Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Mittwoch, 5. November 2025

Herbst und Halloween

Am 26.10 fand im Stall wieder das traditionelle Kürbisschnitzen für Halloween statt und dieses Jahr war es gleichzeitig mein einjähriges Stalljubiläum.

Genau vor einem Jahr auch zum Tag des Kürbisschnitzens sind wir von Hemmingen zurück nach Münchingen gezogen. Das hatte ich ehrlich gesagt gar nicht mehr auf dem Schirm.

Dass sich Halloween nähert, haben wir bei uns im Stall auch daran gemerkt, als Steffi und Michi ihre Pferde und sich gruselig verkleidet haben um an einem Wettbewerb teilzunehmen.

Sie sahen richtig toll und gruselig aus. Da musste sogar Flip hinterherschauen, als seine zwei früheren Herden-Kumpels so verändert beim Spaziergang an uns vorbei liefen. Untot aber doch beweglich. Ich hoffe mal, dass ihnen unterwegs keine Kinder begegnet sind, denn die hätten bestimmt schlaflose Nächte bekommen. 

Das Kürbisschnitzen fand wieder in netter, geselliger Runde statt und im Anschluss gab es, wie jedes Jahr, die von Jens gekochte Suppe zum Aufwärmen. 

Da Simone und ich noch schnell mit den Pferden einmal um den Block gelaufen sind, haben wir das gemeinsame Essen allerdings leider verpasst und haben dann zu zweit gegessen.

Da ich dieses Jahr Carli in den Kürbis geschnitzt habe, habe ich noch am selben Abend den Kürbis nach Cannstatt gebracht.

Unterwegs ging bei mir, wie auf Knopfdruck, eine heftige Erkältung los, die mich dann eine Woche schachmatt gesetzt hat. Zum Glück hatte ich noch Kürbissuppe mitgenommen und war so ein paar Tage versorgt.

Als ich dann nach einer Woche wieder in den Stall kam, habe ich mir nicht gleich zugetraut die Asphaltrunde mit den anderen zu laufen. Es war aber richtig schönes, warmes Sonnenwetter und so habe ich Simones Angebot angenommen mich von Lasse tragen zu lassen.

Das ist mal ein ganz anderer, ungewöhnlicher Anblick von oben, wenn da die zweifarbige Mähne vor einem hin und her wackelt. Ganz lieb hat mich der kleine Mann getragen und Simone hat Flip derweil geführt.

Von da oben kann man richtig gut sehen wie sich Flip bewegt und welche Muskeln am Rücken arbeiten. Ich musste allerdings leider feststellen, dass er vorne rechts wieder kürzer tritt. 

Das wurde uns neulich auch beim Physiotermin bestätigt.

Im Großen und Ganzen war Silke mit Flips Zustand sehr zufrieden und da Lisa, cooler Weise, beim Termin dabei war, konnten wir gleich besprechen wie Flip in der nächsten Zeit trainiert werden sollte und haben die neuen Hausaufgaben, zusammen notiert. 

Dass Flip nicht jünger wird und auch bei nasskaltem Wetter altersbedingt etwas Probleme hat, hat uns nicht überrascht. Wir werden schauen, dass wir damit klarkommen und ihn trotzdem versuchen mobil zu halten.

Mobil halten wir ihn unter anderem auch damit, dass er immer wieder bei Lasse als Handpferd zum Ausreiten mit darf.

Das klappt sehr gut, allerdings müssen wir auch da schauen wie er zu Fuß ist und, dass der deutlich jüngere Lasse ausreichend Bewegung bekommt.

Wir haben uns daher neulich, nach dem Ritt durch den Seewald (also ich war zu Fuß und habe immer geschaut, dass ich mit Abkürzungen mithalte), auf dem Heimweg voneinander getrennt. Simone ist mit Lasse noch ein Stück getrabt und galoppiert und Flip und ich haben den direkten Weg nach Hause eingeschlagen. Das war eine gute Übung. Flip hat zwar noch zweimal gewiehert, aber die beiden haben sich brav voneinander getrennt ... um dann später gemeinsam auf die Koppel zu gehen.

Das ist schon richtig cool, dass ich die Koppel für Flip anmieten konnte. Noch nie war Flip auch im November noch auf der Koppel und die beiden genießen es sichtlich.


Lasse beobachtet jetzt immer genau, was sich bei Flip tut und, ob es so aussieht, als würde Flip auf die Koppel gehen. Wenn es danach aussieht, kommt er gleich zum Törchen gelaufen und dann wird schon auch mal leise geblubbert. So süß!

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