Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Samstag, 25. Juni 2022

Was hat er denn?

Nachdem ich mir 10 Tage Auszeit in der Schweiz gegönnt habe, melde ich mich nun zurück. Flip wurde von  Nici, Marie, Jako und Simone gut versorgt und hatte ein abwechslungsreiches Programm. 

Hier ist es mittlerweile unheimlich warm und die Pferde freuen sich wenn im Stall ab und zu zur Abkühlung wieder der Rasensprenger von Anni aufgestellt wird. So wasserscheu wie Flip sonst ist, darauf steht er und sieht danach immer aus wie ein panierter Freiberger. Egal, Hauptsache er hat Spaß.


Ansonsten freut er sich natürlich wenn er auf die Koppel darf, auch wenn es da so ohne Schatten schon enorm warm ist und das Gras wahrscheinlich mittlerweile auch nicht mehr so fürchterlich lecker schmeckt. Das Gras steht auf der Koppel so hoch wie in einer Steppenlandschaft und die Pferde verschwinden darin fast. Flip ist ja zum Glück etwas größer und auch nicht in Tarnfarbe wie der kleine Lasse ;-), da finde ich ihn wenigstens noch.

Weiterhin macht mir etwas Sorgen, dass Flip so sehr müde ist und sich nicht als unbedingt nötig bewegen möchte. Mir gefällt auch nicht, dass er irgendwie so depressiv wirkt und wie in sich reinschaut. Das kann doch nicht nur das Alter und die Wärme sein! 

Am liebsten geht er in größerer Gruppe ausreiten und läuft da dann auch chefmäßig voran. Das Neueste ist gerade, dass er nicht mehr alleine hinten vom Hof geritten werden möchte. Da geht er dann plötzlich nur noch der Rückwärtsgang rein, außer irgendwer führt uns raus. Auch mit Marie hat er das schon abgezogen. Da bin ich ja beruhigt, dass er das nicht nur bei mir macht. 

Kürzlich habe ich doch tatsächlich fast 10 Minuten gebraucht ihn zu überzeugen. Da geht es dann ganz offensichtlich auch darum, wer den längeren Atem hat und er hat einen sehr langen Atem. Freitag nachmittags muss er meinst mit mir allein Vorlieb nehmen und da ich da frei habe, können wir in Ruhe diskutieren wer sich letztlich durchsetzt. Gibt’s doch nicht! Mir wurde ja schon gesagt, dass auch Pferde im Alter etwas sonderbar werden können, aber das hatte ich dann doch nicht erwartet.

Auch gestern hatte er keine rechte Lust mit mir den Hof zu verlassen. Mit Mühe konnte ich ihn zum Vorwärtsgehen überreden weil er Walter dort im Hof gesehen hat. Er lief also bis zur Garage und schlug vor von dort aus das Fohlen auf der Nachbarkoppel zu beobachten und es damit gut sein zu lassen.

Irgendwann läuft er zwar dann schon, aber es macht natürlich kein gutes Gefühl wenn man ihn erst so überreden muss.

Um checken zu lassen, ob er ein körperliches Problem hat, war gestern Lauras Physiotherapeutin da (schadet vielleicht nicht mal einen fremden Pysio drauf schauen zu lassen). Flip hat im Hals ziemlich Blockaden gehabt was, wie sie sagte, ein ranghohes Pferd schon sehr einschränkt wenn es durch andere Pferde herausfordert wird und gleichzeitig auch psychisch einschränkt weil er sich dann nicht richtig wehren oder schnell ausweichen kann.. 
Was auch immer zur Zeit im Stall los ist, hoffe ich, es kehrt bald wieder Ruhe ein, denn nicht nur Flip hat Bisse (Flip neulich richtig heftig, da hing am Hals die Haut mit Blut gefüllt richtig runter und es hat 2 Wochen gedauert bis es verheilte ... dann hatte er neue Spuren an der anderen Seite  :-( ) Ich bin sicher, dass das seine Stimmung nicht gerade hebt.... meine auch nicht!

Sie hat jedenfalls nun die Blockaden im Hals gelöst und bestätigt, dass die Rückenmuskulatur zur Zeit etwas schief ist. Das kommt wohl daher, dass die Sättel nicht gepasst haben. Wir haben daraufhin meinen alten Dressursattel und die Sättel, die ich von Carina und Nicole zum Probieren habe, draufgelegt. Außer bei unserem neuen Sattel hat Flip reagiert und klar angezeigt, dass ihn die anderen Sättel drücken. Die ganzen Dressursättel wird man laut der Physiotherapeutin vermutlich auch nicht für ihn passend machen können. Nun bin ich mal gespannt was mein Sattler dazu sagt, werde aber versuchen mich Mitte Juli bei Carinas Termin mit ihrem Sattler anzuschließen. Wäre schon schön, wenn wir einen Sattel finden würden, der uns beiden passt.

Zusätzlich werde ich auch wieder ein Blutbild machen lassen und hoffe, dass auch Jojo bald wieder fit ist und sich seine Hufe anschauen kann. Ich glaube, unser jetziger Beschlag ist schon in Ordnung, kenne mich damit aber ja nicht gut genug aus und habe bisher ja bei Wechseln des Hufschmieds keine guten Erfahrungen gemacht.

Ich möchte mich einfach absichern, dass alles in Ordnung ist und ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich Flip ermahne sich etwas mehr zu bewegen. 

So schön es ist ein Pferd zu haben, es ist halt doch viel Verantwortung und die Gelegenheiten sich Sorgen zu machen, werden bei zunehmendem Alter des Pferdes immer mehr.

Samstag, 28. Mai 2022

Sattel - ein schwieriges Thema + Spaziergang mit Fotostops

Also das Sattelthema hat sich noch nicht ganz geklärt. Die Sattlerin war da und hat festgestellt, dass sowohl der Dressursattel, als auch der Westernsattel nicht passen. Flip hat auch ziemlich klar gezeigt, dass er vor allem auf den Westernsattel keine Lust hat (hat beim Satteln und Absatteln den Kopf immer hochgeworfen). Sie sagt, der Westernsattel würde eine Brücke auf dem Rücken bilden und der Dressursattel wäre am Widerrist zu weit und zu eng gleichzeitig.

Das bedeutet er kommt zu weit herunter und drückt auf die Schulter und am Widerrist. Außerdem hat sich der Schwerpunkt des Sattels scheinbar nach vorne verlagert, was für mich das Reiten auch nicht gerade angenehm gemacht hat.

Ich habe daraufhin also den El Campo, den ich eigentlich schon immer haben wollte, Probe geritten und siehe da, Flip konnte sich wieder gut vorwärts abwärts strecken und war auch an der Hand nicht mehr so maulig. 

Er passt Flip, das Problem ist jetzt nur, dass mir das Steißbein beim Reiten weh tut obwohl der El Campo unheimlich weich gepolstert ist. Sicherlich liegt das auch daran, dass der Schwerpunkt nun weiter hinten ist und es ungewohnt ist. So ganz überzeugt hat mich der Sattel zwar nicht, aber ich hoffe, ich gewöhne mich an ihn. 

Die Alternative wäre den Sommer über nicht zu reiten und nur zu laufen bis ich eine andere Lösung gefunden habe. Auf einen neuen Sattel, welcher auch immer und von welchem Sattler auch immer, wartet man wohl gut 12 bis 16 Wochen. Nur zu laufen, finde ich jetzt nicht erstrebenswert, weshalb ich den El Campo dann doch gekauft habe.

Leider hat sich mein Hintern aber nicht an den Sattel gewöhnt und so habe ich mit der Sattlerin noch mal gesprochen, ob sie mir eventuell doch meinen Dresdursattel passend machen könnte oder mir sonst einen anderen Sattel verkaufen oder, z.B den fast neuen von Raffi anpassen könnte. Das möchte sie allerdings nicht machen, da sie findet, dass ein Dressursattel nicht optimal zum Ausreiten ist. Das mag zwar sein, aber ich kenne kaum Leute, die zum Ausreiten einen extra Sattel haben. 

Den El Campo behalte ich jetzt erstmal und wenn es nur zum Überbrücken der Zeit ist, bis ich eine Endlösung gefunden habe. Sie würde den Sattel dann in Kommission nehmen oder ich kann ihn auch privat verkaufen. Da bleibe ich mit ihr im Gespräch ... wohl wissend, dass ich vermutich Geld kaputt mache, aber was soll ich sonst machen?

Ich habe außerdem noch meinen bisherigen Sattler, Herrn W., angerufen damit er Bescheid weiß und ihn gefragt, ob er sich die Sättel noch mal ansehen und evtl. anpassen könnte. Leider hat er aber vor dem 20 Juni keine Zeit weil er in Urlaub fährt. Vielleicht kann er ja meine Sättel oder den von Carina oder Nicole passend machen. Eine Auswahl hätte ich zur Verfügung. 

Es ärgert mich halt auch etwas, dass nun beide Sättel nicht passen obwohl ich sie jährlich prüfen lasse und Mitte Dezember scheinbar noch alles oakay war. Seltsam, denn Flips Rücken hat sich nicht so sehr verändert. 

Ich würde mich wundern, wenn man für Flip keinen passenden Sattel finden könnte, es dauert nun halt. Mal schauen wie dieses leidige Thema weitergeht. 

Neulich durfte ich testweise auf dem Rückweg vom Ausritt auch mal auf Lasse reiten um seinen Sattel zu testen. Mag sein, das der Sattel bequemer ist, mein Steißbein ist aber nun so gereizt, dass ich alles unangenhem spüre.
 

Gerade klingelt der Paketmann und bringt noch den Lammfellüberzug für den El Campo. Vielleicht wird er ja damit auch für mich bequem.

 

Da ich immer wieder schaue, das Flip sattelfreie Tage hat und um meinen Hintern zu schonen, war ich heute mit Simone und Matilda spazieren bzw Matilda ist mit uns spazieren geritten. 

Dabei haben wir geschaut, ob wir irgendwo eine schöne Fotokulisse für unser nächstes Fotoshooting mit Rainer finden. Wenn man mit offenen Augen durch die Gegend läuft, stellt man erst fest wie schön die Landschaft eigentlich ist. Leider ist es aber nicht überall für Fotoshootings geeignet, denn bei uns stehen, wie wir feststellen mussten, unheimlich viele Hochspannungsmasten rum, die natürlich im Hintergrund nicht so hübsch sind. 

Wir haben aber trotzdem einige Plätze am anderen Ende des Orts entdeckt, wo man einen schönen Hintergrund hätte, Mohnblumen und wilde Rosen wachsen .... und, die vielleicht in Frage kommen.

Wir haben, wie ihr seht, gleich mal mit unseren Handykameras ein paar Probeaufnahmen gemacht. Guckt mal:





Schön war´s!

Donnerstag, 19. Mai 2022

Koppelsaison eröffnet

 Ja, genau, die Koppeleröffnung naht. Flip checkt schon mal, ob sein Koppelhalfter dabei ist.

Auch wenn es dieses Jahr kein Koppelcafe gab, wussten die Pferde trotzdem, dass es bald soweit ist und sie runter dürfen
Große Freude als es soweit war

Flip rannte zwar freudig mit runter, aber wenn man ein Bild in Aktion haben wollte, hätte man sehr schnell sein müssen ... und noch dazu im Treibgang stehen müssen. Leider gibt es daher dieses Jahr kein besseres Bild von Rainer, auf dem Flip im Galopp zu sehen ist...


... denn kaum Gras unter den Hufen, begann Flip zu fressen während die anderen Freudensprünge machten und ihre Runden drehten.





Flip schaut sich den Neuzugang Lino an.
... dann der neue Chef :
Der Führungsstil der Herde hat sich geändert :-(
Nach einer Stunde war wieder "Feierabend"

Am zweiten Tag war es schon ruhiger
Geht´s noch enger?
Da war sogar Zeit sich hinzulegen und zu wälzen

Samstag, 7. Mai 2022

Kolik, Loch im Huf und Ungewissheit, ob die Sättel passen - nicht so gut!

Heute melde ich mich mit keinen so guten Nachrichten der letzten Tage.

Letztes Wochenende hatte Flip eine Kolik. Nachdem am Samstag tiefgemistet wurde, hat er sich offenbar den Bauch so mit frischem Stroh voll geschlagen, dass er nachts Bauchweh bekommen hat. Zum Glück hat das Anni bei ihrem letzten Rundgang vor dem Schlafengehen gemerkt und sich bei mir gemeldet.

Ich bin daraufhin natürlich gleich ins Auto gestiegen und zu ihm gefahren. Sein Bauch war ziemlich dick und aufgegast und es bubberte wie wild, aber er äpfelte nicht. Ich bin dann also mit ihm in der Halle rumgelaufen in der Hoffnung, dass er Ballast abwirft und es ihm besser geht. Irgendwann ist mir ziemlich Unruhe im Stall aufgefallen und, dass ein Pferd stöhnt. Als ich nachgeschaut habe was da los ist, habe ich dann Hypnos hinter den Fressständer liegen sehen. Er kam nicht mehr alleine auf die Füße und die Herde war auch besorgt und nervös. Nachdem auch die Bemühungen von Anni und Walter nicht geholfen haben, haben wir seine Besitzerin verständigt, die dann auch kam. Sie hat ihn mit Kreislauftropfen, gutem Zureden und größere Mühe wieder auf die Füße bekommen, allerdings ist er ihr dabei so auf den Fuß getreten, dass nun ihr Mittelfuß gebrochen ist. Da sie also dann auch stark lahmte bin ich mit den beiden älteren Herren in der Halle gelaufen bis die Tierärztin kam und beide Pferde untersucht hat.

Beide wurden verarztet, Flip hat ein Haufen Spritzen bekommen, wollte sich aber keine Nasenschlundsonde setzen lassen. Das kann ich völlig nachvollziehen. Wir haben aber das Paraffinöl auch so in ihn rein bekommen, denn ich wollte ihn auf keinen Fall in der Nacht noch sedieren lassen. Die Nacht hat er dann mit einer großen Portion sehr dünne Mash in der Halle verbracht damit er nicht weiter Stroh und Heu frisst.

Das hat wohl ganz gut geklappt und so wie es sein sollte, hat Anni am nächsten Morgen zwei Häufen vorgefunden und er konnte dann wieder in den Fressständer und mit den anderen Heu frühstücken. Wenn auch nur eine kleinere Portion.

Den Sonntag habe ich dann damit verbracht ihn zu bespaßen und dabei vom Futtern abzuhalten. Das heißt, ich kam nachts um 2 Uhr ins Bett, habe gefühlt gar nicht geschlafen und war am nächsten Morgen um 6 Uhr wieder bei ihm. Dann haben wir gleich mal einen morgendlichen Spaziergang mit Laura und Maus gemacht, danach waren wir in der halle mit ball und Plane, mittags hatte er mit Nici 1,5 Stunden Beautyprogramm und nachmittags war ich dann nochmals mit ihm und Simone mit Lasse spazieren.

Das war ein Programm … und wir waren beide hundemüde. Den anderen Pferden hat man auch angemerkt, dass es eine unruhige Nacht war. Auch sie lagen tagsüber und haben einen ausgiebigen Mittagsschlaf gemacht. Zum Glück war Flip aber am Sonntag aber wieder so fit, dass er wieder in die Herde konnte und fand es auch gar nicht schlecht, dass er paar Mal am Tag leckeres flüssiges Mash bekommen hat.

Da es eine Verstopfungskolik wegen dem Stroh war (wir werden zukünftig am Tag des Tiefmistens wohl mehr Programm machen müssen), hatten wir Glück und konnten dann auch langsam wieder anfangen ab Montag grasen zu gehen. Flip muss ich ja auf die heutige Koppeleröffnung vorbereiten. Ich will ja nicht, dass er womöglich vom frischen Gras Rehe bekommt.

Hyps geht es zum Glück auch wieder besser. Ich will gar nicht wissen was passiert wäre, wenn ich ihn nachts nicht in seiner misslichen Lage gefunden hätte. Das hätte ganz schlecht enden können.

Ja, und dann hatten wir vorgestern noch Hufschmied. Flip hat schon eine ganze Weile am linken Vorderfuß einen waagrechten Riss in der Mitte gehabt. Jojo sagte schon, dass wäre nicht bedenklich solange der Riss waagrecht und nicht senkrecht wäre. Ich hatte aber das Gefühl, dass er sich leicht ausbeult und so hat Nathanael am Donnerstag mal etwas daran gefeilt damit wir sehen wie tief es ist. Daraufhin trat eine klebrige graue Masse aus dem Hof aus. 

Das heißt Flip hatte wohl ein Hufgeschwür, dass er nicht gezeigt hat und das nach unten auf dem Weg war heraus zu wachsen. Nathanael hat daraufhin die Stelle etwas geöffnet damit der Druck entweichen kann und nun hat Flip ein Loch in der vorderen Hufwand. Das beunruhigt mich schon ziemlich, denn das kann ich ja nicht wirklich richtig gut sauber halten. Ich habe aber mit Jojo geschrieben und auch telefoniert und er hat versucht mich etwas zu beruhigen. Ich hoffe, das wächst alles tatsächlich unproblematisch nach unten. Das wird eine ganze Weile dauern und mich begleiten.

Unsere „Baustelle“ mit dem Sattel klärt sich hoffentlich am 19.Mai. Da kommt nämlich endlich die Sattlerin, die meinte einer oder beide Sättel drücken. Ich hoffe, dass der Termin Klarheit schafft und wir dann schauen können, dass Flip passendes Equipment bekommt. Flip muss ja gut bewegt werden, soll dabei wieder mehr Rückenmuskulatur aufbauen und ich möchte nicht ständig die Ungewissheit haben, dass es ihm nicht gut geht. Warten wir mal ab wie dieser Termin läuft.

Nachher bin ich auf jeden Fall erstmal mit Nicole, Matilda und Simone zum Ausreiten verabredet, damit die Pferde gut bewegt sind wenn es um 16 Uhr auf die Koppel geht. Da wird sich Flip bestimmt freuen, denn er kann es, glaube ich kaum erwarten, endlich auf die Koppel zu dürfen.


Sonntag, 24. April 2022

Wir üben und versuchen den Rücken zu schonen/zu stärken

Hier mal ein kurzer Zwischenbericht aus dem Stall.

Nachdem der Termin mit der Sattlerin noch nicht stattgefunden hat und ich daher nicht so sicher bin, ob einer der Sättel tatsächlich drückt, versuche ich Flip möglichst sattelfrei zu bewegen. Schadet mir auch nicht, aber so langsam würde ich gerne mal wieder mehr reiten.

Wir hatten am Freitag nochmals eine Equikinetic-Stunde. Die Übungen sind gar nicht ganz so einfach wie es aussieht. Flip sollte auf der Quadratvolte ordentlich im Gleichgewicht und gerade laufen ohne dabei auf die Vorhand zu fallen. Im Moment laufe ich noch ganz dicht aber irgendwann sollte es so sein, dass er in Stellung die Quadratvolte wie longiert läuft, ich in der Mitte bleiben kann und er irgendwann dann ordentlich, ohne Seitenlage (wie ein Motorrad) im Trab außenrum läuft. Bis dahin scheint es mir allerdings noch ein weiter Weg und wir sind noch dazu nicht so die Helden beim Longieren. Wie heißt es so passend? "Übung macht den Meister".

Etwas irritierend ist auch, dass wir im Moment nur mit 6 Einheiten zu 1 Minute arbeiten. Das erscheint mir irgendwie ziemlich wenig, allerdings scheint es Flip anzustrengen.

Am Folgetag sollte man dann auch ein entspanntes Programm machen und am besten spazieren gehen. Das mag schon alles gut sein, allerdings finde ich, dass das dann doch zu wenig Bewegung ist. Ich hoffe daher, dass sich die Sache mit den Sätteln bald klärt und wir einen Sattel bekommen, der nicht drückt damit wir Flips Rückenmuskulatur auch beim Reiten auftrainieren können.

Kürzlich habe ich mich mit Petra getroffen und wir haben nach mehreren Jahren die Kutsche mal wieder rausgeholt. Flip war entgegen seines normalen Temperaments dann doch am Putzplatz ziemlich aufgeregt als wir ihn angezogen haben. So kenne ich ihn gar nicht. Vor lauter Aufregung hat er Durchfall bekommen und ich bin erstmal mit samt Geschirr ein bischen mit ihm im Hof auf und abgelaufen.

Als wir ihn dann angespannt hatten, war er aber zum Glück wieder völlig der Alte und hat die Kutsche brav eine halbe Stunde mit uns durch die Landschaft gezogen. Petra ist gefahren damit erst mal Flip wieder reinkommt und ich bin zur Sicherheit lobend nebenher gelaufen.

Da beim Fahren andere Muskeln nötig sind, schien Flip das Fahren, trotz der eigentlich kleinen Runde über Asphalt anzustrengen. Wir haben uns daher vorgenommen das bald mal wieder nachzuholen damit er eine bessere Kondition bekommt. Beim nächsten Mal möchte ich dann auch mal wieder die Leinen führen und schauen, dass ich mich an die richtigen Handgriffe erinnere.  

Petra hat gleich die Chance genutzt und hat Funky auch noch eingespannt. In der Halle klappte es gut, aber im Gelände hat er Probleme, sonst könnte ich Flip ja auch (so wie Jutta auf dem Foto) sattelfrei an der Kutsche mitlaufen lassen. In der Halle fänd er das aber sicher doof., 

Mit Lasse, der gerade erfolgreich in die Herde integriert wird, versteht sich Flip zum Glück gut. Ich freue mich schon auf viele schöne, gemeinsame Ausritte mit den Jungs, die beide doch recht ähnlich von der Art zu sein scheinen. Biede sind eher energiesparend unterwegs und zeimlich unerschrocken. Passt!

Zum Spazierengehen haben wir auch einen neuen Kumpel. Mit Pick A Sue, dem Freund von Basti (er ist gerade paar Wochen zur Ausbildung auf der Alb) waren wir auch 2x spazieren. Flip mag das achtjährige ehemalige Rennpferd sehr gerne und ist ihm gerne behilflich im Gelände alles kennenzulernen. Eine Win-Win-Situation sozusagen.

Ja, und nun hoffe ich auf eine Regenpause über die Mittagszeit, denn wir wollten eigentlich mit Lasse und Nick ausreiten gehen. Im Moment sieht es aber nach Hallensport aus.
Mit dem Regen wächst hoffentlich das Gras, denn Flip wartet auf die Koppeleröffnung.