Neuigkeiten von meinem Freiberger Flip
(und Geschichten zum Nachlesen von seinem Freund Aquino)

Sonntag, 30. Juli 2017

Mein Wochenende

Der Samstag war mal definitiv nicht mein Tag, ich habe aber trotzdem versucht das Beste draus zu machen. Nachdem ich am Freitag Mitarbeiterausflug hatte, von dem ich erst nachts heim kam, war ich nicht sehr erfreut, morgens von einem geschäftlichen Anruf geweckt zu werden und dann spontan auf eine Baustelle zu fahren. 
Da ich nicht auch noch in der Halle reiten wollte (das hätte mir gerade noch gefehlt), hetzte ich mir eins ab um pünktlich auf 11h wieder im Stall zu sein um raus zu können. Ich wusste, dass Sammy und Monty um die Zeit verabredet waren und spontan kam auch noch Luke mit zum Ausreiten. 
Die Frühstücks-Schneckennudel in der Hand ritten wir also los. Als wir an einem heuwendenden Traktorchen vorbeikamen, der direkt neben uns fuhr, schaute Flip nur interessiert und sehr brav wie das Heu flog … aber holla, was war das? Plötzlich waren Luke und Sammy weg.  Der junge Bauer lachte über die Showeinlage und wartete bis die Jungs sich wieder abgeregt hatten und weiter ging es. Im Wald war nichts los und so konnten wir eigentlich fast komplett durchtraben. Das war Flip dann aber irgendwie zu anstrengend und er ließ sich zurückfallen und trabte hinterher. Das war auch gut, denn als er den Kopf leicht schüttelte, baumelte mein Gebiss frei am rechten Zügel und ich hatte keine Einwirkung mehr. Die anderen parierten durch als ich ihnen rief und Flip war froh, dass die „Rennerei“ beendet war. An meiner Trense hat sich unbemerkt eine Schraube gelockert und flog mit samt der hübschen Rosette und der Lederunterlage weg und ich habe beides leider nicht mehr gefunden. 
Zum Glück hat Petra an ihrem Sattel dünnere Lederbändel  und so konnten wir das Gebiss provisorisch anbinden. Wie man auf dem Foto sieht, wurde es auch unterwegs ambulant wieder befestigt, da das Gebammbel Flip unterwegs etwas störte. Wir kamen aber gut heim und ich bin froh, dass Flip so ein braver Bursche ist. Vor ein paar Jahren beim Nikolausritt fatzte mir ja schon das Gebiss in der Mitte auseinander und auch da war er sehr artig.  
Nach einem Mittagschläfchen (meine Güte braucht man mit zunehmendem Alter lange den versäumten Schlaf reinzuholen) habe ich den Abend gemütlich mit Karin ausklingen lassen und sehr lecker gegessen. Hmmm, das war nötig, denn das kam den ganzen Tag auch zu kurz.

Heute war ich dann morgens mit Sabine verabredet und wir holten die Jungs von der Koppel um in den kühleren Wald zu reiten. Spontan kam dann noch Stefi mit Rocket mit und wir haben eine schöne 2-Stunden-Runde über den Talhof gemacht. Dabei haben wir mal wieder festgestellt wie klein die Welt doch ist. Sie kennt Libelle noch von früher und war auch beim Lörcher und auf dem Talhof.  Es war richtig nett und da sie gerne lange Ausritte macht und sich gut im Gelände ringsrum auskennt (sie hatte früher weder Halle noch Platz), werden wir wohl zukünftig auch mal weitere Kreise um den Stall ziehen. Darauf freue ich mich schon.

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