Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Samstag, 22. Februar 2025

Wir trainieren und wippen fleißig


Nachdem ich neulich ein paar Tage wegen meines Geburtstags und zum Holen und Anmelden meines neuen Autos frei hatte, habe ich mich mal mit Andrea im Stall getroffen. Normalerweise sehe ich sie ja nicht, denn sie versorgt Flip dienstags und donnerstags morgens. 



Dass sie an den beiden Tage nach Flip schaut, ist echt gut, denn dann ist Flip schon bewegt/betreut und es reicht, wenn ich abends noch mit den Heucobs zum Roomservice und einem kleinen Spaziergang oder eine Runde Wippen vorbeischaue. Etwas bewegen tue ich ihn aber meist, denn sonst ist es doch eine lange Zeit, bis er das nächste Mal wieder aus der Box raus kommt.

Nici kommt mittwochs nachmittags zu Flip, allerdings weiß ich nicht wie lange noch, denn sie erwartet ihr zweites Kind und ich hoffe, sie ist noch lange dabei und dann auch schnell wieder mit an Bord.

Da das Wetter zurzeit total wechselhaft ist, mal regnet es, dann schneit es etwas und gestern hatten wir plötzlich 18°C, muss man mit dem Programm doch recht flexibel sein. Zum Glück haben wir die Halle. 

Das nimmt viel Stress.

Neulich war es plötzlich so kalt, dass ich Flip sogar 2 Nächste eine Decke angezogen habe, und das will was heißen.

Bei einem Spaziergang ist mir aufgefallen, dass der Regen der Vortage an einer Scheune beim Überlaufen der Regenrinne, gefroren ist und diese tollen Eis-Skulpturen geschaffen hat. Sind die nicht schön? Flip fand das Gras natürlich viel spannender und hofft auf einen baldigen Start der Koppelsaison.





Das dauert aber noch, denn als ich mich, wie oben erwähnt, mit Andrea getroffen habe, hat es das erste Mal diesen Winter wenigstens kurz nennenswert geschneit. Sie hat das gleich genutzt um ihre Kamera mitzunehmen und ein paar Schneeflockenbilder von Flip zu machen. Sehr schön! 



Danach haben wir etwas Hausaufgaben von Lisas Bodenarbeitsstunde gemacht und im Anschluss durfte sich Flip wälzen bevor wir die kleine und die große Wippe in allen Variationen mit ihm getestet haben. 



Jako würde zu Flip sagen, er wäre ein Quatschkopf ;-), denn er ist echt für jeden Blödsinn zu haben.

Er hatte so einen Spaß, dass wir auf der großen Wippe sogar auch zu dritt gewippt sind. Er in der Mitte und Andrea und ich jeweils auf der Außenseite. Leider war niemand da um das zu fotografieren oder zu filmen und auf dem Bild, das ich gemacht habe, kann man es nur erahnen.

Von Lisa habe ich auch noch 2 Balance-Pads geschenkt bekommen, die wir in unsere Gymnastik mit einbauen. Je nach Konzentration von Flip, hat er mittlerweile ein so gutes Körpergefühl, dass er auch mit den Hinterbeinen darauf steht und sogar vorne mit Pads auf der kleinen Wippe wippen kann.

Er hat das Wippen mittlerweile super drauf, erwartet allerdings dann aber auch zur Belohnung kleine Leckerlis. Das ist zwar manchmal etwas nervig wie er die einfordert, aber ich arbeite ja auch lieber mit Bezahlung.

 




Am Montag haben wir dann auch zu dritt mit Lisa trainiert, damit Andrea die neuen Impulse, die wir Flip geben sollen, auch gleich üben kann.

Mittlerweile traben wir in der Stunde auch relativ viel und achten dabei darauf, dass Flip sein Gewicht möglichst gleichmäßig verteilt. Die Muskulatur die hinter dem Schulterblatt ist, soll sich bestenfalls an die richtigen Stellen verteilen und so laufen wir weiterhin auch viel auf seiner Schulterhöhe und versuchen mit der Hand Impulse zu geben und auch auf verspannte Punkte leichten Druck auszuüben. Gar nicht so einfach wie es aussieht.

Um Fortschritte zu sehen macht Lisa wir immer wieder Videos, aus denen hier ein paar Standbilder zu sehen sind.




Wie jeder weiß, bin ich nicht sehr geduldig und hoffe, dass wir bald auch mit der klassischen Handarbeit starten können oder neue Übungen lernen, mit denen wir die Muskulatur an der Brust und Schulter, die quasi weg ist, und die Rückenmuskulatur, die immer weniger wird, schnell wieder
aufbauen können.

Es wäre toll, wenn ich im Sommer doch ab und an mal ein Stück ausreiten gehen könnte, aber so weit sind wir noch lange nicht.

Vielleicht klappt es ja, dass Flip im Frühling als Handpferd mit Marie und Nick mit raus kann, denn ich denke da hätte er richtig Spaß dran. Mit Nick schnuffelt er mit Vorliebe, allerdings quietscht Nick dann immer laut auf, wenn ihn Flip vorsichtig zwickt. Was auch immer das bedeutet.

Bis es soweit ist, dass er mit den Kumpels eine größere Runde (mit Trab) raus könnte, trainieren wir noch fleißig und gehen spazieren. 


Flip scheint sich jedenfalls ganz wohl zu fühlen und neulich ist er in der Halle auch wieder mit Spaß (allerdings auch wenig Kondition) in der Halle frei gelaufen. Schön, dass ich ihm dazu nun auch wieder die Möglichkeit geben kann. 
Anbei ein paar (unscharfe) Standbilder aus einem kurzen Video:








Nächsten Monat wird mein Schatz 24 Jahre alt und ich hoffe, wir haben noch ganz viel gemeinsame Zeit vor uns!

Sonntag, 2. Februar 2025

Und schon ist wieder ein Monat rum.

Große Neuigkeiten gibt es nicht, aber das ist doch schon mal besser, als schlechte Neuigkeiten.

Weiterhin schaue ich, dass Flip wieder etwas beweglicher wird,  mache mit ihm Krankengymnastik (Wippen, Dehnungsübungen, Vorwärts-abwärts dehnen…),  massiere ihn mit den Händen oder Novafon.... und tue alles, dass es ihm gut geht.

Kürzlich hatte ich auch den Osteopathen, Herrn Rehm da, der sich Flip angeschaut hat. Er war mit ihm ganz zufrieden und fand ihn keineswegs wahnsinnig verspannt. Das bedeutet, unser Training mit Lisa innerhalb kurzer Zeit Fortschritte zeigt.

Wir sind sogar schon soweit, dass wir ihn bei den letzten Malen im Trab über Stangen longieren konnten. 

Klar, muss er sich an den meisten Tagen etwas einlaufen und er ist auch ziemlich steif, aber ich glaube, es wird wieder besser.

Durch das Stehen auf der weichen Turnmatte während er geputzt wird, soll die Tiefenmuskulatur angeregt werden und durch das Wippen bekommt er ein besseres Gleichgewichtsgefühl und merkt hoffentlich auch, dass er das linke Vorderbein wieder mehr belasten kann. Er scheint aufgrund vom Schmerzgedächtnis dieses Bein zu entlasten, denn eigentlich dürfte er von der Schulter her dort keine Schmerzen mehr haben. Wenn er schlechter zu Fuß ist, tritt er weiterhin vorne rechts kürzer, weil er das rechte Bein überlastet. 
Um beide Vorderbeine gleichmäßig zu belasten und spielerisch zu zeigen, dass dies ohne weiteres möglich ist, wippen wir mehrfach die Woche auf der kleinen Wippe.

(Um die große Wippe nutzen zu können, muss man leider zu zweit sein, denn alleine lässt sie sich nicht aufbauen und später wieder aufräumen, daher kommt die seltener in Benutzung). 
Mit den Vorderbeinen wippt Flip schon richtig gut und für ein Leckerli ist er unheimlich fleißig. Wie man auf dem Foto sieht, bietet er dann auch mal an, die Füße auch anders darauf zu stellen, um so nicht nur seitlich, sondern auch vor uns zurück zu wippen. 

Eine größere Herausforderung ist es für ihn allerdings die Hinterfüße darauf zu platzieren und dann zu wippen. Dazu braucht es doch sehr viel Konzentration, aber auch das wird.
Zur Unterstützung habe ich nun Traumeel und Zeel bestellt und für den Bauch (er hat ziemlich oft stark Kotwasser) Heilerde. Mal gucken, ob das ihm hilft.

Bei den Spaziergängen können wir zurzeit meistens nur die selben Wege laufen, da die Wiesenwege zu nass sind.  Das ist etwas öde und weg vom Stall ist er nur schwer zu motivieren.
Heute sind wir allerdings etwas früher gestartet, als die Wege noch leicht gefroren waren, und sind bis zum Talhof nach Korntal gelaufen, wo Margot etwas abholen musste.

Früher sind wir die Strecke und kreuz und quer im Seewald oft geritten, aber zu Fuß muss ich sagen, zieht es sich schon ziemlich. 
Nach 2 Stunden 20 Minuten sind wir dann alle ziemlich schlapp (und die Jungs hungrig) wieder zurückgekommen. Auch wenn nach dem Marsch müde waren, so war es trotzdem ein schöner Ausflug und mal wieder was anderes.
Hier sieht man die Jungs bei einer der kurzen Pausen, die sie zum Stärken genutzt haben. Tannenzweige beknabbern macht offenbar Spaß (und daher haben wir noch ein paar Zweigchen für nachmittgas mitgenommen)

Insgesamt muss man sagen, war der Umzug zurück nach Münchingen für uns nur gut. Mein Stress, ständig auf die Wetter-App und die Uhr zu schauen ist weg, da ich unabhängig von Wetter und Dunkelheit im Notfall immer in die Halle gehen kann.

Hier habe ich auch mehr Zeit mich nur um ihn zu kümmern, selbst wenn ich abends seine Box noch miste. Durch die geschickte Luke in der Rückwand der Box, kann ich die Pferdeäpfel direkt auf den Misthaufen werfen und bin innerhalb kürzester Zeit mit dem roomservice fertig. 
Was die WG von Flip und Top angeht, so werden die beiden sehr unterschiedlichen Jungs vermutlich nie allerbeste Freunde, aber sie kommen miteinander gut klar und haben eine funktionierende Zweckgemeinschaft gegründet. Sie sind zwar gleich alt, aber vom Charakter auf Grund der Rassen und Vorgeschichten total verschieden. 

Dadurch, dass Andrea dienstags und donnerstags am Vormittag nach Flip schaut und ich abends  noch bei ihm vorbeigehe, ist er an den Tagen meistens zweimal draußen und hin und wieder nimmt ihn auch Margot mit Top auf einen Spaziergang mit, wenn sie im Stall ist, solange ich noch im Büro bin. 
Eine Win-Win-Variante, denn Top geht alleine nicht so weit vom Hof weg ohne nervös zu werden und auch Flip mag Spaziergänge alleine auch nicht wirklich.

Margot läuft dann mit beiden Pferden meist alleine was gut klappt, denn dann passen sich die Jungs vom Tempo einander an, was sonst nicht so gut klappt, wenn ich mitlaufe.


Das ist natürlich schön und ich freue mich, wenn er so oft es geht Ansprache und zusätzliche Bewegung hat....und wenn es sich irgendwie ergibt, schaue ich natürlich auch weiterhin, dass er Sozialkontakte pflegen kann.