Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Samstag, 19. Juni 2021

Was für eine Hitze

Da es neulich 34°C hatte, war es einfach zu warm um mit den Pferden viel zu machen. Im Wald wäre es eventuell angenehm gewesen, aber bis wir dort sind, reiten wir auch 20 Minuten und werden quasi wie gegrillt. Da auch Matti, Katja und Fandango noch nicht wussten was sie machen, haben wir für die Pferde einen kleinen Spielplatz aufgebaut.

Siehe da, Fandango ist auch ein Ballspieler. Vielleicht können wir ja dann doch mal wieder ein Fußballspiel im Stall organisieren. Als Kay und ich ganz neu in den Stall kamen, haben wir Pferdefußball mit ca. 8 Pferden in der Halle gespielt. Das war richtig lustig. Natürlich braucht man da aber dann auch Pferde, die nicht Reißaus nehmen wenn der Ball auf sie zurollt.

Insgesamt war mit Flip an dem Tag nicht viel zu wollen. Auch um auf das Podest zu steigen benötigte es sehr große Überredungskünste. Erst am Abend sind die Pferde dann kurz mal in Schwung gekommen als Hypnos den Koppelzaun durch seine Fliegenmaske wahrscheinlich nicht richtig erkennen konnte und durch den Zaun in die obere Koppel durchgebrochen ist. 

Nachdem 3 Pferde auf der anderen Seite waren, wurden die Jungs doch etwas unruhig und beschlossen hinterher zu gehen…und weil man schon gerade am galoppieren war, haben sie gleich noch ein paar Runden gedreht. Blöd war nur, dass da gerade noch ein paar Pferde dabei waren, die eigentlich krankheitsbedingt nicht mehr als Schritt gehen sollten. Die 3 Pferde wurden, als es sich etwas beruhigte, eingefangen, und die Herde sollte wieder reinkommen. Da sie aber erst ca. 45 Minuten draußen waren, hatten sie darauf aber gar keine Lust. Mit der ersten Gruppe ist Flip auch hochgerannt, als er aber merkte, dass ein Teil unten blieb, machte er auf dem Absatz kehrt und galoppierte mit vollem Fribipower wieder zurück. Bis alle wieder im Stall waren, musten wir aufpassen, dass nicht noch mehr Pferde zurück auf die Koppel rennen und keiner ausbüxt. Es ist nichts passiert….außer, dass Anni und Walter sauer wurden (natürlich auch nicht schön) und den Zaun flicken mussten…. und die Pferde am Folgetag „Stubenarrest“ bekamen, was sie sicherlich nicht verstehen konnten, auch wenn sie sicher wussten, dass der Durchbruch auf den oberen Koppelteil nicht erlaubt war … aber das wussten sie halt nur in dem Augenblick, denn wie sagt Anni immer? "Die Pferde leben im Hier und Jetzt".  

Als ich heute morgen in den Stall kam, war Flip gerade dabei mit Fandango Fellpflege zu machen. Die beiden scheinen nicht nur beim Fußballspiel gleiche Vorlieben zu haben. Flip juckt es allerdings zurzeit auch ziemlich. Hauptsächlich in den Ohren, aber auch am Hals kann man ihn ziemlich ausgiebig schrubben, was er klasse findet und Simone mir gleich auf einem Video festgehalten hat.

Da die Vertretungssituationen für Roy mittlerweile noch schwieriger geworden ist, habe ich Antje mal angeboten zu schauen, ob Roy mit uns als Handpferd ins Gelände gehen würde. Das haben wir heute dann mal ausprobiert und ich war froh, dass mir Carina angeboten hat mich zu begleiten. Das gibt dann doch mehr Sicherheit. Heute morgen um 8:30 Uhr war es allerdings schon wieder mega heiß und heute waren Baumfällarbeiten im Wald, daher blieben wir auf den Wiesenwegen. 

Im Schritt war alles überhaupt kein Problem und hat super geklappt. Auch beim ersten Trab, war alles noch ganz entspannt. Bei den folgenden Trabstücken wollte Roy allerdings doch schneller als Flip, was nicht ganz optimal war und Flip auch mit einem Zwicken kommentierte. Das müssen wir einfach noch etwas üben.

Haben wir dann auch gleich in der Halle ausprobiert. In der Halle ist es aber fast noch etwas schwieriger, da auf dem Wiesenweg dem Pferd ja klar ist wo es hingeht. In der Halle muss es dann doch mehr aufpassen wo wir hin reiten. Chex hatte ich in der Halle neulich auch ein paar Runden mit. Sieht jetzt so aus, als hätte ich immer ein Handpferd dabei ;-)

Da Flip schon nach der Stunde im Gelände total verschwitzt war, habe ich ihn etwas abgeduscht und danach hat er gerne die Gelegenheit genutzt sich im neuen Hallenboden ausgiebig zu panieren. Beim kurzen Grasen trocknete er und ich war dann lang damit beschäftigt den Sand wieder aus dem Fell zu bürsten. Er hatte den Sand schon ordentlich ins Fell einmassiert. 

Natürlich hätte ich den Sand drauf lassen können, aber ich bin morgen früh mit Jutta zum Ausreiten verabredet und dann möchte ich nicht ewig mit Putzen beschäftigt, aber auch sicher sein, dass kein Sand unter dem Sattel scheuert.


Da Sierra mit dem Fellwechsel Probleme hat und damit er nicht so schwitzt, wurde er heute von einem Teil des Fells befreit. Unglaublich was alles nur durch den Ralley-Streifen an Wolle runterkam. Jetzt hat er es aber etwas angenehmer.

Keine Kommentare: