Also
diesen Text hatte ich am 18.01. für den Blog vorbereitet:
Nachdem
am 16.01. Montag der Tierarzttermin war,
gibt es nun langsam doch mal Vermutungen, warum Flip das linke Bein
entlastet.
Am
Morgen hat Sandy Flip noch bewegt und da lief er wohl ganz ordentlich (etwas komisch,
denn Walter sagte, am Sonntagabend hätte Flip gehumpelt). Als Dr. B. dann da
war, war schon im Schritt zu sehen, dass er schlecht zu Fuß sein wird.
Normalerweise ist das nicht schön, aber er lief so lahm, dass wir jetzt endlich
mal eine Leitungsanästhesie machen konnten um zu schauen von wo die Schmerzen
kommen.
Weil
am Folgetag auch gleich Hufschmiedtermin war, haben wir den Montag genutzt um
auch gleich Röntgenaufnahmen zu machen. Also die Aufnahmen waren wohl eher wie
von einem jungen Pferd und nicht wie befürchtet so, dass überall Arthrose zu
sehen ist und man dann überhaupt nicht weiß was man davon halten soll.
Bei
Flip ist es so, dass am Hufgelenk leichte Veränderungen zu sehen waren und auch
noch unterhalb vom Fesselgelenk. Die zweitgenannten fand Dr. B. allerdings als
Ursache eher unwahrscheinlich.
Wir
gehen also davon aus, dass er eine (leichte) Hufgelenksarthrose hat.
Am
Freitag werden wir Flip noch mal untersuchen und je nachdem, ob er lahmt, dann
eine Leitungsanästhesie machen um das Gebiet näher einzugrenzen oder, falls er
klar läuft, direkt auf Hufgelenksarthrose zu behandeln. Das ist im Grunde auch
nicht der tollste Befund, allerdings würden wir so wenigstens jetzt mal einen
Anhaltspunkt haben und wissen in welche Richtung eine Behandlung erfolgen
kann.
Ich
freue mich, dass seine Röntgenaufnahmen ansonsten gut aussahen und auf die
Frage, von wann die letzten Aufnahmen zum Vergleich vorliegen, musste ich
schmunzeln. Die sind nämlich von der Ankaufsuntersuchung vor 16 Jahren in der
Schweiz gemacht worden.
Auch
bei dem ganzen Prozedere war Flip anzumerken, dass er nicht zu den Pferden
gehört, die Abspritzen und Röntgen schon kennen. Er fand das alles etwas
seltsam, denn sowas haben wir bisher ja noch nie gemacht. Das Abspritzen hat
ihm nicht gefallen, dafür ist er quasi ein Röntgenprofi. Stillstehen klappt.
Nichtsdestotrotz
hat er sich gestern Morgen, als er auf den Putzplatz zum Hufschmiedtermin gehen
sollte erinnert, dass die Aktionen am Vortag nicht so toll waren und wollte
lieber wieder zurück in den Stall. Sowieso findet er es im Stall besser, denn
die Nacht hatte er in einer der Notboxen bleiben müssen. Da wird er dann ab
Freitag je nachdem was gemacht wird, leider wieder 1-3 Tage sein Quartier
aufschlagen müssen.
Der
Hufschmiedtermin war dieses Mal auch ein klein wenig schwieriger, da das
Beschlagen mit Verband für Flip blöd war und auch das Gewicht auf den
verbundenen Fuß zu nehmen, ihm schwer fiel.
Ich
hoffe aber, das ist alles nur noch eine Sache der Zeit und hoffe, dass die Luwex-Einlagen
zur Stoßdämpfung auch ihren Teil dazu beitragen, dass er zukünftig besser zu
Fuß sein wird.
Ob
ich für Freitag Abend den Termin mit Dr. K. absage, bin ich immer noch
unschlüssig. Der erste Termin war ja sehr seltsam und irgendwie habe ich da auch
nicht so richtig Vertrauen, andererseits denke ich, schaden kann es vielleicht
auch nicht, denn er hatte ja auch nach den Innereien geschaut. Falls ich den
Termin mache und er nicht anders läuft wie beim ersten Mal, wird darunter aber
ein Schlussstrich gezogen.
So,
und nun kommt das Udate:
Am
Freitag war Flip noch lahm und wir haben nochmal eine Anästhesie per
Gelenkspitze ins Hufgelenk gemacht um die Ursache genauer einzugrenzen. Dabei
kam heraus, dass es das wohl doch nicht war, denn er lahmte weiter. Auch beim
Fesselgelenk keine Lahmfreiheit. Schließlich wurde noch die Sehnenscheide
betäubt und da lief er besser… allerdings auch nicht ganz klar, weshalb ich von
er Diagnose auch nicht überzeigt bin. Dr. B. wohl auch nicht so richtig, denn
am 30.01. soll dieser Bereich nochmals genau untersucht werden und auch ein
Ultraschall erfolgen. Mal sehen was da rauskommt.
Flip
hat jedenfalls die ganze Untersuchung superbrav mitgemacht, so dass er von Dr.
B. und Assistentin ein großes Lob bekommen hat.
Dr.
K. habe ich abgesagt. Ich denke, das war richtig, denn zum Arzt braucht man ja
Vertrauen und mein Bauchgefühl war bei ihm nicht so gut.
Übers
Wochenende hatte Flip Boxenruhe, was für mich heißt, dass es nicht ganz so
ruhig war. Morgens und abends fahre ich zum Misten rüber, fülle noch sein
Heunetz und lasse ihn zu den Fütterungszeiten zu den anderen in den Fresstand.
Damit
Anni und Walter nicht noch mehr Arbeit haben, nehme dazu auch gleich die beiden
anderen Fußkranken mit und bringe sie danach zurück in ihre Boxen. Nachmittags
schaue ich noch zur Bespaßung d.h. Putzen und zur großen Tränke gehen … vorbei,
Heute morgen ist er auch dem Rückweg zur Box erst einmal abgebogen um zu
schauen, ob noch alles beim Alten ist und Nick in der Box steht… Dann ging er
zurück zum Fresständer um dort weiter zu fressen. Also was habe ich gemacht?
Gewartet.
Morgen
nach dem Frühstück darf er bei den anderen bleiben, 20 min. spazieren laufen
und bis Ende der Woche dürfen wir dann auf 30 min. steigern. Montag schauen wir
dann wie es weitergeht. Entweder Abspritzen und warten, weitersuchen, behandeln…
man weiß es noch nicht. Bleibt spannend, aber ehrlich gesagt würde ich schon
gerne mal wissen was los ist und eine Diagnose, die behandelbar ist, wäre mir
auch lieber als Arthrose.