Fressen sicher aber auch weniger Spaß.

Da mir dann neulich berichtet wurde, dass eine gute Zahnärztin zu einem Sammeltermin auf den Hof kommt, habe ich Flip gleich angemeldet. Am letzten Samstag war es dann endlich soweit. Mir war vor dem Termin etwas mulmig, denn Dr. S. hatten gesagt „er wolle nicht auf gut Glück einen Zahn ziehen“ und ich war gespannt wie die Zahnärztin drauf ist.

Sie ist eine ältere Dame die, wenn ich es richtig verstanden habe, eigentlich nicht mehr voll praktiziert. Sie hat einen sehr netten Eindruck gemacht, was wohl auch Flip so empfunden hat.

Er hat sich nämlich ohne jegliche Sicherheitsvorkehrung (Maulgatter/die Art Tauchsieder…) oder Sedierung die Zähne anschauen lassen und sie konnte testen, ob was wackelt… und das einfach nur mit Reinlangen. Bei den Zähnen hört bei Flip der Spaß auf, aber er war superbrav. 

Damit ich auch mal Tasten kann, hat sie dann aber doch noch ein Maulgatter reingemacht. Wow, geht das im Maul weit nach hinten. Um den letzten Backenzahn zu fühlen, verschwindet ja der Arm bis zum Ellenbogen.

Also Grund für die Knäule ist wohl mit großer Wahrscheinlichkeit, dass die hinteren Backenzähne stark abgekaut sind und daher die Kaufläche sehr glatt ist. Ich konnte das auch fühlen und sie hat mir noch an Zähnen, die sie als Muster dabei hatte, erklärt wie die Zähne in verschiedenem Stadium und Alter aussehen.

Da die Zähne schon ziemlich stark beansprucht sind, was mich jetzt nicht wirklich wundert, kann er wohl das härtere Heu schlechter kauen. Es wäre allerdings jetzt noch nicht besorgniserregend. Wir sollen ihn beobachten und wenn es sich arg verschlechtert mehr Heucobs zufüttern.

Ich bin jetzt beruhigter nachdem es mir genauer erklärt wurde und ich nun weiß, dass es altersbedingte Probleme sind. Mir hatte nur bisher niemand die Beobachtung mit den glatten Zähnen gesagt.

Damit Flip immer ausreichend Heu hat, das er kauen kann, habe ich ja ohnehin schon immer geschaut, dass er eine große Portion bekommt. So kann er immer raussuchen welches Heu er kauen kann und sollte so hoffentlich noch lang gut ohne extra Zufüttern klarkommen. 

Nun bin ich beruhigt und froh, dass der Termin ohne Sedierung und widerspenstiges Pony stattfinden konnte und wir wissen was wohl sein Problem ist.

Sonntag, 4. August 2024

Wechselhafter Sommer

So jetzt kommt der 2. Anlauf hier eine Aktualisierung des Blogs zu schreiben.

Heute morgen habe ich ca. 1 Stunde einen langen Bericht geschrieben bzw. diktiert und wie schon beim letzten Mal, war er plötzlich verschwunden. Sooo nervig! Ich diktiere mir die Texte und schicke sie dann per E-Mail an den Rechner. Erneut ist es passiert, dass die E-Mail aber plötzlich abgebrochen hat und der ganze Text verschwunden war. Also nun noch einmal: 

Auch seit dem letzten Post ist wieder so einiges passiert.

Da Idefix ausgezogen ist, habe ich mir überlegt, ob ich seine Box in der oberen Stallgasse für Flip anmiete. Die Box hätte den Vorteil gehabt, dass der Auslauf und die Koppel direkt daran sind und ich mir so sicherlich eine halbe Stunde täglicher Zeit eingespart hätte, die ich sonst dafür benötige um Heu und Wasser auf unseren Auslauf zu bringen. 

Auch hätte er in diese Box mehr Sozialkontakte zu den benachbarten Isländern, also eigentlich eine ganz gute Option. Die Box an sich ist aber relativ klein, hat zwar einen Unterstand, aber ich hätte bei der Einrichtung wieder von vorne beginnen müssen. Das heißt wieder Gummimatten verlegen, putzen, wieder Hackschnitzel verteilen, Koppelzaun richten….

Dazu habe ich aber im Moment keinen Nerv und nicht die Zeit und unsere derzeitige Box hat natürlich auch viele Vorteile.

Sie ist riesig, Flip fühlt sich darin wohl, im Winter ist sie nicht zu kalt, im Sommer nicht so warm und ich finde es für mich angenehm Katrin als Nachbarin zu haben und zu wissen, dass wir gegenseitig nach den Pferden schauen.

Damit Flip in der jetzigen Box mehr Sozialkontakt haben kann, wurde am mittleren Teil des Paddockzauns die oberste und 3. Stange entfernt, so dass die Pferde miteinander Kontakt aufnehmen können. Komischerweise haben wir das aber bisher noch gar nicht beobachten können. Einmal hat Tjaldi wohl den Kopf rübergestreckt (Katrin hat es schnell geknipst), aber das hat Flip nicht wirklich interessiert.

Nach Abwägen der Vor- und Nachteile der Boxen habe ich mich also dazu entschlossen die Box nicht zu wechseln. Einen Tag später habe ich eine WhatsApp von Madlin bekommen, die gefragt hat, ob bei uns zufällig noch eine Box frei wäre, da sie einen neuen Platz für Kirono sucht. Für sie war die obere Box absolut ideal und so ist er Ende Juli eingezogen.

Die Jungs haben sich nett begrüßt und vielleicht können wir mit ihm zukünftig auch zusammen spazieren gehen oder die Pferde mal gemeinsam auf die Koppel lassen. Flip und Kirono kennen sich ja vom letzten Sommer, als sie zusammen auf der Koppel waren. So hat die Entscheidung in der Box zu bleiben noch jemandem geholfen und vielleicht auch für uns noch ein Vorteil.

Weiterhin habe ich mich nach Pflegebeteiligungen umgeschaut, was auch im Sommer schwierig ist. Alicia hat Flip nun ein paar Mal versorgt und hätte Interesse weiter nach ihm zu schauen, allerdings hat sie ab September einen Studienplatz in Rottenburg und wird daher seltener da sein.

Auch Marie beginnt ihr duales Studium im September, hat mir aber zugesagt mich weiter 1x pro Woche zu unterstützen. Aufgrund einer Verletzung ist sie allerdings die letzten Wochen ausgefallen. Jetzt ist sie aber wieder fit und ich freue mich, dass sie dabei bleibt.

Ich bin froh, dass ich Nici, Marie und (dann halt zukünftig nur gelegentlich) Alicia zur Unterstützung habe, denn die anderen Interessenten haben nicht zu uns gepasst.

Als ich neulich meinen Geburtstag nachgefeiert habe (wir haben in großer Runde eine schöne Planwagenfahrt in Gündelbach gemacht und hatten einen richtig schönen Nachmittag) haben wir uns auch über Muskelaufbau bei älteren Pferden unterhalten.

Mit Mona hatte ich neulich mal wieder trainiert, aber sie ist jetzt weiter weg gezogen und mir auf Dauer mit 70 € die Stunde eigentlich auch zu teuer. 
 

Am Freitag kam dann Margit vorbei und hat Marie und mir gezeigt wie wir Flip mit Handarbeit und Langzügel sinnvoll bewegen können. Das hat richtig Spaß gemacht und auch gut geklappt.


Wir werden also zukünftig schauen, dass wir das in sein Bewegungsprogramm zusätzlich zum Reiten und den Spaziergängen einbauen.

Abwechslung tut ja immer gut und ich nutze diese gerne um Flip auch für den Kopf Abwechslung zu bieten. So zum Beispiel auch neulich wieder beim Pferdespielplatz. Da macht er alles super brav mit, erschrickt sich nicht… aber durchs Wasser gehen, da hört die Kooperationsbereitschaft auf.  


Spazieren gehen wir weiterhin gerne abends nach dem Büro mit Smart.

Neulich kam auch Jako mit den Hunden zu einem Spaziergang vorbei und letzte Woche sind Nick mit Marie, Nicole und Lisa kurzfristig zu einem Abendspaziergang zu uns rübergefahren.

Das gefällt Flip richtig gut und tut wahrscheinlich auch Nick gut. Der Dritte aus der damaligen“ Musketier-Gruppe“, Luke, ist nämlich leider letzte Woche über die Regenbogenbrücke gegangen und so hat Nick auch ihn nicht mehr bei sich.

Ich kann das noch gar nicht richtig fassen, denn Luke war gerade mal 13 Jahre alt d.h. 10 Jahre jünger als Flip. Das macht mich traurig, aber ich verstehe, dass man ein Pferd gehen lassen muss, wenn sein gesundheitlicher Zustand für ihn nicht mehr tragbar ist. Mach´s gut lieber Luke. 

Ich hoffe ja, dass ich Flip weiterhin auf diesem gesundheitlichen Zustand halten kann bzw. ihn noch verbessern kann. Im Moment steht er ganz gut da und wenn er mal ein paar Schritte schlechter läuft, ist das für sein Alter okay. 
Ich muss nur auch aufpassen, dass er sein Gewicht hält und nicht zunimmt und somit zu viel Gewicht auf die Beine bekommt. 
Um das im Auge zu behalten sind wir neulich mit 3 der Isis zur BayWa nach Heimerdingen gelaufen und haben die Jungs auf die Waage gestellt.

Die Waage ist nicht so genau wie die "Mobile Pferdewaage" und zeigt das Gewicht nur in 10kg-Etappen, aber mit den ca,. 650-660 kg ist es okay.


        

Kopfzerbrechen machen mir weiterhin seine Zahnschmerzen, die er immer wieder zu haben scheint. Nicht nur, dass er weiterhin immer wieder Heu ausspuckt, ist es klar zu sehen, wenn er ein härteres Leckerli fressen möchte. Irgendwas stimmt da nicht.

Da unser Zahnarzt aber nicht weiter kam und auf Magenprobleme tippte, was ich nicht glaube, habe ich mich bei einem Sammeltermin angeschlossen, bei dem nächste Woche eine wohl gute Zahnärztin vorbeikommt. Ich hoffe, sie findet etwas, das sich gut und einfach behandeln lässt und, mit dem Flips Zahnschmerzen schnell der Vergangenheit angehören. 

Dass er nicht so richtig gut Heu frisst, liegt allerdings wahrscheinlich schon auch an der Qualität des Heus. Mit jedem Ballen hat man eine Überraschung was einen erwartet. Um die leckersten Halme zu finden, wirft Flip das Heu aus der Heubox und breitet es auf dem Boxenboden aus. 

Da er zur Zeit von den vielen Fliegen total entnervt ist, wirbelt er dann  noch Stroh an den Bauch in der Hoffnung die Fliegen zu vertreiben. Wie seine Box dann aussieht könnt ihr euch ja vorstellen. Von den Gummimatten ist dann nicht mehr viel zu sehen.

Zum Glück hat er in mir aber einen fleißigen Roomservice, denn ich möchte ja auch nicht, dass wir irgendwann Ärger bekommen weil wir zu viel Heu und Stroh verwenden. Er soll es aber ja auch schön haben und in der Nacht bequem liegen.

Sowieso, bemühe ich mich, dass es ihm gut geht um ihm an nichts fehlt. Und wenn ich dazu regelmäßig bei Carina und Petra auch noch im Auto Heu abhole, mach ich das. Seit seinem Umzug hat sich seine Betreuung deutlich verändert und brachte viel Zeit und Mühe mit sich. 

Gegen die Fliegen hat er nun auch eine Ganzkörper-Zebra-Decke bekommen, denn die wirkt nachweislich besser gegen Fliegen als einfarbige Decken oder Spray. Bisher hatten wir nicht mal Fliegenmittel und jetzt sind wir mit Zebradecke, Maske und Fliegenspray ausgestattet.

Wir haben diesen Sommer echt komisches Wetter mit viel Regen, was natürlich zu noch mehr Insekten führt.

Manchmal ist es wahnsinnig heiß, dann regnet es viel und kürzlich hat es sogar richtig heftig gehagelt. Da sind die Hagelkörner durch die Lücke im Flattervorhang wie Geschosse ca. 6 Meter bis in den Strohbereich der Box geflogen. Sowas habe ich noch nie gesehen. 



Als der Hagel vorüber war, hatten wir an den Autos Hagelschäden und an der Miste stand das Wasser wie ein See bis zum Paddock.

Ob und wann Flip auf die Koppel kommt, kann ich selber entscheiden, das heißt man muss die Wetter-App immer im Auge behalten und sich am Vortag entscheiden, ob man für den nächsten Vormittag die Koppel öffnet oder nicht. Ich habe ihm auf der Koppel flexible Abtrennungen gesteckt, so dass sich auch das abgefressene oder gemähte Gras immer wieder erholen kann, Flip aber nicht zu viel Gras erwischt, wenn er den ganzen Vormittag draußen ist.

Mal gucken, wie lange ich es schaffe, dass er die Koppel nutzen kann und möglichst lange Gras hat. Diese Hobby-Landwirtschaft ist allerdings auch ganz schön anstrengend. Der neue Freischneider funktioniert zwar gut, aber es ist doch mühsamer und zeitaufwendiger als gedacht. 

 

Um mir Arbeit zu erleichtern, habe ich mir eine elektrische Schubkarre geleistet. Leider hat aber auch sie mit unserem groben Bauschuttweg nach hinten zum Auslauf Probleme. Sie scheppert unheimlich laut und die kleinere Lenkrolle hinten hat mit den großen Steinen Mühe. Schade, ich hatte mir das einfacher vorgestellt. Nun habe ich sie wieder in ebay kleinanzeigen gesetzt und falls ich niemanden finde, der daran Interesse hat, werde ich überlegen müssen wie ich sie umbaue, damit sie den Offroad-Parcours besser meistert. 

Es gibt also immer was zu tun.