Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Freitag, 14. August 2026

11.07.26 Fotoshooting mit Andrea

 
Am 11.07.26 haben wir (Simone mit Lasse, Vanessa mit Roy und ich mit Flip) uns mit Andrea getroffen um mal wieder schöne Fotos zu machen.

Es hat hat richtig Spaß gemacht und die Bilder sind wieder toll geworden!

Dass Lasse mit seiner Fellfarbe zum Getreide gut passt, dachten wir uns schon, waren aber über die Ausbeute der Bilder trotzdem positiv überrascht.

Das sind erst mal Bilder, die ich gemacht habe:


... und als wir die E-Mail mit dem Link zu Andreas Bildern bekamen, haben wir natürlich gleich reingeschaut.
Sind die nicht toll?! :-)   








Auf so brave Pferdchen kann man auch ohne Sattel sitzen



... und unsere Fotografin musste natürlich auch aufs Bild:
Auf dem Rückweg am Bänkchen noch nette Bilder gemacht:



Schön war´s!
Herzlichen Dank an Andrea!

Äpfel ohne Ende

Auf Flips Koppel stehen bekanntlich 2 Apfelbäume, die eigentlich als Schattenspender dienen sollten. Letztes Jahr hat der kleine Baum schon so heftig Äpfel getragen, dass ein großer Ast unter der Last abgebrochen ist. Wie befürchtet, trägt nun dieses Jahr der große Baum und macht uns richtig Stress.

 Vermutlich auch wegen der Hitze fliegen täglich unheimlich viele Äpfel runter und müssen aufgelesen und abtransportiert werden. Zum Glück hilft mir Simone ganz fleißig.

Dass es so viele Äpfel werden, hatten wir allerdings nicht geglaubt, aber der Blick hoch hatte uns schon befürchten lassen, dass da was auf uns zukommt.

In weiser Vorausahnung habe ich von Wolf einen Rollsammler gekauft, damit wir uns nicht für jeden Apfel bücken müssen. Was soll ich sagen? Das Ding ist super!

Auch wenn es echt viel Arbeit ist, macht das Äpfel-Aufsammeln so wenigstens Spaß.

Jeden 2. Tag fahre ich eine Kofferraum-Ladung voll Fallobst zu Henning rüber. Zum Glück darf ich auch dieses Jahr Fallobst bei ihm auf die Miste entsorgen und im Gegenzug bekommt er noch Äpfel für seine Pferde.

Im Moment sind aber die Äpfel noch unreif und zu klein, daher lege ich ihm ab und an ein Stück Kuchen in den Stall um ihn „bei Laune zu halten“. Nicht, dass er irgendwann sagt, dass das zu viel Fallobst ist. Dann hätten wir nämlich ein großes Problem. Bei uns auf die Miste dürfen wir die Äpfel nicht tun, für Biomüll ist es zu viel und auch bei der Kompostanlage darf man diese Mengen nicht abgeben.

Lasse würde ich ja auch bereiterklären zu helfen und schlicht neulich heimlich ins Zelt um die Äpfel direkt aus dem Mörtelkübel zu fressen. Das gab aber Ärger!

Erst wenn alles abgerollert ist, dürfen die Pferde unter die Bäume und wir können uns etwas ausruhen.

Reiten

Da Simone meinte, ich müsste beim Reiten dranbleiben und gehöre wieder aufs Pferd, habe ich am 08.07. einen Tag Urlaubsvertretung bei Lasse gemacht und bin zusammen mit Antje und Roy ausgeritten.

Das hat schon Spaß gemacht und Lasse hat mich sehr brav im Schritt und Trab durch den Seewald getragen.




Am 18.07. bin ich dann mit Simone gesattelt vom Hof. 

Flip lief erst als Handpferd bei Lasse und dann bin ich hinter der unteren Unterführung aufgesessen. So wie es Dr. B. sagte "schauen Sie, ob er einverstanden ist und, wenn ja, sitzen Sie drauf. Wenn er es nicht möchte, laufen Sie halt".

Also Flip drehte brav, dass ich von der linken Seite, wie sich das gehört, am Bänkchen aufsteigen konnte und wir ritten mal los. Im Wald fragte ich mal an, ob er auch traben mag, und er legte brav den zweiten Gang ein. 

Ich bin dann ca. 20 Minuten im Wechsel im Schritt und Trab geritten und Flip schien es zu gefallen. Was für ein schönes Gefühl!   

Auf dem Heimweg sind wir dann beide gelaufen und haben uns vorgenommen das zu wiederholen (sofern Flip einverstanden ist).  



Am 31.07. war dann unser früherer Physio, Herr Haase, da und hat Flip angeschaut und untersucht. Er fand, dass er super dastehen würde, hat keine Blockaden o.ä. gefunden und meinte, er würde an meiner Stelle mal einen Ritt wagen. Ich müsste es ja nicht übertreiben, aber ich könnte ja mal schauen, ob Flip daran Spaß hätte und wie er reagiert.

Am 01.08. bin ich also wieder mit Simone losgezogen, am Waldrand aufgesessen und wir sind insgesamt knapp 2 Stunden unterwegs gewesen. Natürlich nicht alles geritten! Immer wieder bin ich abgestiegen und habe Flip zwischendurch geführt. 

Wir sind bis ganz nach hinten nach Neuwirtshaus und raus aus dem Seewald, an den Schrebergärten entlang (da waren wir ewig nicht mehr) und auf der langen (früheren) Galoppstrecke hatte Flip sogar Lust zu galoppieren.

Wir sind dann ein paar Mal getrabt, 2x galoppiert und mit einem breiten Grinsen bin ich zurück in den Stall gelaufen. Das war toll zu spüren, dass Flip Spaß hatte und ich ihn mit einem kleinen Ausritt nicht überfordere.

Wir werden das jetzt immer wieder mal probieren und, wenn es für ihn okay ist, sitze ich drauf :-)

Update

Irgendwie komme ich zurzeit nicht so richtig dazu Blog zu schreiben.

Erst dachte ich, es gibt wahrscheinlich gar nicht so richtig viel zu berichten, aber wenn ich dann die Bilder durchsehe, stelle ich fest, dass doch wieder einiges passiert ist. 

Ich glaube, ich werde es in einzelnen Posts nach Themen gliedern denn z.B. zu den beiden Fotoshootings mit Andrea gibt es mehr zu gucken, als zu berichten. 

 Ich hatte eigentlich gehofft, dass die krasse Hitze nach der ersten Hitzeperiode rum ist, aber ich habe mich leider getäuscht. Es ist weiterhin sehr heiß und wir haben Temperaturen bis ca. 36° Celsius, was nicht nur für uns Zweibeiner, sondern auch für die Pferde richtig anstrengend ist.

Montags wenn Lisa da ist, ist aber weiterhin „Sporttag“, wobei wir dann versuchen ihn mehr zu lockern, Blockaden zu lösen und je nach Tagesform zu bewegen.

Morgens sind die Pferde vom Stall aus auf der Koppel, aber bis es abends so abkühlt, dass man Flip gut bewegen kann, kann man eigentlich kaum warten.

Flips Mädels und ich überlegen daher immer, ob es besser ist ihm etwas Koppelzeit zu klauen und dafür im Kühlen mit ihm zu laufen, oder eher gegen Mittag oder Nachmittag zu kommen um ihn aus der warmen Box zu holen und abzukühlen, dafür aber weniger zu bewegen. 

Der erste Ventilator hat auch schon nach ca. 30 Tagen den Geist aufgegeben und es musste Ersatz her. Mittlerweile wurde zum Glück auch die Miste geleert, so dass wieder etwas mehr Luft in die Box kommt.

Ihn tagsüber hoch auf die Koppel zu stellen, ist auch keine Option, denn dort ist auch nicht viel Schatten und da wo Schatten ist, sind Unmengen an Äpfeln. Zu dem Thema Äpfel kommt aber ein separater Post.

Wenn ich ihn dann abends auf die Koppel stellen möchte, oder bei Reinhold grasen gehe er wässert seine Bäume und hat daher grünes Gras) müsste Flip eigentlich schon fast seine Ganzkörper Zebra- Fliegendecke anziehen und die Fliegenmaske, denn dann sind so viele Stechviecher unterwegs, dass es auch wenig Spaß macht.

Wenn es denn mal regnet, dann kommt heftig was runter, so dass es die Erde kaum aufnehmen kann. Neulich haben sich alle Pferde beim Starkregen schön untergestellt, Flip war gerade in der Liegehalle und hat am Stroh geknabbert, aber sein kleiner norwegischer Freund stand als einziger im prasselnden Regen. Er schien die Abkühlung zu genießen. 


Flip und Lasse sind mittlerweile ein ziemlich gutes Team, wechseln sich schön beim Trinken ab und wenn Lasse dabei ist, getraut sich Flip auch etwas näher an den gefürchteten Mähroboter.

Ich hoffe, die Hitze hat bald ein Ende und ich muss nicht ständig ein schlechtes Gewissen haben, dass Flip in der heißen Box steht. 


Am Wochenende bis zu drei Mal am Tag in den Stall zu fahren, ist nämlich nicht unbedingt das, was ich mir vorgestellt hatte. Ich mache es aber ab und an trotzdem, dass ich ihn aus seiner Box hole, dusche oder wie hier auf dem Foto zu sehen, mal unter die Hallenberegnung stelle, damit sein Kreislauf, für den er zurzeit auch testweise Herz-Kreislauf-Tropfen bekommt, in Gang bekommt und er nicht ganz so unter der Hitze leidet. Wir versuchen das Beste draus zu machen.

Zum Thema Reiten gibt es auch Neuigkeiten und im separaten Post dann Fotos.


Mittwoch, 8. Juli 2026

Lange Schreibpause und große Hitze

Oha, ich sehe gerade, dass ich ja schon wieder sehr lange nicht mehr von Flip berichtet habe. 

Das hole ich jetzt dann mal nach.

Die Zeit vergeht so schnell und viele Dinge hat man dann gar nicht mehr so richtig auf dem Schirm. 

Beim Anschauen der Fotos erinnere ich mich aber daran, dass sich das Wetter in der letzten Zeit ziemlich verändert hat. 

Erst war es länger kühl und nass und auf den Fotos sieht man, dass ich auch im Juni noch mit Jacke eingepackt auf der Koppel saß.

 

Das Gras ist dann mit dem Regen und der Sonne richtig toll gewachsen, so dass Simone und ich immer wieder Koppelstücke mit dem Freischneider gemäht haben, damit das Gras dann später auch noch gut nachwächst. Es war so viel Gras, dass das die beiden Jungs nicht alleine geschafft hätten und die Herde hat sich über das geschnittene Gras auch gefreut.

 

Flip und Lasse haben die Koppel jedenfalls viel genossen und ich muss sagen, mit den neuen Campingstühlen, die Thomas besorgt hat, sitzt man da wirklich sehr gemütlich und es ist eine absolute quality time dort zu sitzen und die entspannt grasenden Pferde zu beobachten.

 

Mit Flip und Lasse klappt das richtig gut. Sie verstehen sich gut, sind ähnlich büffelig und ich habe das Gefühl Flip genießt es mit Lasse draußen sein zu können. Es war in letzter Zeit tatsächlich auch schon so, dass er alleine gar keine Lust hatte auf die Koppel zu gehen. 



Die letzten Wochen war es dann bei uns zeitweise unheimlich und unerträglich heiß.

Ich habe mir sehr große Sorgen um Flip gemacht, denn auf seinem Paddock ist ja null Schatten und auch in der Box wurde es richtig warm.

Wir haben zwar immer die Luken zur Miste offen gelassen, damit ein wenig Luftzug durch die Boxen geht, aber so richtig viel geholfen hat das nicht und die Fliegen kamen damit auch vermehrt rein. 

Damit etwas mehr Luft durchzieht habe ich versucht die Luke freizuschaufeln. Bei 38 Grad macht das auch nicht wirklich Spaß aber die Miste wird erst nach der Ernte auf den Feldern abgefahren.

Wir hatten sogar 40,6 Grad in der Box und Flip stand die ganzen Tage fast regungslos mit dem Kopf zur Luke und dem Hintern zum Boxenausgang. 

Wir haben also versucht ihn möglichst häufig aus der Box zu holen und am Wochenende war ich teilweise drei bis viermal am Tag dort um ihm die Beine abzuduschen, oder ihn ganz zu duschen, wälzen zu lassen oder auf den Putzplatz zu stellen, wo es deutlich kühler war. 

Vor einem großen Sonnenschirm auf dem Paddock würde sich Top zu sehr gruseln, von einem Sonnensegel hat Matze nichts gehalten und so blieb eigentlich gar nicht wirklich viel, als einfach zu versuchen die Pferde immer wieder aus der Box rauszunehmen. 

Flip hat sich dann auch noch irgendwo auf dem Nasenrücken verletzt und eine ziemlich große Beule bekommen, die immer noch nicht abgeschwollen ist. Zum Glück kann man ihn aber auch nur mit Strick um den Hals gut von a nach b führen oder am Putzplatz, wo es teilweise kühle Heucobs gab, parken. 




Aufgrund der großen Hitze musste man eigentlich mit der Bewegung der Pferde bis relativ spät abends warten, wenn man nicht gerade gleich früh morgens die Möglichkeit hatte in den Stall zu gehen. Oftmals blieb dann einfach nur noch ein Gang hoch auf die Koppel, denn die Hitze hat sowohl uns Zweibeinern als auch die Pferde ziemlich belastet. 

Ich habe das Gefühl seit der großen Hitze ist Flip wie ein paar Jahre auf einmal gealtert. Er ist zurzeit unheimlich müde und steif und mag sich eigentlich am liebsten gar nicht bewegen. Das macht mir schon ziemlich Sorgen, denn nach dem Arthroseschub Anfang des Jahres hatte ich mich eigentlich gefreut, dass er wieder besser drauf war. 

Bis zum Wochenende soll leider die Temperatur wieder steigen, aber ich habe einen Ventilator gekauft und hoffe, dass der für etwas Abkühlung in Flips Box sorgt. 

Hoffentlich klappt das so wie ich es mir vorstelle. Man kann den Ventilator per Timer z.b am Vormittag starten und die gewünschte Stundenanzahl, wie lange er laufen soll, einstellen. Da er mit Akku betrieben wird, könnte ich den Ventilator dann z.B. über Nacht zum Aufladen nach Hause mitnehmen, morgens bringen und wenn eine der Mädels am Vormittag kommt, wäre er wieder betriebsbereit. We will see.

Neulich ist Flip mal wieder eine Lasse als Handpferd mitgelaufen, was ihm glaube ich, Spaß gemacht hat. Der Plan ist ihn durch Abwechslung wieder aufzumuntern und seine Bewegungsfreude anzuregen.

Ich habe gestern auch mal die große Wippe in die Halle gestellt, damit er seine Tiefenmuskulatur trainieren kann ohne sich großartig zu bewegen. Da sie mit der Hallenberegnung nass wurde, glänzte sie und er wollte erst gar nicht drauf. Dann hat er seine Verwunderung über den ungewohnten Glanz abgelegt und stand locker 20 Minuten wippend drauf.

Was seine Lebensgeister auch etwas weckt, ist der neue Mähroboter, der in den Gärten vom Stall rumfährt. Den hätte er eigentlich schon von der Koppel aussehen können, aber Andrea berichtete mir, dass sie jetzt schon öfters mit Flip nicht hinten aus dem Hof rauslaufen konnte, weil der Mähroboter unterwegs war. Ich habe ihn neulich dann auch das erste Mal in Aktion gesehen. Schon von oben an der Straße hat ihn Flip entdeckt und musste ihn mit gespitzten Ohren beobachten. Wir haben dann ca. 10 Minuten gebraucht uns dem Gartenzaun mit dem Ungetüm anzunähern. Gibt es also doch noch was, was Flip gruselig findet.

Naja, Moment, auch Zähnerichten findet Flip gruselig. Aber auch das stand im Juni auf dem Programm. Wir hatten eine neue Zahnärztin da, die sich Flips Zähne angeschaut hat. Mit einer Minishetty -Sedierung war Flip ruckzuck im Tiefschlaf und hat seine Zähne, so gut es eben ging, gerichtet bekommen.

Grundsätzlich bin ich mit seinen Zähnen gerade auch ganz zufrieden. Er spuckt nur noch sehr selten Heuknäule aus und kommt eigentlich ganz gut klar. Ja, man sieht bei hartem Brot oder harten Leckerlis, dass er da teilweise Probleme hat, aber die kann man ja umgehen.

Ja und dann habe ich doch auch noch gute Nachrichten was Flips Betreuung angeht. 

Ich hatte, nachdem Lena einen neuen Job begonnen hat, nochmals eine Anzeige aufgegeben, auf die sich Denise gemeldet hat. Sie hat Pferdeerfahrung, Flip kennengelernt und wird sich nun zweimal die Woche vormittags um ihn kümmern. 

Das heißt Montag und Freitag schaut Denise nach ihm, Dienstag und Donnerstag Andrea und mittwochs kommen Lena und Johanna.

So hat Flip jetzt unter der Woche jeden Vormittag Ansprache und Bewegung und wenn ich abends komme, darf er nochmals raus. Ich finde das richtig klasse, jetzt müsste er nur wieder fitter werden, damit wir unsere Möglichkeiten ihn zu bewegen auch voll ausschöpfen können. 

Ich freue mich jedenfalls, dass wir jetzt ein so großes Team sind (Nici springt auch ab und an ein) )und drücke ganz fest die Daumen, dass Flip schnell wieder munterer und besser zu Fuß wird.