Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 4. Januar 2026

Gutes, neues Jahr!

 Ich hoffe, es sind alle gut ins Jahr 2026 gestartet.

2026 ist nach dem chinesischen Kalender das Jahr des Feuer-Pferdes und Flip hat mir gleich zu Beginn eine Freude gemacht, in dem er als er meine Stimme gehört hat, gleich aufs Paddock rausgelaufen kam. Das ist sonst eher unüblich und ich muss meist rufen und ihn dann innen abholen, sofern er nicht ohnehin gerade auf dem Paddock steht.

Ich hatte noch überlegt, ob ich Silvester auf 0 Uhr in den Stall fahre, habe mich dann aber doch für mein Bett entschieden.

Da ich weiß, dass Flip sich bei dem Geböller eigentlich nicht aufregt und Anni versprochen hatte, dass auch die Boxenpferde Heu bekommen, konnte ich beruhigt schlafen gehen.

Ab dem offiziellen Verkaufsstart der 29.12 war schon ziemlich viel Geknalle zu hören und auch am 31.12 knallte es schon nachmittags, als ich mit Flip spazieren war, unentwegt. Flip hat das eigentlich nicht gestört, bis auf ein paar Raketen, die mit seltsamem Gejaule losgingen. Das fand er dann doch auch etwas spooky. 

Dass die Raketen und Böller eigentlich erst um 0 Uhr zu Begrüßung des neuen Jahres hochgelassen werden sollten, hat sich zu den meisten Leuten offensichtlich nicht mehr rumgesprochen.

Am nächsten Morgen habe ich jedenfalls in der Koppelgruppe Videos und Fotos gesehen die zeigten, dass die Pferde ohne große Aufregung ins neue Jahr gestartet sind. 

Auf einem Bild war auch Flip zu sehen, der auf seinem Paddock stand.

Ja, und wenn man richtig hinschaut, sieht man ihn dort mit einer Decke stehen. Als es neulich so kalt war, hatte ich das Gefühl, er ist wie eingefroren und hat keinen Schritt freiwillig gemacht. Ich habe dann doch mal eine dünne Decke draufgelegt und beobachte nun, ob er sich damit wohler fühlt. In der Paddockbox kann er sich natürlich zum Aufwärmen weniger bewegen als im Laufstall, ist allerdings in seine Bewegung mit der Decke schon etwas eingeschränkt.

Nachdem aber von allen möglichen Seiten der Hinweis kam, dass er ja mittlerweile älter ist und vielleicht mehr Wärme braucht, probieren wir das eben halt mal. Bis jetzt habe ich noch keinen großen Unterschied bei der Bewegungsfreude feststellen können.

 Anfang des Jahres ist das sowieso so eine Sache, denn da sind die Pferde noch von der kurzen, gestörten Nachtruhe müde und müssen Schlaf nachholen.

Am Neujahrs-Vormittag war ich mit Andrea zu einem Spaziergang und Fotos verabredet, aber dazu nachher mehr. Als ich nachmittags nochmals zu Flip kam, lag er beim Mittagsschlaf in der Box. So süß. Im Normalfall sehe ich ihn ja nicht liegen.  

Ich habe ihn etwas gestreichelt und als ich mit der „Kehrwoche“ auf dem Paddock fertig war, stand er auch auf um mit Lasse, der ihn an der Box abholte (da musste Flip aber schauen) noch etwas auf die Koppel zu gehen.

Insgesamt ist Flips Bewegungsdrang ja nicht der Größte und ich habe so das Gefühl, von seiner Art und der Freude am Laufen wird Flip seinem alten Kumpel, Aquino immer ähnlicher. 

Vielleicht muss ich mich einfach aber auch damit abfinden, dass er nun ein älterer Herr ist und eben nicht so große Lust hat zügig zu laufen. Sobald allerdings mehrere Pferde bei einem Spaziergang dabei sind, kann er ohne weiteres fleißig vorneweg stapfen und auch bei der Handarbeit, die ihm Spaß macht, ist er voll dabei.

Auch gestern sind wir nach einem Spaziergang über die verschneiten Wiesenwege noch in die Halle gegangen, wo er richtig toll (und für mein Tempo fast zu schnell) lief. Besonders macht es ihm Spaß an der Hand zu galoppieren. Das klappt aus dem Schritt am besten und natürlich freut er sich dann auch immer, wenn es ein Lavisano als Belohnung gibt.

Als weitere Belohnung durften Flip und Lasse noch ein Viertelstündchen auf die winterliche Koppel und dort ein wenig Gras zupfen. Da freuen sich die zwei immer sehr und ich freue mich, dass ich es Flip ermöglichen kann das ganze Jahr wenigstens kurz rauszukommen.






Zum gemütlichen Spaziergang an Neujahr, hatte ich mich, wie schon oben erwähnt, mit Andrea verabredet, die auch Ihre Kamera dabei hatte. 

Zuerst haben wir den müden Flip zu einem Spaziergang genötigt und danach die leere Halle genutzt um ihn etwas laufen zu lassen. Seine Begeisterung für die Bewegung war nicht allzu groß und man sah ihm die Müdigkeit ziemlich an. Leider lief er auch nicht so ganz klar, aber Bewegung tut ihm gut und als ich mitgerannt bin, was er ohnehin besser findet, als alleine zu laufen, hatte er auch Spaß.

Es sind einige schöne und auch typische Fotos entstanden. Schaut mal:









                                            Flips Kommentar zu viel Bewegung ;-)



Dienstag, 23. Dezember 2025

Schöne Weihnachten allen Blog-Lesern!

Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, Plätzchen gebacken und Weihnachtsgeschenke alle eingepackt und werden morgen noch schnell verteilt. Wie passend ist da das tolle Geschenk, das ich heute quasi als Rückblick auf das Jahr bekommen habe.

Andrea hat mir, als wir uns zu einem gemeinsamen Spaziergang getroffen haben, einen schönen, großen Kalender für 2026 mit tollen Bildern von Flip übergeben. 

Was für schöne Erinnerungen an das vergangene Jahr! 

Ich hoffe, wir werden im kommenden Jahr noch viele Gelegenheiten haben weitere tolle Bilder zu machen und vielleicht haben wir ja den Winter auch noch Glück und können noch ein paar Schneebilder machen. 

Es ist zwar nun ein paar Grad kälter geworden, allerdings war es die Tage noch so schön sonnig und mild, dass Flip und Lasse noch mal kurzzeitig auf die Koppel durften.

Das fanden die beiden natürlich klasse, allerdings waren sie nicht so erfreut, dass sie schon nach 15-20 Minuten mit uns wieder in den Stall zurückkehren sollten. Wir waren uns aber nicht so ganz sicher wie viel von dem kalten Gras sie wirklich vertragen. 

Ich freue mich jedenfalls schon auf das Frühjahr, wenn die Koppel eröffnet wird, es wieder schön warm ist und wir den kommenden Sommer die eigene Koppel hoffentlich ausgiebig nutzen können. 

Flip verliert schon Winterfell das heißt er stellt sich schon langsam auf das Ende des Winters ein. Ich glaube allerdings, das ist etwas voreilig.



Mit frisch gerichteten Hufen stapft Flip jedenfalls mal fleißiger, mal gemütlicher durch das Leben und lässt es gerne etwas geruhsamer angehen.

Okay, er ist ein älterer Herr, zeigt allerdings montags in der Bodenarbeitsstunde mit Lisa oder auch wenn er sich warmgelaufen hat und frei in der Halle ist, dass er noch ordentlich Gas geben kann.

Bei Spaziergängen findet er allerdings, mindestens wenn wir alleine unterwegs sind, dass ein gemütlicher Schlenderschritt völlig ausreichen könnte. Es ist dann etwas mühsam ihm zu erklären, dass die Spaziergänge auch sein Sportprogramm darstellen. Ich bin daher froh, wenn wir Begleitung finden, denn dann ist Flip deutlich motivierter. 

Je mehr Pferde desto zügiger läuft er (Siehe auch beim Nikolausspaziergang).

Dienstag abends gehen wir als zweite Runde (Andrea ist ja dienstags und donnerstags vormittags schon mit ihm unterwegs) wie man auf dem Foto sehen kann, mit Leucht-Ausstattung, meistens mit Lasse noch eine Runde spazieren. Er hat vorher Reitstunde und zum Abtrocknen begleiten wir ihn, so wie nachher auch. 

Auch die Sonntagsspaziergänge mit Vanessa und Roy sind ein ziemlich fester Bestandteil in unserem Kalender geworden. Vanessa und ich freuen uns, wenn wir bei netten Gesprächen mit den Jungs eine große Runde drehen können, denn keiner von uns hätte Lust ganz alleine bis durch den Seewald zu marschieren. Zu viert macht das doch mehr Spaß. 

Alles in allem, hat sich alles ganz gut eingespielt, Flip steht Dank des Trainings mit Lisa und der Pflegebeteiligungen, die dafür sorgen, dass er oftmals zweimal am Tag rauskommt, ganz gut da und ich bin ganz happy wie sich alles eingespielt hat. 

Sonntag, 7. Dezember 2025

Im Dezember angekommen

Mittlerweile ist Anfang Dezember.

Flip hat sich schon ein ordentliches Winterfell zugelegt, aber die Temperaturen sind (zum Glück) noch nicht so arg winterlich. 

Bis Ende November konnten die Pferde sogar noch auf die Koppel gehen, was Flip hier in den Breiten noch nie konnte. 

Es waren noch ein paar schöne sonnige Tage und die beiden Jungs haben sich gefreut, dass sie die Koppel so lange nutzen konnten.

Da bei Nachbars seit diesem Jahr Winterkoppeln eingerichtet sind, tuen wir uns auch etwas schwerer den beiden klar zu machen, dass sie nicht raus können.

Ich freue mich, dass das mit Flip und Lasse, der Flip immer im Auge zu haben scheint um den Koppelgang nicht zu verpassen, und vor allem auch mit Simone so gut klappt. Oftmals hat sie die Pferde tagsüber, wenn ich im Büro war, rausgebracht und sich sogar beim Laubrechen betätigt.

Ich bin sowieso sehr froh, dass Simone nicht auch noch ausgezogen ist, als Nick und die Mädels gingen. Wir gehen nun häufig zusammen raus, sie nimmt Flip als Handpferd mit, oder wir überlegen wie wir den beiden auch draußen Abwechslung bieten können.







Kürzlich haben wir daher eine Baustellenbegehung gemacht und haben Lasse die kleine Wippe gezeigt, auf der Flip immer wieder seine Krankengymnastik macht. Natürlich hat der kleine Mann das auch gleich verstanden wie das funktioniert. Er konnte es ja auch beobachten, wie Flip das macht.


Ich denke, man sollte den Pferden zwar Beständigkeit bieten, aber trotzdem versuchen ihren Kopf wach zu halten, neue Gegenden erkunden und auch montags schauen wir, dass wir das Programm erweitern. 

Kürzlich haben wir bei der Handarbeit auch Galopp an der Hand gelernt. Das scheint Flip Spaß zu machen. Natürlich nur ein paar Sprünge, sonst würde ich nicht mithalten können. 

Auf dem einen Foto seht ihr, dass auch den Laufstallpferde Abwechslung in Form eines großen Kartons zum Beschäftigen angeboten wurde. Das fanden sie klasse, aber der Karton war ruckzuck platt.

Die letzten Tage haben sie auch immer mal wieder einen Großballen Stroh in den Liegebereich bekommen, an dem sie knabbern konnten. Das würde Flip auch gefallen.

Letzten Freitag hat Simone einen Mädelsausflug gemacht und prompt hat Lasse, der sonst nie krank ist, ein dickes, blutendes Auge und Blut aus den Nüstern gehabt. Was für ein Schreck! 

Simone hat es morgens noch schnell angeschaut, die Tierärztin verständigt und ich habe den Termin wahrgenommen. Zum Glück war es alles doch nicht ganz so schlimm, wie es aussah. Das Auge ist in Ordnung, er hatte aber, wo auch immer her, eine Platzwunde auf der Innenseite des Oberlids. Als die Sedierung nachgelassen hat, sind dann Lena und ich mit Flip und Lasse zu einem Spaziergang aufgebrochen.

Da wir uns danach mit der Augensalbe schwergetan haben, weil ihm das Auge weh getan hat, war ich sehr froh, dass Carina noch vorbeikam und uns dabei behilflich war ihn zu verarzten. Schon am Sonntag sah der kleine Mann zum Glück wieder fast normal aus. 

Nachdem es hier zwar paar Tage sehr kalt war, es nun aber schon wieder über 10 Grad hat, schwitzt Flip, wenn es sich mehr bewegt. Ich habe daher nach einer Abschwitzdecke für ihn geschaut, die mit dem dicken Winterfell nicht zu warm ist, ihn aber dann doch für die kalten Nächte trocknet. Das ist gar nicht so einfach. 

Die erste Decke taugte irgendwie nichts und die Zweite soll scheinbar richtig gut sein, aber die sieht etwas rausgewachsen aus. Ist auch eine komische Größenangabe mit 130-145cm. Ich werde sie trotzdem behalten, denn bei diesen Temperaturen kann ich ihm auch keine dicke Fleecedecke auflegen. 

Diese Deckenaktion und Frage, ob man so ein älteres Pferd nicht doch eindecken soll, geht mir, ehrlich gesagt, ziemlich auf den Geist, denn das ist ja kaum machbar, wenn es nachts kalt ist und mittags warm. Theoretisch müsste man da ständig die Decke rauf und runter machen oder mit unterschiedlichen Decken hantieren. Solange es geht, möchte ich das vermeiden.

Gestern war im Stall die Weihnachtsfeier und es war wieder ein richtig schönes Fest. Wir haben dieses Jahr alle ein tolles Geschenk bekommen, das Anni eine unglaubliche Arbeit gemacht hat. Aus alten Büchern, hat sie durch Falten und Schneiden einen Pferdekopf und für jeden noch den Pferdenamen darunter gemacht. Was für eine Arbeit! Das hätte ich nicht mal nur für ein Buch versucht.

Als wir so gegen 22 Uhr nach Hause gegangen sind, habe ich kurz bei Flip versucht vom Treibgang aus in die Box zu spicken. Da ich ihn aber nicht sehen konnte, habe ich mit dem Handy ein Bild gemacht und Flip nun das erste Mal in der Box liegend gesehen. Ich denke, wenn ein Fluchttier mit Hintern zum Ausgang schläft, ist das ein gutes Zeichen und er fühlt sich sicher.

Gestern hatte ich schon festgestellt, dass das Eisen hinten rechts locker wird.

Heute vor dem Nikolausritt musste ich allerdings feststellen, dass es schon so lose war, dass wir so nicht mitlaufen hätten können.

Auch wenn so ein Eisen noch so locker scheint, hält es meistens an einem Nagel unheimlich fest am Huf und will einfach nicht abgehen. Was bei Jojo so einfach aussieht, stellt unsereins dann doch auf die Probe. Zum Glück hat mir Didi mit ihrem Werkzeug geholfen und nach knapp 30 Minuten hatten wir das Eisen dann endlich auch unten und konnten uns richten, um als Nikolaus verkleidet zu starten.

Lasse war wieder besonders hübsch geschmückt:

 
Mit 12 Pferden sind wir (zum Glück, bei ordentlichem Wetter) losgelaufen/geritten.

Flip ist es immer sehr wichtig, dass er vorne laufen kann und die Gruppe anführen darf. Auch dieses Jahr haben wir das so gemacht und ich habe geschaut, dass wir gleich als erste aus dem Hof kommen, damit er sich nicht, wie letztes Jahr, zwischen allen durchdrängelt und die anderen zur Seite schuppst. Da war er letztes Jahr nämlich nicht so zimperlich. 


Wie immer, war es eine schöne, gemütliche Runde und hinterher gab es noch Punsch und Plätzchen. Schön war's! 


Am Dienstag früh kommt dann Jojo und wir bekommen wieder frische, neue Eisen, mit denen wir dann in das neue Jahr starten können.