Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Dienstag, 23. Dezember 2025

Schöne Weihnachten allen Blog-Lesern!

Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, Plätzchen gebacken und Weihnachtsgeschenke alle eingepackt und werden morgen noch schnell verteilt. Wie passend ist da das tolle Geschenk, das ich heute quasi als Rückblick auf das Jahr bekommen habe.

Andrea hat mir, als wir uns zu einem gemeinsamen Spaziergang getroffen haben, einen schönen, großen Kalender für 2026 mit tollen Bildern von Flip übergeben. 

Was für schöne Erinnerungen an das vergangene Jahr! 

Ich hoffe, wir werden im kommenden Jahr noch viele Gelegenheiten haben weitere tolle Bilder zu machen und vielleicht haben wir ja den Winter auch noch Glück und können noch ein paar Schneebilder machen. 

Es ist zwar nun ein paar Grad kälter geworden, allerdings war es die Tage noch so schön sonnig und mild, dass Flip und Lasse noch mal kurzzeitig auf die Koppel durften.

Das fanden die beiden natürlich klasse, allerdings waren sie nicht so erfreut, dass sie schon nach 15-20 Minuten mit uns wieder in den Stall zurückkehren sollten. Wir waren uns aber nicht so ganz sicher wie viel von dem kalten Gras sie wirklich vertragen. 

Ich freue mich jedenfalls schon auf das Frühjahr, wenn die Koppel eröffnet wird, es wieder schön warm ist und wir den kommenden Sommer die eigene Koppel hoffentlich ausgiebig nutzen können. 

Flip verliert schon Winterfell das heißt er stellt sich schon langsam auf das Ende des Winters ein. Ich glaube allerdings, das ist etwas voreilig.



Mit frisch gerichteten Hufen stapft Flip jedenfalls mal fleißiger, mal gemütlicher durch das Leben und lässt es gerne etwas geruhsamer angehen.

Okay, er ist ein älterer Herr, zeigt allerdings montags in der Bodenarbeitsstunde mit Lisa oder auch wenn er sich warmgelaufen hat und frei in der Halle ist, dass er noch ordentlich Gas geben kann.

Bei Spaziergängen findet er allerdings, mindestens wenn wir alleine unterwegs sind, dass ein gemütlicher Schlenderschritt völlig ausreichen könnte. Es ist dann etwas mühsam ihm zu erklären, dass die Spaziergänge auch sein Sportprogramm darstellen. Ich bin daher froh, wenn wir Begleitung finden, denn dann ist Flip deutlich motivierter. 

Je mehr Pferde desto zügiger läuft er (Siehe auch beim Nikolausspaziergang).

Dienstag abends gehen wir als zweite Runde (Andrea ist ja dienstags und donnerstags vormittags schon mit ihm unterwegs) wie man auf dem Foto sehen kann, mit Leucht-Ausstattung, meistens mit Lasse noch eine Runde spazieren. Er hat vorher Reitstunde und zum Abtrocknen begleiten wir ihn, so wie nachher auch. 

Auch die Sonntagsspaziergänge mit Vanessa und Roy sind ein ziemlich fester Bestandteil in unserem Kalender geworden. Vanessa und ich freuen uns, wenn wir bei netten Gesprächen mit den Jungs eine große Runde drehen können, denn keiner von uns hätte Lust ganz alleine bis durch den Seewald zu marschieren. Zu viert macht das doch mehr Spaß. 

Alles in allem, hat sich alles ganz gut eingespielt, Flip steht Dank des Trainings mit Lisa und der Pflegebeteiligungen, die dafür sorgen, dass er oftmals zweimal am Tag rauskommt, ganz gut da und ich bin ganz happy wie sich alles eingespielt hat. 

Sonntag, 7. Dezember 2025

Im Dezember angekommen

Mittlerweile ist Anfang Dezember.

Flip hat sich schon ein ordentliches Winterfell zugelegt, aber die Temperaturen sind (zum Glück) noch nicht so arg winterlich. 

Bis Ende November konnten die Pferde sogar noch auf die Koppel gehen, was Flip hier in den Breiten noch nie konnte. 

Es waren noch ein paar schöne sonnige Tage und die beiden Jungs haben sich gefreut, dass sie die Koppel so lange nutzen konnten.

Da bei Nachbars seit diesem Jahr Winterkoppeln eingerichtet sind, tuen wir uns auch etwas schwerer den beiden klar zu machen, dass sie nicht raus können.

Ich freue mich, dass das mit Flip und Lasse, der Flip immer im Auge zu haben scheint um den Koppelgang nicht zu verpassen, und vor allem auch mit Simone so gut klappt. Oftmals hat sie die Pferde tagsüber, wenn ich im Büro war, rausgebracht und sich sogar beim Laubrechen betätigt.

Ich bin sowieso sehr froh, dass Simone nicht auch noch ausgezogen ist, als Nick und die Mädels gingen. Wir gehen nun häufig zusammen raus, sie nimmt Flip als Handpferd mit, oder wir überlegen wie wir den beiden auch draußen Abwechslung bieten können.







Kürzlich haben wir daher eine Baustellenbegehung gemacht und haben Lasse die kleine Wippe gezeigt, auf der Flip immer wieder seine Krankengymnastik macht. Natürlich hat der kleine Mann das auch gleich verstanden wie das funktioniert. Er konnte es ja auch beobachten, wie Flip das macht.


Ich denke, man sollte den Pferden zwar Beständigkeit bieten, aber trotzdem versuchen ihren Kopf wach zu halten, neue Gegenden erkunden und auch montags schauen wir, dass wir das Programm erweitern. 

Kürzlich haben wir bei der Handarbeit auch Galopp an der Hand gelernt. Das scheint Flip Spaß zu machen. Natürlich nur ein paar Sprünge, sonst würde ich nicht mithalten können. 

Auf dem einen Foto seht ihr, dass auch den Laufstallpferde Abwechslung in Form eines großen Kartons zum Beschäftigen angeboten wurde. Das fanden sie klasse, aber der Karton war ruckzuck platt.

Die letzten Tage haben sie auch immer mal wieder einen Großballen Stroh in den Liegebereich bekommen, an dem sie knabbern konnten. Das würde Flip auch gefallen.

Letzten Freitag hat Simone einen Mädelsausflug gemacht und prompt hat Lasse, der sonst nie krank ist, ein dickes, blutendes Auge und Blut aus den Nüstern gehabt. Was für ein Schreck! 

Simone hat es morgens noch schnell angeschaut, die Tierärztin verständigt und ich habe den Termin wahrgenommen. Zum Glück war es alles doch nicht ganz so schlimm, wie es aussah. Das Auge ist in Ordnung, er hatte aber, wo auch immer her, eine Platzwunde auf der Innenseite des Oberlids. Als die Sedierung nachgelassen hat, sind dann Lena und ich mit Flip und Lasse zu einem Spaziergang aufgebrochen.

Da wir uns danach mit der Augensalbe schwergetan haben, weil ihm das Auge weh getan hat, war ich sehr froh, dass Carina noch vorbeikam und uns dabei behilflich war ihn zu verarzten. Schon am Sonntag sah der kleine Mann zum Glück wieder fast normal aus. 

Nachdem es hier zwar paar Tage sehr kalt war, es nun aber schon wieder über 10 Grad hat, schwitzt Flip, wenn es sich mehr bewegt. Ich habe daher nach einer Abschwitzdecke für ihn geschaut, die mit dem dicken Winterfell nicht zu warm ist, ihn aber dann doch für die kalten Nächte trocknet. Das ist gar nicht so einfach. 

Die erste Decke taugte irgendwie nichts und die Zweite soll scheinbar richtig gut sein, aber die sieht etwas rausgewachsen aus. Ist auch eine komische Größenangabe mit 130-145cm. Ich werde sie trotzdem behalten, denn bei diesen Temperaturen kann ich ihm auch keine dicke Fleecedecke auflegen. 

Diese Deckenaktion und Frage, ob man so ein älteres Pferd nicht doch eindecken soll, geht mir, ehrlich gesagt, ziemlich auf den Geist, denn das ist ja kaum machbar, wenn es nachts kalt ist und mittags warm. Theoretisch müsste man da ständig die Decke rauf und runter machen oder mit unterschiedlichen Decken hantieren. Solange es geht, möchte ich das vermeiden.

Gestern war im Stall die Weihnachtsfeier und es war wieder ein richtig schönes Fest. Wir haben dieses Jahr alle ein tolles Geschenk bekommen, das Anni eine unglaubliche Arbeit gemacht hat. Aus alten Büchern, hat sie durch Falten und Schneiden einen Pferdekopf und für jeden noch den Pferdenamen darunter gemacht. Was für eine Arbeit! Das hätte ich nicht mal nur für ein Buch versucht.

Als wir so gegen 22 Uhr nach Hause gegangen sind, habe ich kurz bei Flip versucht vom Treibgang aus in die Box zu spicken. Da ich ihn aber nicht sehen konnte, habe ich mit dem Handy ein Bild gemacht und Flip nun das erste Mal in der Box liegend gesehen. Ich denke, wenn ein Fluchttier mit Hintern zum Ausgang schläft, ist das ein gutes Zeichen und er fühlt sich sicher.

Gestern hatte ich schon festgestellt, dass das Eisen hinten rechts locker wird.

Heute vor dem Nikolausritt musste ich allerdings feststellen, dass es schon so lose war, dass wir so nicht mitlaufen hätten können.

Auch wenn so ein Eisen noch so locker scheint, hält es meistens an einem Nagel unheimlich fest am Huf und will einfach nicht abgehen. Was bei Jojo so einfach aussieht, stellt unsereins dann doch auf die Probe. Zum Glück hat mir Didi mit ihrem Werkzeug geholfen und nach knapp 30 Minuten hatten wir das Eisen dann endlich auch unten und konnten uns richten, um als Nikolaus verkleidet zu starten.

Lasse war wieder besonders hübsch geschmückt:

 
Mit 12 Pferden sind wir (zum Glück, bei ordentlichem Wetter) losgelaufen/geritten.

Flip ist es immer sehr wichtig, dass er vorne laufen kann und die Gruppe anführen darf. Auch dieses Jahr haben wir das so gemacht und ich habe geschaut, dass wir gleich als erste aus dem Hof kommen, damit er sich nicht, wie letztes Jahr, zwischen allen durchdrängelt und die anderen zur Seite schuppst. Da war er letztes Jahr nämlich nicht so zimperlich. 


Wie immer, war es eine schöne, gemütliche Runde und hinterher gab es noch Punsch und Plätzchen. Schön war's! 


Am Dienstag früh kommt dann Jojo und wir bekommen wieder frische, neue Eisen, mit denen wir dann in das neue Jahr starten können.



Mittwoch, 5. November 2025

Herbst und Halloween

Am 26.10 fand im Stall wieder das traditionelle Kürbisschnitzen für Halloween statt und dieses Jahr war es gleichzeitig mein einjähriges Stalljubiläum.

Genau vor einem Jahr auch zum Tag des Kürbisschnitzens sind wir von Hemmingen zurück nach Münchingen gezogen. Das hatte ich ehrlich gesagt gar nicht mehr auf dem Schirm.

Dass sich Halloween nähert, haben wir bei uns im Stall auch daran gemerkt, als Steffi und Michi ihre Pferde und sich gruselig verkleidet haben um an einem Wettbewerb teilzunehmen.

Sie sahen richtig toll und gruselig aus. Da musste sogar Flip hinterherschauen, als seine zwei früheren Herden-Kumpels so verändert beim Spaziergang an uns vorbei liefen. Untot aber doch beweglich. Ich hoffe mal, dass ihnen unterwegs keine Kinder begegnet sind, denn die hätten bestimmt schlaflose Nächte bekommen. 

Das Kürbisschnitzen fand wieder in netter, geselliger Runde statt und im Anschluss gab es, wie jedes Jahr, die von Jens gekochte Suppe zum Aufwärmen. 

Da Simone und ich noch schnell mit den Pferden einmal um den Block gelaufen sind, haben wir das gemeinsame Essen allerdings leider verpasst und haben dann zu zweit gegessen.

Da ich dieses Jahr Carli in den Kürbis geschnitzt habe, habe ich noch am selben Abend den Kürbis nach Cannstatt gebracht.

Unterwegs ging bei mir, wie auf Knopfdruck, eine heftige Erkältung los, die mich dann eine Woche schachmatt gesetzt hat. Zum Glück hatte ich noch Kürbissuppe mitgenommen und war so ein paar Tage versorgt.

Als ich dann nach einer Woche wieder in den Stall kam, habe ich mir nicht gleich zugetraut die Asphaltrunde mit den anderen zu laufen. Es war aber richtig schönes, warmes Sonnenwetter und so habe ich Simones Angebot angenommen mich von Lasse tragen zu lassen.

Das ist mal ein ganz anderer, ungewöhnlicher Anblick von oben, wenn da die zweifarbige Mähne vor einem hin und her wackelt. Ganz lieb hat mich der kleine Mann getragen und Simone hat Flip derweil geführt.

Von da oben kann man richtig gut sehen wie sich Flip bewegt und welche Muskeln am Rücken arbeiten. Ich musste allerdings leider feststellen, dass er vorne rechts wieder kürzer tritt. 

Das wurde uns neulich auch beim Physiotermin bestätigt.

Im Großen und Ganzen war Silke mit Flips Zustand sehr zufrieden und da Lisa, cooler Weise, beim Termin dabei war, konnten wir gleich besprechen wie Flip in der nächsten Zeit trainiert werden sollte und haben die neuen Hausaufgaben, zusammen notiert. 

Dass Flip nicht jünger wird und auch bei nasskaltem Wetter altersbedingt etwas Probleme hat, hat uns nicht überrascht. Wir werden schauen, dass wir damit klarkommen und ihn trotzdem versuchen mobil zu halten.

Mobil halten wir ihn unter anderem auch damit, dass er immer wieder bei Lasse als Handpferd zum Ausreiten mit darf.

Das klappt sehr gut, allerdings müssen wir auch da schauen wie er zu Fuß ist und, dass der deutlich jüngere Lasse ausreichend Bewegung bekommt.

Wir haben uns daher neulich, nach dem Ritt durch den Seewald (also ich war zu Fuß und habe immer geschaut, dass ich mit Abkürzungen mithalte), auf dem Heimweg voneinander getrennt. Simone ist mit Lasse noch ein Stück getrabt und galoppiert und Flip und ich haben den direkten Weg nach Hause eingeschlagen. Das war eine gute Übung. Flip hat zwar noch zweimal gewiehert, aber die beiden haben sich brav voneinander getrennt ... um dann später gemeinsam auf die Koppel zu gehen.

Das ist schon richtig cool, dass ich die Koppel für Flip anmieten konnte. Noch nie war Flip auch im November noch auf der Koppel und die beiden genießen es sichtlich.


Lasse beobachtet jetzt immer genau, was sich bei Flip tut und, ob es so aussieht, als würde Flip auf die Koppel gehen. Wenn es danach aussieht, kommt er gleich zum Törchen gelaufen und dann wird schon auch mal leise geblubbert. So süß!