Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 5. März 2023

Zwischenbericht, Muskelaufbau und Glück gehabt

Hier kommt mal wieder ein Zwischenbericht wie es Flip mittlerweile geht. 

Klopfen wir mal auf Holz! 

Im Moment läuft er lahmfrei und ich versuche ihn vorsichtig aufzutrainieren. Ich lasse mir dazu lieber etwas mehr Zeit und hoffe, dass ich es irgendwie schaffe die Muskulatur an der linken Schulter und Brust wieder aufzubauen.

Wie ich das genau hinbekommen soll, weiß ich zwar noch nicht, aber neulich habe ich ihn dazu nochmal wippen lassen. Er hat tatsächlich eine Viertelstunde brav gewippt und es offensichtlich genossen keine Kumpels drauf lassen zu müssen. Dabei muss er ja das Gewicht dann auch immer wieder anders verlagern, was bestimmt guttut. Da ihm das Spaß macht, nutze ich das gerne.

Ähnlich funktioniert das mit den Balance-Pads, die ich neulich ausgeliehen habe. Marie hat es als erste probiert, ob Flip darauf steht und paar Tage später habe ich es auch getestet, denn sie sollen die Muskulatur in der Tiefe aufbauen. Gar nicht so einfach die kleinen Dinge zu treffen. Vielleicht wäre eine richtig stabile, kleine Hundematratze, auf die er mit beiden Vorderfüßen stehen könnte, doch geschickter.

Ansonsten bin ich, wie uns aufgetragen wurde, weiter öfters mal geritten und, da Nick ein ähnliches Aufbauprogramm hat wie Flip, ist es praktisch und schön, dass wir zusammen ausreiten können.

Marie ist ja mutiger als ich und hat Flip dazu auch neulich gleich mal als Handpferd im Schritt und Trab dabei gehabt. Das findet Flip klasse…. und ich auch. 


Vorgestern habe ich das schöne, sonnige Wetter genutzt und bin das erste Mal nach langer Zeit mal wieder alleine über die Wiesenwege ausreiten gewesen. Er war total brav und wir haben die 3x 100 m im Trab auch völlig entspannt gemeistert. 

Gestern waren wir dann zusammen mit Simone und Lasse draußen. Von dem schönen sonnigen Wetter vom Freitag war nichts mehr zu sehen. Es war eisig kalt und windig.

Drüben beim Nachbarn haben die Pferde auf einem großen Wagen riesige, weiße, leere Säcke gesehen, die ihnen nicht so ganz geheuer waren. Wir sind daraufhin rübergeritten, haben die Pferde schnuppern lassen und wollten dann wieder weiterreiten. Als wir gerade bei der Straße ankamen, kam allerdings ein Windstoß, der einen der Säcke hochfliegen ließ.

Das hat Flip dann doch so erschreckt, dass er den kleinen Wall neben den Koppeln auf den Asphalt heruntergesprungen ist. Leider sind ihm dort aber die Füße weggerutscht, so dass wir einer Fußgängerin mit Pferd direkt vor die Füße geflogen sind und beide auf den Asphalt aufschlugen. Zum Glück lag ich nicht unter ihm und er hat sich auch schnell wieder aufrappeln können. So wie es aussieht hat er den Sturz unbeschadet überstanden. Uff, Glück gehabt! Das ist ja die Hauptsache! 

Ich hatte etwas unsanften Kontakt mit dem Zwiesel des Sattels, habe es unterm Schulterblatt gleich ziehen gemerkt und an der Wade einen großen blauen Fleck bekommen. Ich bin dann nachdem ich Flip etwas geführt und mich vergewissert habe, dass er okay ist, wieder aufgestiegen und wir sind dann weitergeritten. Trotz eisigem Wind waren die Pferde total brav und auch im Trab lief alles prima. Nach einer halben Stunde habe ich, weil ja unser Sattel noch nicht gerichtet ist (wir haben am 15.03. Termin) den Heimweg zu Fuß angetreten, war noch einkaufen und habe mich zur Entspannung der Knochen in die Badewanne gesetzt. 

Mit dem warmen Wasser begann allerdings der rechte Fuß zu rebellieren und ich konnte kaum mehr laufen. Weil ich mir ziemlich Sorgen gemacht habe, wie es Flip wohl geht, hat mich Jenny abends noch in den Stall gefahren. Wir haben uns vergewissert, dass er weiter wohlauf ist und ich konnte beruhigt, wenn auch nicht gemütlich schlafen. 


Den Fuß habe ich mit Voltaren eingesalbt und gekühlt und siehe da, er ist heute schon nahezu schmerzfrei. Leider kann ich das von meinem Rücken aber nicht behaupten. Ich glaube, ich habe mir eine Rippenprellung oder so zugezogen und vermeide tunlichst, zu niesen, die Nase zu putzen oder meinen Oberkörper mehr zu bewegen. 
Das wäre wirklich nicht notwendig gewesen! Flip, der zur Zeit unheimlich haart wurde daraufhin versucht mit der linken Hand zu putzen (mit links klappt nix richtig). Dass da dann weniger Haare rausgehen, schadet vielleicht nicht, denn so kalt wie es ist, kann er das Winterfell bestimmt noch gebrauchen. 

Wir haben dann einen gemütlichen Spaziergang gemacht und ich bin sehr froh, dass er sich wenigstens nicht verletzt hat!

Samstag, 18. Februar 2023

Dr. B. ist zufrieden

So, nun sind die 2 Wochen rum, in denen wir die Schrittphasen von 20 Minuten auf 40 Minuten steigern durften. Dr. B kam letzten Montag und hat eine Nachkontrolle gemacht.

Ich sagte ihm, ich wäre eigentlich ziemlich frustriert, denn ich sehe keinen Fortschritt, das heißt Flip entlastet weiter unverändert vorne links und die Flüssigkeit am Fesselgelenk an der Sehnenscheide ist auch nicht weniger geworden. Dr. B. fand es allerdings nicht schlecht, denn beim Vortraben lief Flip lahmfrei.

Lustig war, dass Flip bei mir beim Vortraben sehr flott gelaufen ist und bei der ersten Runde im Schritt schon antraben wollte. Danach ist Ursel mit ihm vorgetrabt und war etwas gefrustet, weil Flip mit ihr keineswegs so zügig laufen wollte. Tja, das Geheimnis ist eben, ein Leckerli in der Hand zu halten, so dass Flip mehr Motivation hat sich zu bewegen. Ich kenne Herrn Flip halt nun lange genug und für eine ordentliche Kontrolle wie er zu Fuß ist muss er einfach auch zügig vorangehen.

Bei dem Termin haben wir dann Hausaufgabe bekommen die Schrittphasen weiter zu verlängern und haben die Freigabe bekommen langsam auch mit 100 m Stücken anzufangen zu traben. Ich dürfte auch reiten, allerdings warte ich im Moment noch auf eine Rückmeldung der Sattlerin wann sie kommt, denn durch den Muskelabbau sitzt mein Sattel ja nicht mehr richtig. Wir erinnern uns, dass sie sich beim letzten Mal ja quasi geweigert hat den Sattel umzupolstern weil Flip so schlecht da stünde.

Auch wenn Dr. B. eigentlich ganz zufrieden war, möchte ich nichts überstürzen und bin lieber etwas vorsichtiger, denn ich weiß ja, dass wir die letzten 4 Monate zwischendurch auch Phasen hatten, in denen Flip besser zu Fuß war. Ich traue dem Frieden irgendwie nicht so ganz und mache lieber etwas langsamer.

Da kam es ganz geschickt, dass letztes Wochenende mal wieder ein gemeinsamer Pferdespielplatz-Termin ins Leben gerufen wurde. Das ist immer eine ganz schöne Abwechslung und Flip freut sich vor allem, wenn er wippen darf. Da das auch für den Muskelaufbau gut ist, habe ich da nichts dagegen, allerdings wollen die anderen Pferde eben auch ab und zu mal auf die Wippe, wogegen Flip eher was hat. Am liebsten würde er da eine Stunde stehen, vor und zurück wippen und zwischendurch natürlich kräftig gelobt werden wie toll er das macht und Leckerlis abstauben. Da die Wippe aber nicht alleine ausgebaut werden kann, kann ich ihm damit nicht so oft eine Freude machen.

Die anderen Sachen beim Pferdespielplatz sind für ihn jetzt nicht so wahnsinnig spannend. An der Rappeldose hüpfte er trotzdem mal los, ich denke aber eher, um zu schauen, ob nicht ein anderes Pferd mitmachen würde. 

Gestern habe ich mich mal nach unserer Asphaltrunde mit Westernpad draufgesetzt um zu schauen was Flip dazu sagt, wenn ich mal wieder reiten möchte. Mit Pad macht er das ganz brav (ohne hatte er mir ja neulich ziemlich schnell gezeigt, dass ich umgehend absteigen sollte). 

Da mir das Pad allerdings für Ausritte dann doch zu unsicher ist und leittraben ohne Bügel nicht geht (bin ich auch zu unsportlich), habe ich heute mal gesattelt und bin mit Lasse und Nick (er darf seinen Rehasport nun auch steigern), Richtung Wald gegangen.

Da Flip ja auch Rückenmuskulatur abgebaut hat, bin ich bis zum Wald und vom Wald wieder zurück gelaufen, aber im Wald habe ich mich etwas tragen lassen und wir haben das Freiberger-Reha-Programm mit 100 m Trab getestet.

Ich würde sagen, Flip ist schon besser gelaufen, hat aber nicht gelahmt. Beim zweiten Trab habe ich schon gemerkt, dass er wegen des aufkommenden Sturms etwas spannig wurde und er schien irgendwie eine Möglichkeit zu suchen seitlich vom Weg im Laub zu laufen. Da stolperte er allerdings, woraufhin er aus Lebensfreude oder Ärgernis über das Stolpern gleich mal bocken musste. Nicht schlimm, aber wir haben daraufhin das Traben eingestellt und ich habe ihn heimzus geführt.

Wir müssen ja nichts riskieren und ich finde, er ist dafür, dass er jetzt bald 4,5 Monate nicht mehr richtig bewegt wird, schon sehr brav.

Nun hoffe ich dass er weiter schmerzfrei bleibt und ich ihn tatsächlich wieder auftrainieren kann, so dass wir wenigstens gemütliche Ausritte im Schritt mit Trab- und Galoppeinlagen unternehmen können.

Gerne dürft ihr alle ganz fest die Daumen drücken, dass das klappt.

Sonntag, 5. Februar 2023

Der Tierarzt-Marathon geht weiter.

Hier der Bericht des aktuellen Standes der Untersuchungen und Behandlungen:

Am Montag war Dr. B. mal wieder da und hat seine Kollegin, die sich mit Ultraschall wohl besser auskennt, mitgebracht. Das heißt sie waren mit Helferinnen zu viert da und wir haben geschaut, ob man an der Sehnenscheide am Fesselgelenk links irgendetwas sehen kann.

Bei der Untersuchung, die Flip nicht so cool fand, weil eben cool d.h. kalter Glibber an rasierter Haut, kam heraus, dass wahrscheinlich die Sehnenscheide entzündet ist und Flip blöderweise dort auch Verkalkungen hat.
Das sind wohl wie so kleine Steinchen, die an den Sehnenfasern reiben, was wiederum bedeutet, dass uns das wahrscheinlich zukünftig begleiten wird.

Er wurde daraufhin mit Cortison an der Stelle gespritzt und hatte bis Donnerstag nach dem Frühstück wieder draußen in der Notbox Boxenruhe.

Solange er dort ein gefülltes Heunetz hat, ist für Flip die Welt so einigermaßen in Ordnung. Wenn allerdings kein Heu mehr vorhanden ist, der Wassertrog leer und noch dazu die Schiebetüre zum Putzplatz zu ist, sieht die ganze Sache dann schon etwas frustrierender aus.

Für Dienstag und Mittwoch hatte ich es so organisiert, dass mal Simone und mal Nici tagsüber mit ihm an die Tränke in den Laufstall gegangen sind, wo er immer lange und ausgiebig getrunken hat. Frühstück und Abendessen durfte er in den Fressstand gehen und auch zum Putzen habe ich ihn rausgeholt, sonst wäre es doch zu öde gewesen.

Jetzt haben wir die Aufgabe innerhalb von 2 Wochen von 20 bis 40 Minuten Schritt zu verlängern und Anfang übernächste Woche möchte Dr. B. dann noch mal vorbeikommen um zu schauen, ob die Spritze gewirkt hat.

Da es ja was an der Sehne ist, sollten wir sicherlich auch wenn wir dazu keine genaue Anweisung bekommen haben, auf hartem Boden laufen. Alleine findet Flip das Spazierengehen blöd, da ist es schön, wenn wir Begleitung finden … und wenn es wie heute regnet, verkneifen wir uns das auch und gehen in die Halle (gähn, langweilig).

Ich hoffe sehr, Flip läuft dann wieder, habe aber ehrlich gesagt vom Bauchgefühl her,die Vorahnung, dass unser Problem weiterhin noch unklar ist. Ich tippe weiter auf den Bereich Hals / Schulter, denn dort reagiert er auch auf Behandlung mit dem Novafon.

Jetzt versuche ich aber trotzdem optimistisch zu sein und hoffe, die Spritze schlägt gut an.

Scheinbar ist es durchaus möglich dass so eine Cortisonspritze auch 2 Jahre halten kann. Wenn wir also alle 2 Jahre die Behandlung vornehmen müssen, könnte ich damit gut leben.

Heute habe ich spaßeshalber mal nur allein die Tierarztrechnungen der letzten 4 Monate, in denen Blutbilder und Lahmheitsuntersuchungen gemacht wurden, zusammengerechnet.

Alleine durch diese Rechnungen komme ich auf einen Betrag über 3600 €. Da sind die Kosten für Osteopathen, Physios und so weiter noch gar nicht eingerechnet. Ganz schön heftig, dafür dass wir immer noch nicht ganz sicher sind, ob wir wissen was wirklich los ist.


Samstag, 28. Januar 2023

Gespräch mit Flip

Ich habe ein Weilchen überlegt, ob ich euch hier berichte, dass ich neulich über Tierkommunikation versucht habe Flip Fragen stellen zu lassen. Mich hat interessiert ob er mir einen Tipp geben kann, wo es ihm weh tut und warum er lahmt. Ich weiß, viele halten davon gar nichts, aber ich habe vor vielen Jahren mal einen Kurs gemacht und da war es schon sehr erstaunlich, dass es zu funktionieren scheint. Ich war dabei selber so zwischen, "das funktioniert nicht", " ich bilde mir das bestimmt alles ein" und "meine Güte ist das erstaunlich, es klappt doch", hin- und hergerissen.

Ich denke, es gibt vieles zwischen Himmel und Erde, das wir vielleicht mit dem Verstand nicht auf die Reihe bekommen, aber bis jetzt lag ich mit meinem Bauchgefühl bei Flip meistens richtig und da ich selber schon gemerkt habe, dass es klappt, wollte ich es mal wieder probieren. 

Mit dem eigenen Tier selber Tierkommunikation zu machen, ist allerdings sehr schwierig, denn da machen einem die eigenen Wünsche, Sorgen .... oft einen Strich durch die Rechnung und man kann nicht neutral entgegennehmen, was einem gesendet wird. Ich habe einen Kontakt von einer Freundin bekommen und das Gespräch klang schon sehr nach Flip. Die Dame hatte nur ein Foto und wusste ausser seinem Alter und seinem Namen nichts. Das fand ich sehr gut, denn schon wenn man mehr Eckdaten gibt, können einen der Verstand und die eigenen Erfahrungen fehlleiten. 

Vor einer Weile hatte ich es mit einer anderen Dame probiert, und da hat es nicht wirklich gut geklappt. Flip hat eigentlich nur geäußert, dass er seine Ruhe haben möchte und hatte keine Lust mit ihr zu kommunizieren. Sehr untypisch.

In dem Gespräch jetzt, war er aber, so wie ich ihn kenne und schien sich zu freuen, dass mit ihm Kontakt aufgenommen wurde. Warum er lahmt, ist danach allerdings etwas erstaunlicher. Denn es hieß, er hätte Blockaden am Atlaswirbel und es gibt Energiebahnen, die auch bei der chinesischen Medizin bekannt sind, die vom Genick über den Hals zur Brust runterführen. Wenn man dort Probleme hat, kann dies ausstrahlen auf das Bein. Die Dame war daher nicht sehr überrascht, dass wir bei den bisherigen Untersuchungen noch nicht viel finden konnten. Komisch ist, dass bei den Physioterminen das aber nicht aufgefallen ist. Wie auch immer, hat sie mir geraten mal einen guten Osteopathen drauf gucken zu lassen. Nachdem das mit Dr. K. ja nicht wirklich so toll lief, habe ich für morgen Abend aber mit einem anderen Osteopathen einen Termin vereinbart und werde mal anfragen, ob er das Genick und den Brustbereich vielleicht genauer anschauen kann. Der Bereich von Schulter und Brust ist nämlich genau der, den ich eigentlich in Verdacht hatte. Wenn man mit dem Novafon an der Brust ist, reagiert Flip nämlich auch dort stärker. Mal schauen, was der Osteopath feststellt. Dass ich den Tipp über die Tierkommunikation bekommen habe, werde ich ihm sicherlich aber auch nicht sagen. Gleichzeitig werde ich auch für alles weitere, was auch am Montag bei der Untersuchung im Tierarzt rauskommt offen sein. 

Ich habe Flip auch zu den Überlegungen, ob er eventuell in den kleinen Laufstall oben bei uns im Stall umziehen möchte, befragen lassen. Er hat sich da ziemlich klar geäußert. Er hält sich auf keinen Fall für einen Rentner, aber ich möchte hier noch nicht genauer berichten, was er darüber gesagt hat. So ein Umzug muss gut überlegt sein und ich muss überzeugt sein, dass es die richtige Entscheidung ist und sich Flip zukünftig wohlfühlt.  Auch ist für so eine Entscheidung wichtig zu wissen warum er lahmt und was er hat. Davon hängt ja auch ab, ob es behandelt werden kann und ob er in Zukunft fit sein wird oder man ihn eher schonen muss. Dass er nicht jünger wird und eventuell auch mehrere Zipperlein auftauchen können, ist mir dabei aber auch bewusst. 

Zu diesem Thema habe ich mich also noch nicht entschlossen und werde das mit Anni und Walter zu gegebener Zeit noch mal besprechen. Wichtig wäre natürlich auch zu wissen, mit wem er überhaupt dort oben einziehen könnte. Von seinen Freunden trennen möchte ich ihn nämlich eigentlich auch nicht, denn auch ich würde nicht in einer bloßen Zweckgemeinschaft wohnen wollen.

Suppe für Flip

Nachdem Flip immer wieder mehr oder weniger stark Durchfall hat, koche ich ihm zur Zeit Morosche Möhrensuppe und fülle sie in Twistoff-Gläser portionsweise ein, so dass er sein Mineralfutter mit Leinsamen... darin eingeweicht bekommen kann. 

Antje hat mir davon erzählt und die Suppe scheint bei Kindern und Hunden schon als gutes Mittel gegen Durchfall bekannt zu sein. Die Säuglingssterblichkeit wurde damit wohl sogar schon bekämpft.

Das ist das Rezept:  

Damit ich nicht täglich kochen muss, habe ich die letzten Male 2 kg Karotten auf 2 Liter Wasser genommen und daraus 7-9 Gläser (je nach Größe) erhalten. 
Sehe gerade, dass das Mischungsverhältnis bei mir nicht ganz wie beschrieben ist, aber ich verdünne es ja immer noch im Stall. 
Mit 1 Teil Möhren zu 2 Teilen Wasser hilft es jedenfalls, wie ich jetzt merke, nicht.


Sind die nicht schön? ;-))
Vorne Karotten rein, hinten Äpfel raus :-)
Das Kotwasser ist damit nicht weg und ganz super ist es auch nicht immer, aber deutlich besser, und das ist ja schon was. Erstaunlich auch, denn Flip verträgt rohe Karotten ja nicht so gut.

Sonntag, 22. Januar 2023

Neue Erkenntnisse aber weiter Unklarheit

Also diesen Text hatte ich am 18.01. für den Blog vorbereitet:


Nachdem  am 16.01. Montag der Tierarzttermin war, gibt es nun langsam doch mal Vermutungen, warum Flip das linke Bein entlastet. 

Am Morgen hat Sandy Flip noch bewegt und da lief er wohl ganz ordentlich (etwas komisch, denn Walter sagte, am Sonntagabend hätte Flip gehumpelt). Als Dr. B. dann da war, war schon im Schritt zu sehen, dass er schlecht zu Fuß sein wird. Normalerweise ist das nicht schön, aber er lief so lahm, dass wir jetzt endlich mal eine Leitungsanästhesie machen konnten um zu schauen von wo die Schmerzen kommen. 

Weil am Folgetag auch gleich Hufschmiedtermin war, haben wir den Montag genutzt um auch gleich Röntgenaufnahmen zu machen. Also die Aufnahmen waren wohl eher wie von einem jungen Pferd und nicht wie befürchtet so, dass überall Arthrose zu sehen ist und man dann überhaupt nicht weiß was man davon halten soll. 

Bei Flip ist es so, dass am Hufgelenk leichte Veränderungen zu sehen waren und auch noch unterhalb vom Fesselgelenk. Die zweitgenannten fand Dr. B. allerdings als Ursache eher unwahrscheinlich. 

Wir gehen also davon aus, dass er eine (leichte) Hufgelenksarthrose hat. 

Am Freitag werden wir Flip noch mal untersuchen und je nachdem, ob er lahmt, dann eine Leitungsanästhesie machen um das Gebiet näher einzugrenzen oder, falls er klar läuft, direkt auf Hufgelenksarthrose zu behandeln. Das ist im Grunde auch nicht der tollste Befund, allerdings würden wir so wenigstens jetzt mal einen Anhaltspunkt haben und wissen in welche Richtung eine Behandlung erfolgen kann. 

Ich freue mich, dass seine Röntgenaufnahmen ansonsten gut aussahen und auf die Frage, von wann die letzten Aufnahmen zum Vergleich vorliegen, musste ich schmunzeln. Die sind nämlich von der Ankaufsuntersuchung vor 16 Jahren in der Schweiz gemacht worden. 

Auch bei dem ganzen Prozedere war Flip anzumerken, dass er nicht zu den Pferden gehört, die Abspritzen und Röntgen schon kennen. Er fand das alles etwas seltsam, denn sowas haben wir bisher ja noch nie gemacht. Das Abspritzen hat ihm nicht gefallen, dafür ist er quasi ein Röntgenprofi. Stillstehen klappt.

Nichtsdestotrotz hat er sich gestern Morgen, als er auf den Putzplatz zum Hufschmiedtermin gehen sollte erinnert, dass die Aktionen am Vortag nicht so toll waren und wollte lieber wieder zurück in den Stall. Sowieso findet er es im Stall besser, denn die Nacht hatte er in einer der Notboxen bleiben müssen. Da wird er dann ab Freitag je nachdem was gemacht wird, leider wieder 1-3 Tage sein Quartier aufschlagen müssen.

Der Hufschmiedtermin war dieses Mal auch ein klein wenig schwieriger, da das Beschlagen mit Verband für Flip blöd war und auch das Gewicht auf den verbundenen Fuß zu nehmen, ihm schwer fiel. 

Ich hoffe aber, das ist alles nur noch eine Sache der Zeit und hoffe, dass die Luwex-Einlagen zur Stoßdämpfung auch ihren Teil dazu beitragen, dass er zukünftig besser zu Fuß sein wird.

Ob ich für Freitag Abend den Termin mit Dr. K. absage, bin ich immer noch unschlüssig. Der erste Termin war ja sehr seltsam und irgendwie habe ich da auch nicht so richtig Vertrauen, andererseits denke ich, schaden kann es vielleicht auch nicht, denn er hatte ja auch nach den Innereien geschaut. Falls ich den Termin mache und er nicht anders läuft wie beim ersten Mal, wird darunter aber ein Schlussstrich gezogen.

So, und nun kommt das Udate:

Am Freitag war Flip noch lahm und wir haben nochmal eine Anästhesie per Gelenkspitze ins Hufgelenk gemacht um die Ursache genauer einzugrenzen. Dabei kam heraus, dass es das wohl doch nicht war, denn er lahmte weiter. Auch beim Fesselgelenk keine Lahmfreiheit. Schließlich wurde noch die Sehnenscheide betäubt und da lief er besser… allerdings auch nicht ganz klar, weshalb ich von er Diagnose auch nicht überzeigt bin. Dr. B. wohl auch nicht so richtig, denn am 30.01. soll dieser Bereich nochmals genau untersucht werden und auch ein Ultraschall erfolgen. Mal sehen was da rauskommt.

Flip hat jedenfalls die ganze Untersuchung superbrav mitgemacht, so dass er von Dr. B. und Assistentin ein großes Lob bekommen hat.

Dr. K. habe ich abgesagt. Ich denke, das war richtig, denn zum Arzt braucht man ja Vertrauen und mein Bauchgefühl war bei ihm nicht so gut.

Übers Wochenende hatte Flip Boxenruhe, was für mich heißt, dass es nicht ganz so ruhig war. Morgens und abends fahre ich zum Misten rüber, fülle noch sein Heunetz und lasse ihn zu den Fütterungszeiten zu den anderen in den Fresstand.

Damit Anni und Walter nicht noch mehr Arbeit haben, nehme dazu auch gleich die beiden anderen Fußkranken mit und bringe sie danach zurück in ihre Boxen. Nachmittags schaue ich noch zur Bespaßung d.h. Putzen und zur großen Tränke gehen … vorbei, Heute morgen ist er auch dem Rückweg zur Box erst einmal abgebogen um zu schauen, ob noch alles beim Alten ist und Nick in der Box steht… Dann ging er zurück zum Fresständer um dort weiter zu fressen. Also was habe ich gemacht? Gewartet.

Morgen nach dem Frühstück darf er bei den anderen bleiben, 20 min. spazieren laufen und bis Ende der Woche dürfen wir dann auf 30 min. steigern. Montag schauen wir dann wie es weitergeht. Entweder Abspritzen und warten, weitersuchen, behandeln… man weiß es noch nicht. Bleibt spannend, aber ehrlich gesagt würde ich schon gerne mal wissen was los ist und eine Diagnose, die behandelbar ist, wäre mir auch lieber als Arthrose.