Heute
melde ich mich mit keinen so guten Nachrichten der letzten Tage.
Letztes
Wochenende hatte Flip eine Kolik. Nachdem am Samstag tiefgemistet wurde, hat er
sich offenbar den Bauch so mit frischem Stroh voll geschlagen, dass er nachts
Bauchweh bekommen hat. Zum Glück hat das Anni bei ihrem letzten Rundgang vor
dem Schlafengehen gemerkt und sich bei mir gemeldet.

Ich
bin daraufhin natürlich gleich ins Auto gestiegen und zu ihm gefahren. Sein
Bauch war ziemlich dick und aufgegast und es bubberte wie wild, aber er äpfelte
nicht. Ich bin dann also mit ihm in der Halle rumgelaufen in der Hoffnung, dass
er Ballast abwirft und es ihm besser geht. Irgendwann ist mir ziemlich Unruhe
im Stall aufgefallen und, dass ein Pferd stöhnt. Als ich nachgeschaut habe was
da los ist, habe ich dann Hypnos hinter den Fressständer liegen sehen. Er kam
nicht mehr alleine auf die Füße und die Herde war auch besorgt und nervös.
Nachdem auch die Bemühungen von Anni und Walter nicht geholfen haben, haben wir
seine Besitzerin verständigt, die dann auch kam. Sie hat ihn mit Kreislauftropfen,
gutem Zureden und größere Mühe wieder auf die Füße bekommen, allerdings ist er
ihr dabei so auf den Fuß getreten, dass nun ihr Mittelfuß gebrochen ist. Da sie
also dann auch stark lahmte bin ich mit den beiden älteren Herren in der Halle
gelaufen bis die Tierärztin kam und beide Pferde untersucht hat.

Beide
wurden verarztet, Flip hat ein Haufen Spritzen bekommen, wollte sich aber keine
Nasenschlundsonde setzen lassen. Das kann ich völlig nachvollziehen. Wir haben
aber das Paraffinöl auch so in ihn rein bekommen, denn ich wollte ihn auf
keinen Fall in der Nacht noch sedieren lassen. Die Nacht hat er dann mit einer
großen Portion sehr dünne Mash in der Halle verbracht damit er nicht weiter
Stroh und Heu frisst.
Das
hat wohl ganz gut geklappt und so wie es sein sollte, hat Anni am nächsten
Morgen zwei Häufen vorgefunden und er konnte dann wieder in den Fressständer
und mit den anderen Heu frühstücken. Wenn auch nur eine kleinere Portion.
Den
Sonntag habe ich dann damit verbracht ihn zu bespaßen und dabei vom Futtern
abzuhalten. Das heißt, ich kam nachts um 2 Uhr ins Bett, habe gefühlt gar nicht
geschlafen und war am nächsten Morgen um 6 Uhr wieder bei ihm. Dann haben wir
gleich mal einen morgendlichen Spaziergang mit Laura und Maus gemacht, danach
waren wir in der halle mit ball und Plane, mittags hatte er mit Nici 1,5
Stunden Beautyprogramm und nachmittags war ich dann nochmals mit ihm und Simone
mit Lasse spazieren.
Das
war ein Programm … und wir waren beide hundemüde. Den anderen Pferden hat man
auch angemerkt, dass es eine unruhige Nacht war. Auch sie lagen tagsüber und
haben einen ausgiebigen Mittagsschlaf gemacht. Zum Glück war Flip aber am
Sonntag aber wieder so fit, dass er wieder in die Herde konnte und fand es auch
gar nicht schlecht, dass er paar Mal am Tag leckeres flüssiges Mash bekommen
hat.
Da
es eine Verstopfungskolik wegen dem Stroh war (wir werden zukünftig am Tag des Tiefmistens
wohl mehr Programm machen müssen), hatten wir Glück und konnten dann auch
langsam wieder anfangen ab Montag grasen zu gehen. Flip muss ich ja auf die
heutige Koppeleröffnung vorbereiten. Ich will ja nicht, dass er womöglich vom
frischen Gras Rehe bekommt.
Hyps
geht es zum Glück auch wieder besser. Ich will gar nicht wissen was passiert
wäre, wenn ich ihn nachts nicht in seiner misslichen Lage gefunden hätte. Das hätte
ganz schlecht enden können.
Ja,
und dann hatten wir vorgestern noch Hufschmied. Flip hat schon eine ganze Weile
am linken Vorderfuß einen waagrechten Riss in der Mitte gehabt. Jojo sagte
schon, dass wäre nicht bedenklich solange der Riss waagrecht und nicht
senkrecht wäre. Ich hatte aber das Gefühl, dass er sich leicht ausbeult und so
hat Nathanael am Donnerstag mal etwas daran gefeilt damit wir sehen wie tief es
ist. Daraufhin trat eine klebrige graue Masse aus dem Hof aus. 
Das heißt Flip
hatte wohl ein Hufgeschwür, dass er nicht gezeigt hat und das nach unten auf
dem Weg war heraus zu wachsen. Nathanael hat daraufhin die Stelle etwas
geöffnet damit der Druck entweichen kann und nun hat Flip ein Loch in der
vorderen Hufwand. Das beunruhigt mich schon ziemlich, denn das kann ich ja
nicht wirklich richtig gut sauber halten. Ich habe aber mit Jojo geschrieben
und auch telefoniert und er hat versucht mich etwas zu beruhigen. Ich hoffe,
das wächst alles tatsächlich unproblematisch nach unten. Das wird eine ganze
Weile dauern und mich begleiten.

Unsere
„Baustelle“ mit dem Sattel klärt sich hoffentlich am 19.Mai. Da kommt nämlich
endlich die Sattlerin, die meinte einer oder beide Sättel drücken. Ich hoffe,
dass der Termin Klarheit schafft und wir dann schauen können, dass Flip
passendes Equipment bekommt. Flip muss ja gut bewegt werden, soll dabei wieder
mehr Rückenmuskulatur aufbauen und ich möchte nicht ständig die Ungewissheit
haben, dass es ihm nicht gut geht. Warten wir mal ab wie dieser Termin läuft.
Nachher
bin ich auf jeden Fall erstmal mit Nicole, Matilda und Simone zum Ausreiten
verabredet, damit die Pferde gut bewegt sind wenn es um 16 Uhr auf die Koppel
geht. Da wird sich Flip bestimmt freuen, denn er kann es, glaube ich kaum
erwarten, endlich auf die Koppel zu dürfen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen