Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 15. Juni 2025

Andreas Fotos vom "Blumen-Spaziergang"

Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich euch die Bilder von unserem Foto- Spaziergang zu den Mohnblumen von Pfingstmontag zeigen werde. 

Am Nachmittag sind wir zusammen losgezogen und noch am selben Tag haben wir von Andrea eine Auswahl der besten Bilder über WhatsApp bekommen. Voller Vorfreude haben wir dann auf den Fotostick gewartet. 

Ich stelle euch mal hier ein paar Bilder rein. Wir sind alle ganz begeistert wie schön die Bilder geworden sind. So in der Natur, gefällt es mir mit den Pferden ohnehin am besten und zur Zeit blüht es überall ja auch so toll.














Wir sind happy!

Wir waren auch gerade noch rechtzeitig am Mohn-Feld, denn gestern haben wir gesehen, dass es zwischenzeitlich leider schon gemäht wurde. Da hatten wir Glück und ein gutes timing!

Dieses Bild (s.o.) hat, als es in meinem WhatsApp-Status zu sehen war, ganz viele "gefällt mir" bekommen und auch ich finde es lustig.

Die anderen Bilder gefallen mir persönlich aber eigentlich besser.

Ich hoffe jedenfalls, dass uns Andrea noch öfter mit ihrer Kamera begleitet, denn ich finde die Bilder total schön und wir haben nun wieder klasse Erinnerungen.   

Montag, 9. Juni 2025

Wir trainieren fleißig und grasen fast genauso fleißig

Heute war zwar Feiertag, wir waren aber trotzdem fleißig und haben mit Lisa Bodenarbeitsstunde gemacht. 

Da Jenny zugeschaut und Videos gemacht hat, hier ein paar verwackelte Screenshots, damit ihr mal seht was wir eigentlich jeden Montag Abend machen. 

Flip läuft ja oft so, dass er die linke Schulter entlastet und hat offensichtlich auch schon früher eine Schonhaltung entwickelt, bei der sich eine Art Ausgleichsmuskulatur hinter der Schulter gebildet hat.

Diese versuchen wir nun weg zu trainieren und schauen, dass er alle Beine gleichmäßig und quasi im Gleichgewicht bewegt und nicht, wie ein Motorrad in Schräglage in die Kurve läuft.

Auf dem einen Bild sieht man wie es nicht sein soll ;-) 

Besser so:

Meistens machen wir Bodenarbeit indem wir mit Kappzaum arbeiten und mehr oder weniger dicht neben ihm laufen. Wir erinnern ihn dann immer wieder an das Strecken nach vorwärts abwärts, indem wir mit der Gerte an die entsprechenden Stellen tippen. Auch schauen wir, dass er beim Longieren nicht nach außen zieht, sondern gucken, dass er in Stellung läuft und wir auch eventuelle Verkrampfungen im Hals lösen.

Heute haben wir aber mal mehr Handarbeit gemacht, denn aufgrund des schlechten Wetters waren wir die letzten Tage viel in der Halle und ich habe Bodenarbeit mit Longe und Kappzaum gemacht. 

Flip macht die Handarbeit großen Spaß, allerdings ist das natürlich auch Übungssache und auch für den Zweibeiner anstrengend, vor allem wenn Flip schneller trabt. 

Vom Genick her tut er sich allerdings meist nach ca. 20 Minuten etwas schwer, weil er natürlich nicht mehr so gewohnt ist am Zügel zu gehen und daher die Muskulatur noch nicht wieder richtig gestärkt ist. 

Heute hat er aber richtig fleißig mitgemacht. 

Danach haben wir noch das Weichen geübt. Er soll auf Zeichen nur die Vorhand oder die Hinterhand her oder weg bewegen oder auch komplett seitwärts laufen.

Das haben wir erst vor kurzem angefangen zu trainieren, daher sitzt es noch nicht so ganz. 

Wenn ich links von ihm stehe kann er sehr gut auf Zeichen seitlich auf mich zu laufen. Das haben wir aber ja auch jahrelang geübt, wenn er mich an der Aufstiegshilfe oder dem Zaun zum Aufsitzen abholen sollte. 

Jedenfalls macht es richtig Spaß mit ihm immer wieder neue Dinge zu lernen und durch die verschiedenen Übungen, die man auch vom Boden aus machen kann, ist es sowohl für mich, als auch für ihn nicht langweilig. 

Auch bin ich total happy, dass wir nun mit Lisa trainieren, denn sie verbreitet gute Energie lobt, viel und es macht uns richtig Spaß. 

Das Beste ist allerdings, dass wir auch Fortschritte sehen und die Muskulatur an der Brust schon mal nach und nach zurückkommt. 

Zur Belohnung waren wir danach grasen. Da es die letzten Tage stark geregnet hat, ist nämlich zurzeit die Koppel wieder geschlossen. Top nehmen wir ja ohnehin öfters mit, da aber Margot im Moment im Urlaub ist, haben wir ihn nun täglich im Schlepptau. Top hat ja Flip so oder so immer im Auge, wenn wir die Box verlassen, wenn er aber ahnt, dass es zum Grasen geht, macht es sich durch noch lauteres Wiehern bemerkbar.

Ab und an muss ich mir den beiden zwar etwas schimpfen, wenn sie meinen, sie könnten wieder in unterschiedliche Richtungen ziehen, aber auch das bessert sich. 

Nachdem es die nächsten Tage wieder warm werden soll, hoffe ich doch, dass die Koppel wieder aufgemacht wird und die Jungs ohne mich Gras genießen können.... und ich bald die Koppel gegenüber anmieten kann. 

Zum Mittagessen bin ich dann noch schnell nach Hause gefahren, bevor es wieder in den Stall ging. Andrea hat angeboten mit uns Bilder am Mohnfeld Fotos zu machen, da ich die Mohnblüten so toll finde. 

Flip, Nick und Lasse waren zwar nicht unbedingt begeistert immer mit gespitzten Ohren in die Kamera zu schauen, aber ich denke es sind bestimmt schöne Bilder dabei.

Wir sind schon sehr gespannt. 

Auf jeden Fall liegt es nicht am mangelnden Einsatz von Andrea, falls die Bilder doch nicht so toll werden. 

Es war nur einfach warm und die Pferde schienen etwas schläfrig. 

Lassen wir uns überraschen.

Vermutlich bekommen wir in den nächsten Tagen auch die Bilder von Rainer, vom Strohhallenshooting, das neulich stattgefunden hat. 

Vor allem, da Flip nun älter ist, freue ich mich natürlich, wenn ich viele Fotoerinnerungen an unsere gemeinsame Zeit bekomme. Hoffentlich kommen da noch ganz viele dazu und er wird mich noch viele Jahre begleiten.

Handpferdereiten :-)

 Nachdem Flip nun wieder besser zu Fuß ist, durfte er schon 2 Mal als Handpferd mit seinen Freunden zum Ausritt mit raus.

Es hat wohl gut richtig geklappt und um Maries Worte zu nutzen: Ich finde das "MEGA!"
Flip macht das richtig Spaß und er kann sich ohne Reitergewicht oder Longe flotter bewegen und mit seinen Jungs was unternehmen.  




Ich finde, man sieht ihm an, dass er es cool findet!

Sonntag, 18. Mai 2025

Chef-Aufgabe und Sommer- /Winter-Version von Flip

Am Freitag kam zu unserer kleinen Rentner-Koppelgruppe, die aus Flip, Top und Chris besteht, Sabines vierjähriger, spanische Nachwuchs dazu. Ich hatte Flip schon an der Box an ihm schnuppern lassen, aber nach kurzem „hallo“ bestand allerdings auf Flips Seite mehr Interesse daran die kleinen Grashalme und das Unkraut zu entfernen, als sich wirklich ausgiebig mit Linjas zu beschäftigen. Auch gut und besser als wenn sie sich gleich angezickt hätten 

Die 4 Jungs wurden also auf die Koppel geführt und Flip hat schnell entdeckt, dass hier wieder ein Chef gefragt ist, der gleich sagt, was zu tun ist. Die beiden haben geschnuppert, gequietscht und Flip hat ihm seinen Hinterteil an die Brust gedrückt und signalisiert, dass er hier der Chef ist, nicht gleich schlägert, aber durchaus bereit wäre die kleine Herde zu verteidigen.

Eine Verteidigung war aber überhaupt nicht notwendig, denn der Jungspund verhielt sich ruhig und wie ihm geheißen wurde, erstmal am Rand der Gruppe.

Ein paar Mal hatte Flip noch mit seiner Aufsichtsrolle zu tun, wenn die anderen Kontakt schließen wollten und er schaute, dass er alles im Auge behielt und immer zwischen Linjas und den beiden anderen stand.

Es war mal wieder richtig interessant zu beobachten wie sich die Pferde verhalten und wie Flip reagiert und seine Aufgabe als Chef managt. Es gab keine Frage wer das Sagen und alle wurden eingewiesen wie sie sich zu verhalten haben. Alles ganz ruhig und völlig ruhig.

Ab dem Zeitpunkt, als Flip einmal rückwärts vor Linjas lief um ihn am Koppelzaun zu stoppen, schien er nach einem Weilchen den Kontakt quasi freizugeben. Wir konnten diese Aktion zwar nicht gleich wirklich verstehen, aber ab dann durften sich die Pferde auch untereinander mischen, ohne dass Flip zwischen den Neuen und Top und Chris gestanden ist. 

Gestern, am zweiten Tag, hat Flip nur noch einmal kurz angefragt ob sich Linjas daran erinnert was am Vortag besprochen wurde und dann grasten alle als wäre er schon immer ein Herdenmitglied. Schön!

Ich denke, so eine kleine Gruppe tut Flip gut. Da kann er noch etwas Chef sein, aber muss keine 15 Pferde in Schach halten. 

Als gestern für die große Herde ein Neuzugang angereist ist hat Flip beim Schnuppern am Gitter einen Gesichtsausdruck gehabt, als wollte er sagen, "wie, schon wieder ein Neuer? Kam doch erst gestern einer". Aber um die Eingliederung von diesem Pferd wird sich Anni und die große Herde kümmern.

Am Donnerstag bin ich zusammen mit Vanessa noch nach der Koppel mit Flip spazieren gegangen. Wie jeden Abend nach 1,5 Stunden Gras fressen, hatte er einen kugelrunden Bauch und sah aus als würde er Nachwuchs erwarten. Wir dachten daher, ein Spaziergang würde ihm sicher guttun und damit es für ihn nicht so langweilig ist, sind wir zu Carina und Flips alten Kumpels Basti und Pic gelaufen. Auf dem Hinweg war Flip total müde und hatte eigentlich gar keine Lust, aber dort änderte sich sein Zustand. Wir wollten ihn eigentlich auf dem Auslauf am Tränkewagen trinken lassen, aber er fand es dort total gruselig. Die Planen, die unter dem Sand vorlukten und auch der Anhänger an sich war ihm mehr als suspekt. (Die Fotos sind nicht von Donnerstag, denn da haten wir keine Zeit und Hand frei für Fotos)

Wir haben die zwei Jungs noch in deren Stall begleitet, aber auch dort hat sich Flip nicht beruhigt, sondern wollte plötzlich dringend ganz schnell nach Hause. Er war aufgeregt äpfelte mehrfach und Carina hat uns dann angeboten, uns mit Basti ein Stück nach Hause zu begleiten. Davon haben dann beide Pferde profitiert, denn genau auf diesem Wegabschnitt gruselt sich Basti hin und wieder und hatte dann seinen "großen Onkel" dabei und Flip ist zu zweit ja ohnehin ruhiger. 

Als wir dann in der Nähe von unserem Stall waren, beschlossen wir, dass es nun ohne Probleme alleine nach Hause geht, Carina und Basti sind umgedreht und wir auf einen Wiesenweg abgebogen.

Da Flip aber noch eine Restnervosität in sich hatte, und immer wieder hektisch zum Gras gezogen ist, habe ich ihm irgendwann eine gelangt, denn das Verhalten ging mir mächtig auf den Nerv. Das hat Flip wiederum so verärgert, dass er gebockt hat und um mich rum gesprungen ist wobei er Vanessa ins Gras geschuckt hat. Unmöglich! Mit etwas Mühe habe ich den aufgebrachten Flip dann nach Hause geführt und hätte ihn gerne in der Halle seinen Frust loswerden lassen, allerdings war diese belegt.

Am nächsten Tag, hatte ich die Chance die Halle leer zu erwischen aber da war natürlich die Luft schon lange lange raus und er wieder im Sommermodus, bei dem er eigentlich keine großen Ambitionen hatte sich auszutoben. 

Das Verhalten am Vortag war zwar ärgerlich und unverständlich, aber so konnte Vanessa sehen, dass es von Flip auch eine Wintervariante gibt, bei der man sich durchsetzen und, die man auch händeln können muss. 

Sie war über die „Winterversion“ sehr verwundert, denn kürzlich war sie mit dabei, als wir einen Pferdespielplatz aufgebaut hatten und war beeindruckt, dass Flip so unerschrocken ist und alles mitmacht.

Bis auf die Seifenblasenmaschine, konnte ihn nichts aus der Ruhe bringen.

Diese fand er jedoch irgendwie gruselig und machte große Augen. das Ergebnis sind diese schönen Fotos, die Andrea gemacht hat:



Es war mal wieder schön mit so vielen Pferden so viele abwechslungsreiche Spielsachen aufzubauen und Andrea hat für alle richtig tolle Fotos gemacht. 
Sie hat Spaß daran umgestellte Aufnahmen unauffällig aus der Ferne zu machen und hat die Stallgemeinschaft mit tollen Schnappschüssen vom Spielplatz, aus dem Stall und von der Koppel überrascht. Hier ein paar Beispielbilder, die mir besonders gefallen haben: