Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 23. April 2023

Flip ist von der Klinik zurück

Am Freitag konnte ich Flip aus der Klinik wieder abholen. Zum Glück!

Ich hatte ja schon geahnt, dass es mit der Kommunikation schwierig wird, allerdings wäre es schön gewesen, wenn ich positiv überrascht worden wäre. 

Am Montag hatte ich Flip mit Carina zusammen dort abgeliefert und auf dem Anmeldebogen konnte man ankreuzen wenn man werktags täglich eine Information bekommen möchte, wie es seinem Pferd geht. Das habe ich natürlich gemacht. 

Er hat für den ersten Abend und die Nacht eine Box gleich bei der Anmeldung bekommen, von der aus er alles beobachten konnte.  

Am Dienstag war dann die Szintigraphie und ich habe nichts von der Klinik gehört. Am Mittwoch sollte ich von einem Tierarzt eine Auswertung der Untersuchungen erhalten und mit ihm besprechen was bei der Szintigraphie herauskam und welche Behandlungen am Folgetag stattfinden können. Da Flip radioaktiv gestrahlt hat, musste er bis Freitag nachmittag in einer Quarantänebox bleiben. Er hatte wohl einen Boxennachbar, aber ansonsten werden diese Pferde wohl nur kurz versorgt und haben auch keinen Kontakt zu anderen Pferden. Das ist natürlich vor allem für ein Pferd, Laufstall gewöhnt ist, hart.

Mir wurde zugesagt, dass trotzdem donnerstags schon weitere Untersuchungen oder Behandlungen stattfinden könnten. Am Mittwoch habe ich mehrfach in der Klinik angerufen, aber den Arzt nie ans Telefon bekommen und um 18 Uhr kam dann die Meldung, dass er erst am Folgetag anrufen wird. Ehrlich gesagt fand ich das schon ziemlich ätzend, denn von "jeden Tag bekommt man eine Auskunft die es dem Pferd geht", war das schon weit entfernt und man macht sich ja immerhin auch Sorgen um sein Pferd.

Am Donnerstag Mittag habe ich dann endlich einen Anruf von Dr. Paschke erhalten, der mir berichtet hat, dass bei der Szintigraphie Knochenveränderungen an den letzten Halswirbeln und der Schulter entdeckt wurden. Er riet dazu daraufhin die Schulter und die Halswirbel zu röntgen. Ich fragte dann wie es denn mit Ultraschall aussehen würde und, ob er nicht auch der Meinung wäre, dass Flip eventuell auch einen Nerv eingeklemmt haben könnte oder irgendwelche Weichteilprobleme hätte. Er hielt das zwar für möglich, fand aber, dass die richtige Reihenfolge mit Röntgen starten würde. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass geröntgt wird und dann Ultraschall gemacht wird sowie, dass er sich daraufhin wieder meldet. 

Nach beiden Untersuchungen hat er dann angerufen und berichtet, dass ich doch recht gehabt hätte und sich herausgestellt hat, dass Flip an der Bizepssehne Verkalkungen und außerdem noch entzündete Schleimbeutel der Schulter hätte. 

Auf meine Frage wie es nun weitergeht, kam als erstes, dass er das Foto von den Fressständern gesehen hätte und er dies für die Ursache hält, die so schnell wie möglich abgestellt werden müsste. Damit war klar, dass Flip in den kleinen Laufstall, der ab Mai frei wird, umziehen wird. 

Er sollte jetzt erstmal ein Vierteljahr Schritt gehen damit alles etwas zur Ruhe kommt. Spritzen wollte er es nicht, denn damit kann die Sehne wohl auch Schaden nehmen. 

Man könnte versuchen die Verkalkungen zu operieren, allerdings riet er davon ab, da man nicht sicher ist, ob man die Verkalkungen komplett entfernen kann und sie durchaus wieder auftreten können. Die ca. 2500 Euro meinte er, würde er sich sparen wenn es sein Pferd wäre. Das sehe ich auch so. 

Am Freitag wurde Flip dann noch mit Stoßwelle behandelt, was wohl helfen kann und zum Glück ohne Sedierung ging, denn er war wohl dabei mit einer Schleckschale beschäftigt. Futter zieht bei ihm halt immer.

Da die Strecke von der Klinik nach Hause verkehrstechnisch eher schwierig ist und wir mit Staus gerechnet haben, haben wir Flip ausnahmsweise statt um 15 Uhr schon gegen 14 Uhr abholen dürfen. 

Zum Abholen hat mich Margit begleitet und ist rückzus gefahren, denn meine Nerven lagen schon ziemlich blank. Nachdem ich die Klinikrechnung bezahlt habe, wurde Flip geholt. 

Er war sehr aufgeregt und sah auch sehr dünn aus. Er war so hibbelig, dass ich erstmal eine ganze Weile auf dem Hof mit ihm hin und her laufen musste und zum Anziehen der Transportgamaschen haben wir ihn grasen lassen müssen, damit er wenigstens mal kurz still steht. Da ging mir schon mächtig die Düse wie wir ihn nach Hause bringen sollen. 

Zum Glück hat Margit Ruhe bewahrt, wir haben ihn verladen und sind tatsächlich ohne Stau zurück in den Stall gekommen. Auch dort war Flip noch ziemlich aufgeregt und ich habe geschaut, dass er viel Heu zur Verfügung hat, damit er nicht gleich das ganze Stroh frisst. Da er ja 5 Tage auf Spänen stand, kann es sonst leicht zu Kolik kommen.

Ich habe ihn dann noch in der Halle herumgeführt und so gut es geht bespaßt, allerdings war er vom Gemüt her so gar nicht das Pferd, das ich sonst kenne. Abends haben wir dann schon recht früh Chris neben ihn gestellt, damit er ruhiger ist. So kenne ich Flip nicht.

Wenn ich mir so anschaue wie wenig er geäpfelt hat, dafür dass er bei uns sehr viel Heu gefressen hat, ist auch klar, dass er dort wohl nur sehr wenig zu fressen bekommen hatte. Er schien also so schlank weil einfach Magen und Darm leer waren. Vielleicht weil er am Dienstag und Donnerstag sediert werden musste und sie auch nicht wussten, ob er womöglich auch für die Stoßwelle eine Sedierung braucht. 

Am Samstag in aller Früh war bei uns im Stall Tiefmisteln angesagt. Anni hat mich dann kurz vor 7 Uhr morgens angerufen und Bescheid gegeben, dass sich Flip sehr aufregt. Das hieß, raus aus dem Bett und ohne Frühstück ab in den Stall. Flip war wirklich mit den Nerven durch. Ich habe ihn versucht in Ruhe, angebunden in der Notbox draußen zu putzen und ihn zu beruhigen. Damit er etwas Stress abbauen kann, wollte ich ihn wieder, wie am Vortag in der Halle führen. Dazu musste ich allerdings hinten aus dem Stall heraus und über die Straße nach vorne zur Halle laufen. Ganz schön hibbelig war mein Pony, aber der Weg war zum Glück nicht so lang.

In der Halle hat er sich aber zum Glück wieder relativ schnell beruhigt, gewälzt und ich konnte ihn schließlich auch in der Halle zurücklassen während ich seine Box gerichtet habe. 

Wir haben dann 4 Stunden miteinander verbracht bis der Stall fertig war und er wurde nach und nach wieder entspannter. 

Hunger hat er immer noch ziemlich und so habe ich auch heute geschaut, dass er möglichst häufig aus der Box draußen ist um nicht ständig zu fressen. 

Am Morgen war ich zusammen mit Steffi und Rocket eine Asphaltrunde. Da lief er schon wieder brav mit, auch wenn er mehrfach wiehern musste.

Nachmittags kam ich dann auch noch mal, damit er mit seinen zukünftigen WG-Partnern Luke und Cash zusammen grasen konnte. Nun ist er wieder der Alte, der allerdings nicht so recht versteht wozu er in der Eingewöhnungsbox wohnen soll. Schön, dass seine Feunde hin und wieder vorbeikommen und ihn besuchen.

Dieses Mal kann ich ihn ja auch nicht während ich miste in den Fressständer stellen, was es etwas schwieriger macht. Die Zeit in der Box ist aber absehbar und wir hoffen alle, dass die 3 Jungs sich dann in ihrem kleinen Laufstall gut vertragen und schnell einleben.

Ich hatte zwar immer gehofft, dass Flip in der großen Herde bleiben kann, aber mein Kopf sagt mir, dass er eben nicht jünger wird und es nun eigentlich optimal ist, dass alle 3 Pferde gleichzeitig dort einziehen können und keiner als Eindringling in ein schon besetztes Revier zieht. 

Die drei müssten sich auch eigentlich gut verstehen, denn sie kennen sich und es ist eigentlich auch ausreichend Platz. Wenn dann bald auch noch die Koppel eröffnet wird, steigert das ja auch noch die Laune der Pferde. 

Flip darf zwar jetzt ein viertel Jahr eigentlich nicht traben und galoppieren, was im Normalfall bedeuten würde, dass er auch nicht auf die Koppel dürfte, aber ich hoffe einfach, er macht es so wie die Jahre vorher und frisst einfach statt rumzurennen. Vom kleinen Laufstall auf die Koppel müssen sie ja nicht mal den Treibgang herunter sondern sind schon nach 2 Metern auf dem begehrten Grün...und selbst wenn er ein paar Hüpfer macht… das muss die Schulter aushalten.

So, und nun gehe ich dann schlafen. Die Woche war nervenaufreibend und das Wochenende fast nur mit Bespaßung des Pferdes, Misten, Füttern, Hänger putzen…. im Stall zu verbringen, macht müde. 

Das wird das neue Pferdeteam des oberen Laufstalls:

Schön, dass er wieder da ist!!!!

Sonntag, 16. April 2023

Morgen geht´s in die Klinik

So, nun rückt langsam der Tag der Fahrt in die Klinik näher und mir geht ehrlich gesagt schon ziemlich die Düse. 

Mitte der Woche habe ich mich sogar einen Tag vom Büro  krank melden müssen, weil mein Magen schon rebelliert hat. Übers Wochenende war ich jetzt mit meiner Mutter und meiner Schwester im Wellness, was es echt gut getan hat und mich auf andere Gedanken gebracht hat.

Mit der Klinik habe ich auch noch mal telefoniert um anzufragen wie alles abläuft. Also Morgen, am Montag zwischen 15 und 18 Uhr können wir kommen, Dienstag morgen gibt es für ihn nur ein kleines Frühstück und Bewegung und dann wird die Szintigraphie durchgeführt.  Da die Pferde radioaktives Mittel gespritzt bekommen, müssen sie dann dort noch 3 Tage zum "Abstrahlen" in Isolierboxen bleiben. Am Mittwoch wird ein Tierarzt die Ergebnisse anschauen und dann erhalten wohl Dr. B. und ich einen Anruf, in dem abgestimmt wird, wie es nun weitergeht. Am Donnerstag können dann weitere Untersuchungen wie z.B Röntgen oder Ultraschall erfolgen und Freitag Nachmittag zwischen 15 und 18 Uhr kann er wieder abgeholt werden. 

Ich bin heilfroh, dass uns Carina fährt, denn ich befürchte meine Nerven werden blank liegen und dann ist es besser wenn sie dabei ist. Sie ist eh die optimale Begleitung, weil sie sich gut auskennt und die richtigen Fragen stellen kann. Zum Abholen geht dann eventuell Margit mit, damit wir Flip vielleicht schon gleich um 15 Uhr verladen können bevor der große Berufsverkehr losgeht.

Als ich neulich Flip im Fressstand beobachtet habe, ist mir plötzlich aufgefallen, dass wir vielleicht die Ursache für das Lahmen immer vor unseren Augen hatten. Wenn ich mir anschaue wie er sich beim Fressen immer in die 2 Stangen am Fressständer presst, kann ich mir vorstellen, dass das auf Dauer ein Problem hervorrufen kann. Er hat immer das linke Bein vorne und presst die linke Schulter so weit es geht an die Stange. Genau dort wo nun Muskulatur fehlt, verläuft dann die Stange und hin und wieder konnte ich auch beobachten, dass ihm bei diesen Aktionen die Füße weggerutscht sind. 

Bei Dr. B. habe ich das mal in einem Telefonat angesprochen und erhält es durchaus für möglich, dass sich dort entweder Schleimbeutel entzündet haben könnten oder er sich einen Nerv verletzt oder abgedrückt hat.

Das würde auch erklären warum das Lahmen nicht verschwindet und trotz Schonen eigentlich unverändert blieb. 

Ich werde mal von der Futtersituation Fotos mitnehmen, damit sie in der Klinik vielleicht dahin gehend auch noch mal schauen könnten, falls man sich sonst keine Ursache erklären kann.

Falls das tatsächlich die Ursache sein sollte, können wir diese allerdings, wenn er weiter in der Herde lebt, nicht abstellen, denn er hat ja Tag ein und Tag aus und auch nachts immer Zugang zum Fressständer. Dass er nicht wie irre in den Fressstand drücken soll, weiß er eigentlich, weil ich ihn immer wenn ich das sehe schimpfe, daher hier auch zur Verdeutlichung das Bild, auf dem Luke, der das auch macht. Wenn ich nämlich mit gezücktem Handy vor Flip stehe, macht er es nicht so krass. Tja, ich kann Flip aber wohl schlecht erklären, dass er dieses Verhalten bleiben lassen soll um die Schmerzen im Bein loszuwerden.

Andere Pferde würden sich damit vielleicht abfinden wenn Heu mal nicht in Reichweite liegt, aber wenn Flip an Futter ran möchte, kann er auch über Schmerz hinwegsehen. So gut kenne ich ihn mittlerweile, dass ich das sagen kann. Ist ja mit dem Grasen unterwegs auch so. Paar Büschel Gras sind es ihm wert geschimpft zu werden und mal die Gerte zu spüren zu bekommen.

Also, wenn das die Ursache sein sollte, müsste ich an seiner Haltung etwas ändern. Mit Anni und Walter habe ich darüber schon gesprochen und auch sie halten es für möglich, dass wir hier auf der richtigen Spur sein könnten. Sonst gibt es ja wenig Anhaltspunkte, denn einen Schlag hat er nicht abbekommen, hingefallen ist er nicht und auch sonst ist uns nichts speziell aufgefallen. 

Um das Problem zu lösen, hätte Flip gerade noch die Chance in den kleinen Laufstall nach oben umzuziehen. Dieses Angebot haben mir Anni und Walter schon einmal gemacht, ich hatte es nur bisher abgelehnt. Je länger ich mir das aber überlege, desto eher tendiere ich dazu diesen Schritt zu tun. 

Er würde dort mit einem seiner besten Freunde, Luke, und Cash einziehen können und die 3 Jungs hätten einen schönen, separaten Stall mit Liegebereich, Heuraufe und Auslauf. Flip wird ja nicht jünger. Das muss ich mir vielleicht auch immer wieder vor Augen führen und dort oben müsste ich mir auch keine Gedanken machen, wie er wohl klarkommt, wenn neue Pferde integriert werden oder er in der Reihenfolge noch weiter abrutscht. 

Wir sind nun so verblieben, dass wir erstmal den Klinikaufenthalt abwarten und schauen, ob die Vermutung mit dem Fressständer überhaupt in Frage kommen würde. Solange das nicht klar ist und Flip wohlbehalten zurück ist, ist mein Hirn eh nicht ganz klar.

Ich bin noch hin und hergerissen wie ich mich wegen des Stalls (auch unabhängig von der Klinik) entscheiden soll. Mein Kopf sagt klar, dass der kleine Laufstall nun eine super Lösung wäre und eigentlich alles dafür spricht Flip mit den beiden anderen Jungs nach oben zu stellen. Andererseits sind seit 01.06.2008 dort im Stall und Flip hat sich in der Herde immer sehr wohl gefühlt und hätte im großen Laufstall natürlich mehr Platz und Möglichkeiten zu entscheiden was er machen möchte und wo/wie er seine Zeit verbringt, kann an seinem Lieblingsplatz im Sand in der Sonne dösen.....

Nun aber Schritt für Schritt und der erste Schritt heißt Klinik. 

Ich hoffe, dort läuft alles gut und Flip kommt wohl behalten mit einem guten Diagnose und guten Behandlungsmöglichkeiten wieder zurück, so dass wir noch viele schöne gemeinsame Jahre haben.

Bitte alle Daumen drücken!

Samstag, 1. April 2023

Komplikation, die an die Nerven ging

Wie schon wie schon im letzten Post angekündigt, kam Dr B am Donnerstag Mittag um weiter abzuspritzen und zu suchen was die Ursache für Flips Lahmheit ist. Leider gab es aber schon gleich bei der ersten Spritze Komplikationen und der Nerv des linken Beins wurde getroffen. Das hatte zur Folge, dass Flip keine Kontrolle mehr über das linke Bein hatte und immer wieder, wenn er den Fuß nach vorne bewegen wollte, fast gestürzt ist.

Ich kann euch sagen, das ist etwas, was an die Nerven geht....vor allem weil wir ihn in em Zustand von vorne vom Putzplatz bis in die Eingewöhnungsbox bringen mussten und dieser Zustand nicht wie angekündigt 1,5 bis 2 Stunden anhielt sondern 5 Stunden. Das heißt ich saß den ganzen Nachmittag bei ihm in der Box und sobald er Anstalten gemacht hat eventuell in der Box eine kleine Bewegung zu machen, musste ich aufspringen und ihm behilflich sein den Fuß wieder richtig abzustellen. Selbst bei Schlafen ist er plötzlich ungeknickt. Das ist kein Zustand den man an seinem Pferd sehen möchte. Als er wieder sicher auf dem Fuß stand, konnte ich dann gegen 18 Uhr nach dem unendlich langen Nachmittag heim gehen.

Am Folgetag konnte Flip zwar wieder laufen, wir sind durch die Halle gegangen, er hat sich ausgiebig gewälzt, aber da er nicht 100% sicher auf den Füßen schien bzw. nicht ganz gut zu Fuß war,, habe ich ihn danach sicherheitshalber wieder in die Box gebracht. Das stürmische Wetter und die damit etwas aufgeheizte Stimmung im Stall mit einfach zu gefährlich.

Am Montag wollte Dr B nochmals versuchen den Ellenbogen abzuspritzen und der nächste Schritt wäre die Schulter gewesen. Da er aber sagte, bei der Schulter besteht noch größere Gefahr die Nerv zu treffen und, dass das dann richtig übel aussieht, habe ich dieses Programm nach etwas überlegen abgesagt. Da eh nicht sicher war, ob wir durch das Abspritzen wirklich herausfinden können was das Problem ist, wäre der nächste Schritt Flip in die Klinik zu bringen zur Szintigraphie Da diese Maßnahme mit großer Wahrscheinlichkeit ohnehin nötig wäre, habe ich mich entschlossen das Abspritzen des Ellenbogens und der Schulter nicht durchführen zu lassen und habe für Flip einen Kliniktermin ausgemacht. Da  zwischen Abspritzen und Szintigraphie 10 Tage liegen müssen, kann ich den Termin gleich am Dienstag nicht nutzen, sondern werde Flip am Montag 17. April für die Behandlung, die dann am 18. April stattfindet, in die Klinik nach Kirchheim bringen. Zum Glück hat sich Carina bereit erklärt uns zu fahren. Darüber bin ich unglaublich froh, denn meine Nerven liegen an dem Tag sicherlich blank. (Tun sie jetzt schon)

Bei der Szintigraphie wird dem Pferd radioaktives Mittel gespritzt und daraufhin mit einer Kamera untersucht an welcher Stelle entzündliches Gewebe ist. Ich hoffe, sie finden so heraus was das Problem ist. Eine doofe Nebenwirkung dieser Art der Untersuchung ist allerdings, dass die Pferde dann radioaktiv strahlen und er bis Freitag Nachmittag in der Klinik bleiben muss. Zu allem Überfluss müssen die Pferde aufgrund der Strahlung dann auch noch isoliert werden und haben weder die Möglichkeit Besuch zu bekommen, noch kümmert man sich sonst noch größer um die Pferde. Mir wurde aber versprochen, dass er eine Box mit Fenster bekommt und dass noch andere Pferde zu Szintigraphie im Stall sein werden, so dass diese Pferde wenigstens beieinander stehen.

Ich hoffe sehr, dass Flip, der alle Untersuchungen/Behandlungen bisher wirklich sehr brav mitmacht, dort keine schlechten Erfahrungen sammelt und mit einer guten Diagnose, die noch dazu gut zu behandeln ist, und ohne Schäden nach der Woche wieder zurück in den Stall kann.

Sollte sich bei den Untersuchungen irgendetwas herausstellen, was gleich in der Klinik behandelt werden muss (oder z.B eine Röntgenaufnahme der Schulter….), hoffe ich, dass sie dies dann auch gleich in den drei Folgetagen, in denen er dort bleiben muss, durchführen. Für mich wird die Woche in der er weg ist sicherlich schwierig, aber ich denke gleichzeitig, das ist nun wirklich nötig und eine gute Art um Klarheit zu bekommen. Wir werden werden das schon irgendwie meistern.

Dienstag, 28. März 2023

Doch getäuscht

Heute war Dr. B. wieder mit seiner Kollegin und jeweils einer Arzthelferin mittags bei uns im Stall, da er nochmal abspritzen wollte um sich zu versichern, dass die Ursache für die Lahmheit tatsächlich die Sehnenverkalkung ist.

Beim Abspritzen kam aber heraus, dass Flip wohl doch ein anderes Problem hat, das weiter oben zu liegen scheint.

Nachdem klar war, dass es nicht die Sehnenverkalkung ist, ist Frau Dr. S., die für die Eigenblutbehandlung unter Ultraschallüberwachung stattfinden sollte, wieder weitergefahren und er hat die Leitungsanästesie fortgesetzt.

Wir haben fünfmal abgespritzt und mussten dann oberhalb des Vorderfußwurzelgelenks abbrechen um am Donnerstag weiterzumachen.

Wir hatten uns schon gefreut, dass sie schlechte Diagnose „Sehnenverkalkung“ nicht die Ursache für das Lahmen ist, jedoch sind wir nun schon so weit oben am Bein, dass die Wahrscheinlichkeit recht groß ist, dass die Schmerzen doch von Ellenbogen oder Schulter kommen. Das hatte ich ja eigentlich schon zu Beginn vermutet, aber mir glaubte ja keiner.

Die Diagnose und Behandlung von Ellenbogen- oder Schulterproblemen ist wohl leider fast noch schwieriger, weshalb wir nach dem heutigen Termin irgendwie trotzdem gefrustet waren.

Flip steht jetzt mit Verband bis morgen früh wieder in der Box, darf morgen spazieren gehen und Donnerstag am frühen Nachmittag geht es mit Abspritzen weiter.

Ich hoffe, wir finden irgendetwas, was leicht zu behandeln ist, damit wir Flip schnell schmerzfrei bekommen. Die monatelange Ungewissheit zehrt schon gewaltig an den Nerven und mir tut Flip leid, der weiter unter der Ratlosigkeit leiden muss und trotzdem alles so brav mitmacht.

Montag, 27. März 2023

Großes Pferd = große Sorgen!?!

Tja mein Wunsch, dass ich Flip jetzt, nachdem ich auch wieder reiten kann, langsam auftrainieren kann, ist erstmal verschoben.

Vorletzte Woche Samstag wollte ich mit Nicole und Simone eine schöne Seewald-Runde drehen, aber leider lahmte Flip im Trab im Wald schon wieder. Und das schon nach 4 Wochen seit der Cortisonspritze. Das ist definitiv viel zu schnell und kann auch nicht gleich wiederholt werden, weil wohl von dem Cortison die Sehnenstruktur angegriffen werden kann. 

Ich bin daraufhin mit ihm eine Woche nur spazieren gegangen und habe geschaut, dass er etwas mehr zur Ruhe kommt. Das hat aber leider auch nicht viel gebracht, denn er lahmte weiter, bis auf Freitag Nachmittag....als Dr B. ihn noch mal angeschaut hat. Der klassische Vorführeffekt! 

Da sind wir in strömenden Regen vorgetrabt und Flip hat sich offensichtlich mehr auf den Regen als auf seinen schmerzenden Fuß konzentriert. Eigentlich hätte Dr. B. die Stelle gern noch mal abgespritzt um sicher zu gehen, dass dabei die gleiche Lahmheitsursache herauskommt, aber das ging dann eben nicht. 

2 Stunden später als unser Physio da war, lahmte Flip aber schon wieder und nach einer Beugeprobe, war er dann ziemlich krass schlecht zu Fuß.

Herr H. rät mir mit Flip für eine zweite Meinung und umfassendere Untersuchungen in eine Klinik zu fahren. Diesen Gedanken hatte ich auch schon, aber welche? Und dann schaue ich noch dazu an Fahrerei mit Pferd ziemlich ran und möchte ihn auch eigentlich nicht in einer großen unpersönlichen Klinik abladen und von der er möglich dann mit schlechten Erfahrungen wieder zurückkommt. 

Das Thema hatte ich mit Libelle zur Genüge. Sie hatte bei allen möglichen Dingen (Tierarzt, Hufschmied, fahren ...) schlechte Erfahrungen gesammelt und ich bin froh, dass Flip noch ziemlich unvoreingenommen ist und doch recht brav ist, wenn man ihm etwas Zeit gibt und freundlich mit ihm umgeht. 

Wenn es aber nötig ist, fahre ich auch in eine Klinik. Es ist allerdings für mich gar nicht so einfach herauszufinden welche Klinik dann wohl die richtige wäre.

Mit Dr B habe ich heute mittag darüber auch gesprochen. Er denkt aber, ein Klinikaufenthalt bringt uns im Moment auch noch nicht weiter und wir sollten nochmlas die ganz genaue Stelle der Sehnenverkalkung per Leitungsanästhesie  eingrenzen. 

Dass dies die Ursache für das Lahmen ist, ist er sich wohl ziemlich sicher. Er versprach sich mit seiner Kollegin abzustimmen und vielleicht auch andere Kollegen zu kontaktieren und zu Behandlungsmöglichkeiten befragen.

Heute abend wollte er eigentlich noch bei mir anzurufen um mir mitzuteilen, ob er morgen Mittag wieder zu uns kommt und nach der Leitungsanästesie dann gegebenenfalls gleich eine andere Art der Behandlung ausprobiert. Es gibt evtl. auch eine Möglichkeit der Eigenblutbehandlung, allerdings hat er eine Sehnenverkalkung an dieser Stelle bisher wohl noch nie gehabt und so behandelt. 

Ob vielleicht auch Stoßwelle funktioniert, ist auch nicht sicher, wird aber bei Menschen angewandt. Auf jeden Fall gibt es in der Gegend Kliniken, die Stoßwellenbehandlung durchführen würden. Das habe ich schon herausgefunden. 

Wir sind uns auf jeden Fall einig, dass wir nicht einfach nur zu warten können, sondern schnellstmöglich die passende Behandlung für Flip finden müssen.  

Dienstag, 14. März 2023

Happy Birthday, mein Großer!

Heute ist Flips 22. Geburtstag!

Ich hoffe, wir haben noch viele schöne gemeinsame und gesunde Jahre vor uns.

Stellt euch vor, Libelle wäre gestern 40. Jahre alt geworden.

9 Jahre hat sie mich begleitet bis ich sie mit 23 Jahren gehen lassen musste. Auch Aquino wurde "nur" 23 Jahre alt ... das habe ich leider auch im Hinterkopf, aber versuche optmistisch nach vorne zu schauen.


Libelle hatte ja eine andere Vorgeschichte. Sie ging M-Springen und viele Jahre Schulbetrieb, wo sie,  bis sie zu mir kam, nicht gerade geschont wurde. Damals als ich sie mit Daniela kaufte, wusssten wir nicht, ob sie mit ihren 14 Jahren überhaupt noch geritten werden kann. Gut, wir wussten damals eh nicht viel und sind ziemlich blauäugig in den Pferdekauf geraten.... Sie hatte trotzdem 9 schöne Jahre und erholte sich nach und nach, so gut, dass wir ganz erstaunt waren, wie viel Leben und Vollblut in ihr steckt. Die Hufrollenentzündung konnten wir aber leider eben nicht stoppen, weshalb sie dann von ihren Schmerzen erlöst werden musste.   

Ich versuche (auch) bei Flip so gut es geht, zu schauen, dass es ihm gut geht und tue mein Möglichstes, dass er noch lange fit bleibt. 

Heute hat Flip erstmal am Morgen neue Hufeisen bekommen und im Moment warte ich auf den Anruf der Sattlerin, wann sie vorbeikommt um unseren Sattel anzupassen. Da sie die Uhrzeit noch nicht genau sagen konnte, habe ich für heute frei genommen und stehe also quasi nur für Flip bereit. 

Gestern habe ich ihm noch aus Mash, Leinsamen, Sonnenblumenkernen, etwas Banane und Apfel Leckerlies und für uns Zweibeiner einen Geburtstags-Schokokuchen gebacken.

Von unserem gemeinsamen Sturz erhole auch ich mich so langsam, war aber sehr froh, dass Simone heute morgen den Hufschmiedtermin für mich übernommen hat. Beim Röntgen wurde zwar bestätigt, dass ich zum Glück nichts gebrochen habe, aber die Rippenprellung, die von hinter dem Schulterblatt nun so langsam nach vorne wandert, spüre ich schon noch. 

Mal schauen, ob ich nachher den Sattel überhaupt testreiten kann, denn dadurch, dass ich vor dem Asphaltkontakt auch etwas unsanften Sattelkontakt hatte, bin ich noch nicht so ganz sicher. 

Aber wie gesagt, Hauptsache Flip hat dabei nichts abbekommen! 

Es wäre schön, wenn wir dann mit frischen Eisen und passendem Sattel langsam aber sicher wieder durchstarten und auch die Muskulatur bei Flip auftrainieren könnten. Derweil sind wir halt viel spazieren gegangen und ich hatte das Gefühl, er merkt, dass ich zur Zeit nicht so fit bin und hat darauf auch Rücksicht genommen.


Für den kleinen Offenstall habe ich übrigens erst einmal abgesagt. Da Flip sich nicht als Rentner fühlt, wie bei der Tierkommunikation herauskam, werde ich ihn erst mal in der großen Gruppe lassen. Ich hoffe, die Entscheidung ist richtig und er fühlt sich dort noch lange wohl. 

Von Anni habe ich dieses Foto geschickt bekommen, auf dem man ihn ganz links in der Weidehütte liegen sieht. 


Wäre schön, wenn er wie Sierra, bis zum Schluss in seiner gewohnten Gruppe bleiben könnte und dort auch nicht gemobbt oder sonst wie gestresst werden würde. Im Moment denke ich, ein Umzug in eine kleine Rentner-WG wäre für ihn noch zu früh. Zu sehr genießt er Kumpels um sich rum zu haben, wird noch respektiert und ist auch noch ziemlich weit oben in der Herdenhirarchie.

Klopfen wir auf Holz, dass auch seine Füße (oder Gesundheit allgemein) das mitmachen.