Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 24. August 2025

Handpferdereiten und erster "Ausritt" nach langer Zeit

Vor ein paar Tagen habe ich ja noch geschrieben, dass ich nicht sicher bin, ob oder wann ich mal mit Flip mal wieder ausreiten gehen könnte. 
Nachdem er gestern bei Simone und Lasse so schön als Handpferd mitlief, habe ich heute mal, nachdem ich ihn warmgeführt und in der Halle etwas laufen hab lassen, gefragt, ob er mich denn evtl. auch noch ein Stück tragen würde. 
Er ist, wie früher, ans Gatter geparkt, hat "nicht gemurrt" als ich aufgesessen bin und so bin ich gemütlich bis zum Bahnübergang geritten. Das sind zwar nur gemütliche 5-7 Minuten, aber immerhin! :-)  Den Rest der Strecke bin ich gelaufen und habe mich gefreut. Wäre doch schön, wenn er so fit werden würde, dass wir mal wieder kleine Ausritte machen könnten.   

Beim schon gewähnten Handpferdereiten, haben wir nochmals zusammen probiert, ob das wirklich klappt und sich Simone auch zutraut Flip ohne mich mitzunehmen. 

Gestern bin ich noch mitgelaufen, habe die 3 aus der Ferne beobachtet, fotografiert und gefilmt und bin stolz wie gut es lief. Die 3 sind auch viel getrabt, einen großen Traktor mit Güllewagen begegnet, wir haben ausweichen und hintereinander laufen geübt und Flip klar gezeigt, dass als Handpferd nicht einfach Gras geschnappt  werden darf. Ich will ja nicht, dass er Simone vom Pferd holt.

Flip kennt das ja eigentlich von früher mit Kay und Aquino oder auch wenn er als Handpferd bei Nick mitlief, aber es ist doch immer wieder ein wenig anders. Auch Lasse macht das sehr brav mit und so habe ich die Hoffnung, dass Flip mit den Beiden zukünftig auch mal mit raus kann.

Vielen Dank an Simone, dass du es probieren möchtest!





Sonntag, 17. August 2025

Koppel und Reiten

Auch wenn die neue Koppel noch ziemlich Arbeit gemacht hat, freue ich mich total sie bekomen zu haben.

Flip war, glaube ich, jetzt eigentlich so ziemlich jeden Tag draußen und hatte meist seinen Freund Nick dabei. Da Nicole oftmals tagsüber im Stall ist oder am Stall vorbei kam, hat sie sich teilweise auch mit Andrea abgestimmt und die Jungs konnten gemeinsam das Gras genießen. Wie wir das zukünftig organisieren, wenn sie nicht mehr im Stall sind, müssen wir mal schauen, aber auch Simone hat angeboten ihn immer mal raus zu lassen.

Solange Nick noch da ist, versuche ich Flip Zeit mit ihm zu ermöglichen, hatte aber neulich auch mal Top mit dabei, als ich mal wieder auf der Koppel gearbeitet hatte.

Es ist zwar eigentlich nur ein Stück Gras mit zwei Bäumen, aber es ist irgendwie doch immer was zu tun. Die ganze Arbeit auf der Koppel macht mir eigentlich schon Spaß, auch wenn es eine ziemliche Schufterei ist. Was es halt krass anstrengend macht, sind die sehr hohen Temperaturen, die wird zurzeit haben. 34° c ist meine Wohlfühltemperatur deutlichst überstiegen. 

Mittlerweile habe ich den großen Ast, der heruntergefallen war, klein gemacht, die Äpfel entsorgt und konnte ihn bei uns im Stall entsorgen. Es waren aber allerhand Äpfel, die dort als Streuobst auf dem Boden lagen. Da sie teilweise schon angegammelt oder noch gar nicht reif waren, kamen sie zum Verfüttern nicht in Frage. Ich hätte sie aber auch nicht in der Menge in die Biotonne tun oder auf den Wertstoffhof fahren können.

Da ich die faulichen Äpfel mit Fliegen und Wespen aber nicht bis nach Marbach oder Remseck fahren wollte, kam ich auf den Einfall bei Henning anzufragen, ob ich sie auf seine Miste bringen könnte. Er hat gleich zugesagt, was eine große Hilfe war, über die ich echt dankbar bin. Sein Hof ist ganz in der Nähe und ich bin nun froh, dass ich auch zukünftig weiß wohin mit dem Fallobst. Bei uns können die Äpfel nämlich nicht mehr auf die Miste, denn wir hatten kürzlich ein Problem mit Ratten und seither werden keine Lebensmittel mehr auf der Miste entsorgt. 

Da die Jungs doch nun häufiger auf der Koppel waren, ist der erste Teil, den ich Ihnen abgesteckt hatte, mittlerweile ziemlich abgegrast und ich habe eine zweite Fläche freigegeben. Ich werde nun nach und nach immer frisches Gras freigeben und die abgegrasten Bereiche abtrennen, damit dort hoffentlich das Gras wieder ordentlich nachwächst. Die Mühe mit dem Abrechen des gemähten Grases hat sich gelohnt, denn es wächst ganz gut nach.

Nachdem nun alles soweit ganz ordentlich ist, ist mir allerdings Zaun ein Dorn im Auge. Er wurde x-mal geflickt, ist mit Flechten bewachsen und teilweise ziemlich durchgescheuert. Die Verpächterin hatte zwar zugesagt sich darum zu kümmern, ich denke aber, sie wird wenn überhaupt nur flicken. Ich hadere nun, ob ich einfach neue Litzen besorge und den Zaun richte, warte bis sie sich mal meldet und schaue was sie macht, einen Vorschlag zur hälftigen Kostenbeteiligung unterbreite oder einfach abwarte und hoffe, der Zaun hält.

Über den Herbst und Winter werde ich jedenfalls einen kleineren Bereich auf der Innenseite des Zaunes abstecken, so dass nicht immer der komplette Zaun unter Strom stehen muss, sondern nur der genutzte Bereich. So hatte ich das auch in Hemmingen gemacht und ich habe ja auch noch Zaunmaterial von damals übrig.

Nun gibt es aber noch etwas zu berichten. Nach langer Zeit habe ich mich gestern, nachdem ich Flip warm gelaufen und mit ihm Handarbeit gemacht habe, mal wieder drauf gesetzt. So wie mit Dr. B. besprochen, habe ich Flip gefragt, ob er bereit wäre mich ein bisschen zu tragen, und er hatte nichts dagegen. Ich bin dann ca. 5 - 10 Minuten Schritt und Trad geritten und es war richtig schön. Natürlich hat er keine gute Kondition mehr und bei den Temperaturen war er auch nicht unbedingt der Fleißigste, aber er lief schön und ich war happy. 

Danach habe ich noch einen Besuch bei Carina im Stall gemacht, bin ihr während wir gequatscht haben, etwas zur Hand gegangen und habe mich überzeugen lassen, dass ich einen kleinen Ausritt mit ihr wagen könnte. Letztes Jahr in Island bin ich das letzte Mal bei dem kleinen Touri-Ausritt auf einem fremden Pferd gesessen. Ich glaube das mal davor war wahrscheinlich die Asphaltrunde auf Raffi, der vermutlich schon ca. 4 Jahre nicht mehr am Leben ist.

Es war daher ziemlich ungewohnt, aber wir hatten einen schönen Schrittausritt und Pic hat mich sehr brav getragen.  Vielleicht wiederholen wir das noch mal und eventuell bin ich dann auch mutig genug mit ihm ein Stückchen zu traben.

Gestern war mir allerdings noch nicht danach, denn schon der Anblick des blonden Halses vor mir, die langsamere Reaktion auf Hilfen an der Hand und die Tatsache, dass unter dem Sattel gar kein Bauch zum Bein anlegen, zu spüren war, war schon sehr ungewohnt. 

Ob wir Flips soweit wieder aufgebaut bekommen, dass ich mit ihm ausreiten kann wird die Zeit zeigen. Falls es nicht klappt, ist es auch nicht tragisch, denn mein Hauptziel ist, ihm einen schönen Lebensabend zu ermöglichen.

Sonntag, 10. August 2025

Flip hat nun seine eigene Koppel

Es ist vollbracht! Was lange währt, wird endlich gut!

Flip kann die Koppel gegenüber unseres Stalls nun offiziell nutzen  😊

Das ist echt klasse, denn so kann ich Flip zu mehr Abwechslung und Sozialkontakt verhelfen. Dass ich mich riesig gefreut habe, als ich die Zusage bekommen habe und es hieß, dass ich die Koppel "ordentlich übergeben bekomme", könnt ihr euch denken.

Ich hatte schon befürchtet, dass ich nach einem Gärtner oder ähnlichen suchen muss, der mir die Koppel mäht und dass viele Gras und Unkraut, das dort gewuchert ist, abtransportiert. 

Die Koppel wurde dann nicht nur gemäht, sondern auch gemulcht, was aber zur Folge hatte, dass aufgrund der großen Menge des Grases/ Unkrauts, dann aber eine dichte Schicht kleingehexeltes Grünzeug auf dem Gras liegen blieb.

Da es im Juli und Anfang August sehr viel und stark geregnet hat, habe ich mal gegoogelt und mich umgehört wie das so mit der Koppelpflege und dem Mulch läuft. 

Überall war zu lesen und zu hören, dass man bei einer zu dichten Schicht Gefahr läuft, dass sich darunter Fäulnis und Schimmel bildet. Mal abgesehen davon, dass die Pferde so lange das Gemulchte drauf liegt nicht auf die Koppel gehen könnten.

Da die Verpächterin den Grünschnitt nicht entfernen, und ich nicht riskieren wollte, die Koppelzusage zu verlieren, blieb mir nichts anderes übrig als selber Hand anzulegen, und zwar mit Rechen und von Hand. 

Zum Glück hatte ich aber in Carina und Simone fleißige Helfer (Margot viel wegen Umzug und die Pflegebeteiligen wegen Urlaub aus) und habe von Armin einen besseren Rechen gebracht bekommen .

Lena und ihr Freund kamen aber auch ruckzuck und haben gleich den großen Ast vom Apfelbaum, der auf den Zaun geflogen war, abgesägt. Im Regen haben wir angefangen das Gras wegzurechen und es erstmal in das Koppelzelt zu bringen. Was für eine Arbeit.
Ich hatte die Hoffnung, dass die Verpächterin, wenn sie das Zelt abbaut, was sie leider machen möchte, auch das Gras mit abtransportiert. 

Da sie das ablehnte, hieß es sowohl das Gras, das noch auf der Koppel lag, als auch das aus dem Zelt musste entsorgt werden. Was für eine Schufterei.

Zum Glück hat Matze erlaubt, dass ich es auf die Miste bringen kann, denn wie sich herausgestellt hat, habe ich die riesige Menge total unterschätzt.

Wie viele der ganz großen Mistkarren es tatsächlich waren, kann ich gar nicht mehr sicher sagen. Ich schätze es waren ungefähr 16 und ich kann euch sagen, das geht ganz schön in den Rücken, Nacken und Arme und macht einen ordentlichen Muskelkater. 

Als die letzte beladene Schubkarre Gras auf der Miste gelandet ist, fiel mir aber ein Stein vom Herzen. Ich habe der Verpächterin geschrieben, dass alles nun ordentlich ist, ich einen Dauerauftrag einrichte und Flip die Koppel ab sofort nutzt.

Der tragende Apfelbaum wurde eingezäunt, die Koppel abgetrennt (damit der andere Teil gut nachwächst), Strom angeschlossen, Warnschilder angebracht…

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie schön es war ihn nach dieser mühseligen Arbeit genüsslich grasend auf der Koppel zu sehen. Und noch viel toller war es, als er an den Folgetagen zusammen mit seinem Kumpel Nick raus durfte, während die „normalen Koppeln“ noch gesperrt waren, da der Treibgang zu feucht war. 

Dank der neuen Koppel konnte er schon 5 Tage früher wieder raus (während ich teilweise im Büro war) und mit Nick quality time verbringen, da Nicole, Marie und Andrea das Raus- und Reinbringen ermöglicht haben.

Heute war Flip dann nach einem gemeinsamen Spaziergang mit Nick und Lasse draußen und ich hatte das Gefühl die Pferde sind ebenso happy wie ich.

Wenn ich ihn so mit seinen Freunden sehe, geht mir das Herz auf. 


Unter dem großen Apfelbaum kann man es selbst bei den hohen Temperaturen, die wir zur Zeit haben, richtig gut aushalten. Das war auch Teil meines Plans, dass wir es evtl. schaffen, dass Flip (und Top) dann stundenweise raus können statt für Schatten in der Box bleiben zu müssen.

Wie wir es nun zukünftig hinbekommen, dass die Koppel von ihm mindestens stundenweise genutzt werden kann ohne kaputt zu gehen und wie wir die Pferde rein- und rausbringen, wird die Zeit zeigen. 

Bis jetzt war Top auch noch nicht mit draußen, da Margot im Umzugsstress ist und zu Beginn auf jeden Fall dabei sein möchte bzw. während die Jungs draußen sind, dabei bleiben will. 

Da ich bei Flip überhaupt keine Bedenken habe, dass er mit Nick, Lasse und/oder Top oder auch alleine brav draußen bleibt, bin ich für meinen Teil beruhigt und froh, wenn ich Hilfe finde, die ihn mir raus- und auch wieder reinbringt. 

Das muss ich nun alles einfach einspielen und wie die Koppelpflege ablaufen wird, ist ja ohnehin wetterabhängig. 

Ich bin jetzt jedenfalls mega froh, dass ich die Koppel habe und Flip so die Möglichkeit hat auch mit seinen früheren Herdenkameraden freie Zeit zu verbringen.

Dass die Zeit mit Nick Ende des Monats abläuft, finde ich für ihn und mich total schade. 

Wir hatten ja auch vor, dass Flip bei Nick als Handpferd mit raus kann. Da das ja nach deren Umzug auch nicht mehr möglich sein wird, haben wir neulich mal probiert, ob er auch bei Lasse brav mitgehen würde. Ich bin mit Nick mitgelaufen und es hat super geklappt.

Flip ist so brav neben Lasse hergelaufen, als hätte er nie etwas anderes gemacht und Simone hat auch seinen Versuch, nebenher zu vespern, sofort unterbinden können.

Das wäre natürlich schön, wenn das klappen würde und ich finde es toll, dass es Simone mal ausprobiert hat und auch bereit wäre ihn mal mitzunehmen.

Auch das bietet wieder Abwechslung und freut mich. 

Sonntag, 13. Juli 2025

Update was so los ist

So, nachdem ich jetzt schon wieder länger nicht geschrieben habe, hier ein kurzes Update.

Zwischenzeitlich war es extrem heiß (bis zu 37 Grad), so dass ich mir etwas Sorgen um Flip gemacht habe, wie er in seinem doch höheren Alter mit den belastenden Temperaturen klarkommt. Auf seinem Paddock hat er pralle Sonne und um etwas Schatten zu haben, muss er quasi den Tag über in der Box bleiben.

Das ist natürlich nicht wirklich schön und bietet weder Bewegung noch Abwechslung.

Da Margot mit Top ja das gleiche Problem hat, haben wir den beiden immer wieder zur Abkühlung die Beine abgespritzt, Flips Mähne wurde eingeflochten, er durfte sich nach dem Duschen wälzen (in der Halle, denn in der Box habe ich Angst, dass er sich festliegt), er bekam, flüssigere Heucobs mit kaltem Wasser und wir haben die Luken zur Miste offen gelassen in der Hoffnung, dass dann etwas mehr Luft durchzieht. 


Das hat auch ein wenig Besserung gebracht, allerdings kamen dadurch vermutlich mehr Fliegen rein, was Flip auch genervt hat. Eine Fliegendecke wäre aber zu warm gewesen. Wie ich es aus Hemmingen von ihm kenne, hat er mit den Vorderfüßen das Stroh an den Bauch gekickt, um die Plagegeister zu verscheuchen. Da er aber die meiste Zeit mit dem Kopf Richtung Luke und Hintern zur Tür stand, schleuderte er große Mengen an Stroh aufs Paddock. Dann war erweiterter Roomservice angesagt.

Ich hatte ja gehofft, dass ich die Koppel gegenüber des Parkplatz anmieten kann, auf der auch zwei Bäume stehen. Meine Hoffnung war, dass er dort im Sommer bei leichtem Wind (notfalls auch mit Sonnensegel) im Schatten stehen kann, allerdings hat sich bei der Koppel nicht viel getan außer, dass sehr selten 2 Pferde rauskommen und die Koppel ziemlich verwildert. 

Auf dem Bild vom Mai/Juni sah sie noch echt gut aus, hätte aber mindestens zum Teil auch schon gemäht gehört, damit neues Gras nachwächst. 

Da ich zur Abkühlung abends oft mit Flip und Top bei der Koppel grasen war, konnte ich beobachten was oder ob sich da was tut und mir schon mal Gedanken machen, wie ich die Koppel in den Griff bekommen könnte, sofern ich sie denn bekomme. Das wurde mir zwar versprochen, ist aber noch nicht eingetreten. Und, ob Versprechungen tatsächlich gehalten werden, ist ja auch, wie ich schmerzlich lernen musste, leider nicht so sicher.

Wenn ich Glück habe, klappt es aber im/zum August. Dann ist allerdings erstmal ein großer Arbeitseinsatz fällig um mindestens mal den Zaun freizuschneiden, zu kontrollieren, ob Strom fließen würde und vermutlich auch jemanden zu suchen, der mir das verdorrte Gras und Unkraut mäht und abtransportiert. Das Gras steht nämlich jetzt so hoch, dass es die Pferde vermutlich gar nicht mehr fressen werden.

Zum Herbst hin muss ich mir dann überlegen wie ich es hinbekomme, dass Flip nicht das ganze Fallobst frisst. Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit und ich muss mich erst einmal in Geduld üben. Auch wenn die beste Koppelzeit eigentlich rum ist und diese Koppel erst mal Arbeit macht, hoffe ich trotzdem, dass sie Flip etwas mehr Freiheit bieten kann. Gerne würde ich versuchen ihn stundenweise (mit Top) auch im Herbst und Winter, wenn es der Boden zulässt, rauszulassen, damit er noch ein wenig rumlaufen kann und nicht nur in der Box steht. 

Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich auch immer mal wieder Nick als Partner mit rausnehmen kann. Ich dachte, das wäre für die beiden sicher schön, denn sie waren früher ja superdicke Freunde und ich glaube, der Kontakt fehlt den beiden.

Nun ist es leider aber so, dass Nicole, Marie und Lisa mit Nick zum Ende August ausziehen werden, worüber ich echt traurig bin. Sie werden uns sehr fehlen. Sie haben mich immer unterstützt und waren auch ein Grund, dass ich zurückgekommen bin. Tja, und aus dem Handpferdereiten mit Flip und Nick wird dann wohl auch nichts…. außer sie versuchen mal, ob Flip auch bei Lasse, den sie weiter versorgen, brav mitlaufen würde.

Ich verstehe aber, dass sie versuchen wollen, ob Nick in einem anderen Stall in einer kleinen Herde wieder aufblüht, denn sie haben das Gefühl, dass sich Nick in der Herde nicht mehr so wohlfühlt, viel alleine rumsteht und einfach keinen glücklichen Eindruck macht. Ich kenne dieses Gefühl, denn ich beobachte Flip ja auch genau und auch bei ihm bin ich immer wieder am grübeln, ob er wirklich zufrieden ist oder wie ich unsere Situation so verbessern kann, dass wir beide damit gut klarkommen. 

Die Männerfreundschaft von Nick, Luke und Flip war schon besonders und warum die „3 Musketiere“ (schaut mal auf den alten Bildern wie sie zusammenhingen) nicht mehr zusammen sein können, können wir den Pferden natürlich nicht erklären. Ich bin sicher, wir vermenschlichen die Pferde in dem Punkt nicht. Sie haben auch enge Freundschaften und trauern den Freunden nach, wenn sie nicht mehr zusammen sein können. Sie können ja auch nicht verstehen warum sich ihre Lebensumstände geändert haben. Ich kann ja auch nicht zu Flip sagen, dass er wieder zurück in die Herde könnte, wenn er sich einfach nicht mehr in die Fressständer presst.

Vielleicht könnten wir die Zeit, solange Marie noch da ist, nutzen und die Jungs mal verladen um einen gemeinsamen Spaziergang in einem anderen Gebiet, zu machen. Das würde ihnen vielleicht Spaß machen. Es ist richtig schade, dass sie ausziehen, aber ich hoffe, wir können den Kontakt so gut es geht, halten. 

Ich muss auch mal mit meiner Trainerin, Lisa sprechen, ob sie einen Einfall hat wie ich Flip besser motivieren kann. Ich bin mir oft nicht sicher, ob er so müde und faul wirkt, weil es einfach das Alter ist, er ein gemütlicher Typ ist oder auch ihm irgendetwas fehlt. 

Ob es nun körperlich ist oder eben auch das fehlende, gewohnte Herdenleben ist, kann ich schwer einschätzen. Er macht auf mich keinen unzufriedenen Eindruck, aber einfach auch nicht glücklich und ich tue mich schwer ihn zu motivieren und besser "zu lesen".

Arbeiten tut er am liebsten nur noch gegen „Bezahlung“ und seine Motivation für Spaziergänge hält sich auch in Grenzen.

Wenn wir mit anderen Pferden unterwegs sind, ist es deutlich besser, aber alleine findet er öde und würde am liebsten einfach immer nur gemütlich grasen gehen (auch wenn das Gras mittlerweile nicht mehr lecker aussieht). Das ist jedenfalls das, was er mir immer vorschlägt.

Da ich zweimal ein paar Tage verreist war (Schwarzwald und mit dem Büro nach Österreich) und dann krank im Bett lag, bin ich froh, dass ich für Flip mehrere Pflegebeteiligungen habe.

Nicis zweites Kind ist nun auf die Welt gekommen, daher fällt sie erst einmal aus, aber Andrea schaut zweimal die Woche vormittags nach Flip und Johanna und Vanessa kommen je einmal die Woche. Nun ist es allerdings so, dass Johanna längere Zeit in Urlaub fährt (Studentin sollte man sein) und Vanessa nun doch zum Ende September Stuttgart wieder verlässt. 

Ich bin daher noch mit einen weiteren Mädel im Gespräch, die ein Pflegepferd gesucht hat, aber 10 Jahre Pferdepause hatte. Wir versuchen jetzt mal, ob das mit Flip klappen könnte.

Ihr seht, es ist irgendwie immer was los, die Grübelei, ob man alles richtig macht, endet nicht und mit Pferd wird einem nie langweilig.

Rainers Bilder sind da

Ups, ich habe euch ja Rainers Fotos, die er von uns in der Strohhalle gemacht hat, noch gar nicht gezeigt.

Es sind wieder ein paar richtig nette Bilder rausgekommen, auch wenn wir ein wenig Mühe hatten, die Aufmerksamkeit des etwas gelangweilten Flips zu wecken und ihn dazu zu bringen die Ohren zu spitzen.   




Als wir dann aber die Seifenblasenmaschine, die ich von Simone ausgeliehen hatten, anwarfen, war Flip in Alarmbereitschaft. Das fand er echt gruselig und so haben wir es leider nicht geschafft, ihn zu überreden sich zu nähern um sich auch nur auf einem Bild mit umherfliegenden Seifenblasen fotografieren zu lassen. Seht selber.


Im Nachhinein und beim Beobachten wie sie es bei Bosse gemacht haben, weiß ich, dass wir die Seifenblasen einfach nur um die Kamera fliegen hätten lassen müssen, ohne, dass sie Flip zu nahe kommen. Das probieren wir dann mal ein anderes Mal in Ruhe.


Die Bilder zusammen mit Top waren auch eine kleine Herausforderung. 
2 Pferde und 2 2-Beiner so zu positionieren, das ein gutes Fotos rauskommt, war gar nicht so einfach, denn es war eine ziemliche Zappelei :-)    



Vielen Dank an Rainer für seine Mühe!!!